- 08.08.2010
- Rad am Ring - Ein Vorbericht
So langsam aber sicher nähert sich der nächste Saisonhöhepunkt. Das 24-h-Rennen auf dem Nürburgring in 14 Tagen
Auf meiner Homepage einige Vorbemerkungen
Eine gute Woche ist nach dem letzten Ironman Versuch ist vergangen. Ich muss zugeben, dass ich mich zwar sehr gut fühle, der Körper aber nicht unbedingt so die unbändige Lust zur Bewegung hat.Am Montag war Reise- und somit Ruhetag. Dienstag war ich ein wenig im Fitnessstudio, um die müden Muskeln zu lockern; Mittwoch ein kurzer Lauf über 11 KM, der mich wirklich gefordert hat. Müde Beine...
Donnerstag war wieder ein kompletter Ruhetag, Freitag bin ich 15 KM gelaufen. Das ging ganz gut - bis auf die müden Beine am Samstag als Nachwirkung ;-))
Samstag. Ja, Samstag, da war noch was. Ich hatte mich mit Tim für die lange Runde (154 KM) der RTF in Rheda verabredet. Wir wollten, bzw. sind, mit dem Rad dort hin gefahren, bei kühlem Wetter aber strahlendem Sonnenschein um 7:30h. Das war aus meiner Sicht auch schon das einzig Positive des Tages, denn nach 42 KM - ca. 1,5 KM vor dem Start - platzte mir der Reifen an meinem Hinterrad. Nicht (nur) der Schlauch - nein, der Mantel hatte einen ca 2 cm langen Riss. Witzig dabei: unmittelbar vorher hatten wir uns über Reifenpannen unterhalten...
Wie dem auch sei. Während Tim schon mal vorfuhr, um Material zu sichern, stiefelte ich unter dem Spot der anreisenden Radfahrer den Rest der Strecke zum Startpunkt. Hier kaufte ich dann einen neuen Reifen und zog den mitgeführten Ersatzschlauch ein. Anstatt um 9 Uhr fuhren wir so erst um 9:20h los - kein Beinbruch.Aaaber: schon nach gut 1,5 KM merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Eine Unwucht am Hinterrad. Ich verabschiedete mich von den anderen und stieg aus der Veranstaltung aus, um den Schaden zu begutachten. Das Übel war schnell erkannt - in der Eile hatte ich zwar überprüft, ob der Schlauch richtig im Reifen liegt und nicht zwischen Reifen und Felgenhorn eingeklemmt ist - aber offenbar nicht sorgfältig genug. Der Schlauch trat an einer Stelle zwischen Reifen und Felge hervor und verursachte die Unwucht. Just in dem Moment, in dem ich am Ventil Druck ablassen wollte, platzte die "Beule".Ein weiterer Fußmarsch zurück zum Start war angesagt.Obwohl mich der Radhändler nicht zu erkennen schien, glaubte ich, ein süffisanten Grinsen in seinem Gesicht zu erkennen, als ich nun mit meinen letzten Ersparnissen auch noch einen neuen Schlauch kaufen musste.Nachdem die anderen ja auf meine Bitte weitergefahren waren, hatte ich keine Eile mehr und zog den Schlauch ein, was erstaunlich schnell ging. Darauf hin machte ich mich auf den Rückweg nach Bad Laer.Weil aber der Tag um noch nicht einmal 10:00 Uhr noch ziemlich jung war, entschied ich mich noch eine Schleife dran zu hängen und kam so auf 125 KM, statt der geplanten 230...
Am Sonntag war ich dann trotzdem wieder platt und legte einen weiteren Ruhetag zur Regeneration ein.Im Übrigen bleibt anzumerken, dass ich weiterhin einen unbändigen Appetit habe und recht oft und früh müde bin. Obwohl es juckt, werde ich somit nächste Woche wohl nicht zur Mitteldistanz in Hückeswagen fahren, um den Start am Nürburgring nicht zu gefährden.
Top
- 06.08.2010 - IRONMAN Regensburg - Nachlese

"Mallorca - Re-loaded" am Abend vorher Eine knappe Woche ist seit dem Rennen in Regensburg vergangen, Zeit für einen Rückblick und eine persönliche Ursachenanalyse.
Im Vorfeld:
Da das Rennen durch XDreams veranstaltet wird, war das große Chaos nicht zu befürchten. Das Unternehmen organisiert und veranstaltet ebenfalls die IRONMAN Events in Frankfurt und Wiesbaden (70.3) und verfügt daher über ein entsprechendes Knowhow für solche Veranstaltungen.Es können lediglich individuelle Fehler von Beteiligten vorkommen.Wünschenswert wären kürzere Wege bei der Registrierung.
