|
Raceday!
Der große Tag. Das Ziel. Das Ende eines fast 12 Monate langen Weges. Das Ende
meiner Träume?
3 Uhr früh. Der Wecker reißt mich aus einem
schlaflosen Traum. Obwohl mir natürlich blitzartig durch den Kopf schießt, warum
der Wecker klingelt, bin ich vollkommen entspannt und gönne mir noch 15 Minuten.
Schließlich gibt es "erst" ab 3:30 Frühstück im Hotel. Hier bin ich
noch unter den Ersten. Zwei Brötchen mit Wurst, Käse und Marmelade sowie etwas
Müsli und Joghurt müssen sein. Schließlich werde ich mich in den nächsten
Stunden entweder gar nicht oder nur durch merkwürdig schmeckende (Zäh-)Flüssigkeiten
ernähren. Dazu Kaffee und Fruchtsaft. Ein Ei noch - dann
kann der Tag beginnen.
Mir bleibt noch genügend Zeit, meine Radflaschen zu
füllen und die Maltodextrinmischung anzurühren.
Christine reibt mir die
Schultern mit Sonnenöl ein und geht danach wieder ins Bett. Ich gehe um kurz nach 5 Uhr langsam herunter
zu den Athletenbussen, die direkt neben dem InterConti abfahren. Die Stimmung ist hier ruhig
und merkwürdig gespannt. Die meisten sind wohl, wie ich,
nicht zu großen Gesprächen aufgelegt.
06:00h
In der Wechselzone beginnt allmählich ein ein etwas
hektischeres Treiben. Wir haben noch mehr als eine Stunde bis zum Start. Ich
gehe, nachdem ich mein Rad von der Schutzhülle befreit und den kleinen
Wechselbereich eingerichtet habe, ein wenig in den Gängen auf und ab und
versuche mir den Standort meines Rads einzuprägen, um es nach dem Schwimmen
schnell wieder zu finden. Damit tue ich mich immer sehr schwer.
Auf's Dixo-Klo müsste ich noch, aber hier bilden sich schon lange Schlangen.
Also muss das bis zumindest nach dem Schwimmen warten. Wobei: Erfahrungsgemäß
muss ich nicht wirklich - es ist die innere Aufregung, die sich spätestens nach
dem Startschuss erledigt... (also nicht im Wasser, falls ihr das denken solltet)
Schwimmen - der erste Akt

|