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Why?  Warum ?
..tust Du Dir das an, werde ich regelmäßig gefragt.

    3,8 KM Schwimmen

+ 180 KM Rad fahren

+ 42,195 KM Laufen

= 226 KM an einem Tag, unter 12 Stunden aus eigener Kraft überwinden?????

Deswegen:

 

 

Also, es kam so:

Zum Laufen habe ich ja bekanntlich schon vor einigen Jahren, quasi über Nacht gefunden.
Die ersten, nein eigentlich jeder Marathon war und ist eine Selbsterfahrung. Ein Erreichen der eigenen physischen und psychologischen Grenzen. Teilweise überschreitet man diese. Von Lauf zu Lauf aber verschieben sich die Grenzen. Das macht den Reiz des Ganzen für mich aus. Bei meinem ersten Finish in Hamburg 2003 war ich emotional total überwältigt. Ich hatte Grenzen überschritten und für mich niemals Erreichbares erreicht.

Als am Ausdauersport interessierter lese ich diverse Zeitschriften, Internet Newsgroups, Homepages und Bücher natürlich. Darunter befand sich unregelmäßig auch die Zeitschrift "Triathlon".  Zudem habe ich einige Jahre lang, mehr aus geringem Interesse und Langeweile heraus, auf dem Sofa liegend, die Fernsehberichte vom IRONMAN HAWAII gesehen.

Alle, die Triathlon betreiben, hielt ich je nach Stimmungslage entweder für Idioten oder Übermenschen. Letzteres traf meistens zu.

Dann erwischten mich die Folgen eines Bandscheibenvorfalls. An Laufen war nicht zu denken, die Zukunft im Sport ungewiss. Während der Reha fing da etwas in mir an zu keimen.

Im Januar 2006 begann ich also ernsthaft mit dm Triathlon-Training. Im Mai dann die ersten zwei Wettkämpfe und gleich darauf warf mich am Pfingstmontag ein heftiger Sturz mit dem Rennrad erneut zurück.

"Keep The Fire Burning"!
Diesen Wahlspruch, der sich auf dem Finisher T-Shirt des Triathlons in Harsewinkel wieder findet, machte ich mir zu eigen. Trotzdem ich drei Wochen lang zur Untätigkeit verdammt war, machte ich Pläne, was ich in Zukunft so anstellen könnte:

Marathon:   8 Mal gelaufen, im September steht der neunte in Berlin an, 10 möchte ich mindestens laufen.
Gut: ein erstes Ziel
 
Ultra-Marathon: Alles was länger ist, als die Marathondistanz sind neue Herausforderungen, aber so um die 100 KM oder ein extremer Wüstenmarathon sind noch lohnenswertere Ziele!
 
Rennrad: Wettkämpfe hier reizen mich (noch) nicht so wirklich, obwohl mir das Rennrad fahren als solches großen Spaß macht und ich sicher früher oder später ein Jedermannrennen mitfahren werde.
Vielleicht die Vattenfall-Cyclassics in Hamburg.
 
Triathlon: Hier habe ich in diesem Jahr noch einige Kurzdistanzen vor mir. Abhängig von dem Heilungsprozess des Armbruchs ist aber ein problemloses Finish kein Thema.
Mitteldistanzen sind noch reizvoll, aber auch Kurzdistanzen, um Wettkampf Erfahrung zu bekommen. Sprintdistanzen sind mir zu kurz, bzw. zu anstrengend aber notwendig um die nötige Spritzigkeit zu erhalten.
 
Kürzere Läufe: Sind mir im Wettkampf zu anstrengend und daher kein wirkliches Ziel für mich, obwohl ich Distanzen über 10 KM oder Halbmarathon ganz gerne als Vorbereitung für längere Wettkämpfe (anstatt Tempotraining) nehme.
 
IRONMAN also?! Ich erwarte hier (wieder) einmal und dafür noch extremer, als bei meinen Marathons zuvor,
meine persönliche physische und psychische Leistungsgrenze zu erfahren. Das macht für mich den ungeheuren Reiz einer solchen Veranstaltung, die ich eigentlich für den puren Wahnsinn halte, aus.
Ich bin in diesem Moment, in den ich diese Zeilen schreibe zwar überzeugt davon, dass es machbar ist, glaube aber nur zu 60% an mein persönliches Vermögen die 226 KM an einem Stück zu bewältigen. Es vergeht kaum ein Tag, obwohl ich noch fast 1 Jahr Zeit habe, an dem ich mich nicht mit meinem Ziel auseinandersetze. Vielleicht bringt mir dieses später einen mentalen Vorteil, den ich Nutzen kann...

Mittlerweile, im Herbst 2009,  habe ich 35 Triathlons gefinisht. Vier davon waren Langdistanzen.
Die Anzahl der Marathon (ohne die im Triathlon) ist auf 15 angestiegen.
Ein Radrennen "Rund um Köln" steht zu Buche, das zweite in Münster musste ich nach einem Bruch im Knie infolge eines Sturzes absagen.

Für 2010 habe ich bereits die Ironman in Frankfurt und Regensburg (Premiereveranstaltung) gebucht, Nummer 5 und 6 also.  Eine Langdistanz ist nach wie vor ein Rennen, das man nicht "einfach so" finisht. Eine einigermaßen solide Vorbereitung sollte schon sein. Einen Marathon laufe ich mittlerweile (Voraussetzung ist, das ich verletzungsfrei bin) aus "der kalten Hose" heraus. Ich weiß, dass ein Ironman für mich machbar ist. Damit verliert eine solche Veranstaltung ihren "Schrecken", nicht den Respekt. Natürlich ist es hart und nicht durchweg schön - aber ich habe meine Grenze nach dem Erreichen des ersten Marathons und nach dem Finish 2007 in Frankfurt zweimal verschoben. Der innere Drang nach mehr gärt immer stärker in mir.

Was kommt als nächstes? Zunächst wohl eine Alpenüberquerung mit dem Rennrad, was ich allerdings nicht als Steigerung verstehe. Wohl aber als große Herausforderung, da ich es eigentlich nicht mag, Berge zu fahren. Die Transalp ist nach den beiden Ironman für den Herbst 2010 geplant.

2011 soll dann wieder ein neues Level erreicht werden. Vorausgesetzt ich bekomme einen Startplatz, will ich den härtesten Triathlon angehen. Den NORSEMAN in Norwegen. Klappt das mit dem Startplatz nicht, überlege ich einen Start bei einem mehrfach Ironman  ;-))



       
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