Das RennenSwim:Für mich, als schwächeren Schwimmer, war die Auftaktdiszplin über einen Großteil der Strecke mit unangenehmen Körperkontakten und oft von Orientierungslosigkeit geprägt.Während Ersteres durch das große Starterfeld auf einem relativ kleinen Raum begründet ist, lag die mangelhafte Orientierung an nicht oder nur kaum zu erkennenden Bojen im See.
Die erste Wechselzone ist sehr uneben und könnte bei Unachtsamkeiten zu Verstauungen o.Ä. führen - Ich möchte diese Wechselzone auch ungern nach oder während einer Regenperiode benutzen...Bikeeine wirklich schöne Radrunde:10 KM flach, danach knapp 20 KM bergauf, bei insgesamt moderaten Steigungen um die 4-6 %, mit einer nennenswerten Abfahrt zwischendurch. Auch wenn die Steigungen moderat erscheinen, macht es die Summe der Höhenmeter/Kilometer, die so manche einen schon auf der ersten Runde zermöbelt haben.Nach Brennberg geht es erst einmal ordentlich bergab, so um die 6 KM mit Spitzengeschwindigkeiten bei mir über 70 KM/h.Pech: Der nächste Streckenteil ist windanfällig, aber weitgehend flach, bis auf eine kurze Steigung vor Aufhausen.
Die zweite Runde ist identisch, danach geht es die letzen 20 KM wellig bis auf den Dultplatz in "Regnschburg".Die Bewohner der Anliegergemeinden müssen sich noch etwas an die Veranstaltung gewöhnen. Hier war im Vergleich zu anderen IM Veranstaltungen wenig los, wenngleich man spüren konnte, dass der IRONMAN bei den Menschen "angekommen" ist.
Run
Hier war gut was los: Kaum ein Streckenabschnitt, ohne begeisterte Zuschauer. Das Wetter war dafür natürlich ideal. Touristen, Urlauber und Triathlon-Interessierte überall an der 10 KM-Strecke.In der Innenstadt schien die Luft zu stehen, weiter draußen im Park war es teilweise schattig und angenehm zu laufen.
Das Ziel...
... habe ich nicht erreicht.
ca. 1 Kilometer nach Beendigung der zweiten von 4 Laufrunden bin ich ausgestiegen.
Warum, wo ich doch voller Zuversicht nach dem tollen Erl/gebnis in Frankfurt vor 4 Wochen war?
Die Gründe scheinen vielfältig und so recht bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen.
Ernährung
Fest steht, dass ich schon auf dem Rad einen Einbruch hatte, den ich auf eine mangelnde Energieverwertung zurück führe. Ich habe exakt dasselbe gegessen und getrunken, wie in Frankfurt.
Wetterbedingungen
Die Temperaturen waren ähnlich, wenngleich die Luftfeuchtigkeit in Regensburg erheblich höher war, als bei der trockenen Wärme vor einem Monat. Trotzdem, bezeichne ich die Bedingungen als "Reiner-Döpke-Wetter" und damit als für mich ideal.
Mangelnde Regeneration
Nach dem IM Frankfurt habe ich an den beiden darauf folgenden Wochenenden jeweils einen Triathlon-Wettkampf über die Olympische Distanz bestritten. Die am Edersee, war nicht ganz leicht zu fahren und fand ebenfalls bei hohen Temperaturen statt. In Münster waren die Temperaturen moderater und ich bin bei weitem nicht an meine Grenzen gegangen. Die Plätze 4 und 5 in meiner Altersklasse sprangen heraus.
Die letzten zwei Wochen vor dem IM ließ ich es ruhig angehen, vielleicht kein "echtes" Tapering aber doch mit deutlich reduzierten Umfängen und niedrigen Intensitäten.
Mein Ausscheiden führe ich wenig bis gar nicht auf muskulöse Probleme zurück. Das man nicht so ganz taufrisch vom Rad steigt ist besonders auf einer Langdistanz nicht verwunderlich. Die Bandscheibenprobleme waren nicht ausschlaggebend. Auch nicht, dass sich Verspannungen und Überlastungsschmerzen auf der Laufstrecke einstellen können. Aber deswegen bin ich ja auch nicht raus gegangen.
Das Problem ist, und das vermehrt sich seit 2 oder 3 Jahren, dass ich bei /nach anstrengenden Trainingseinheiten bzw. Wettkämpfen keine Nahrung verwerten kann.
Ich habe diese Erscheinung sowohl nach Halbmarathons, Marathons, Mittel- und Langdistanzen als auf bei Trainingsläufen über 30 KM gehabt.
Nach dem erfolgreich veränderten Ernährungkonzept in Frankfurt, dass ich ja auch in Regensburg angewandt habe, war ich überzeugt, dem Problem gefunden und gelöst zu haben. Denkste Puppe...
Ich werde die nächsten Wochen und Monate also damit verbringen, mich intensiv in der Ernährungsproblematik vorzuarbeiten um hoffentlich eine Lösung zu finden.
Für 2011 habe ich mich bislang nicht für eine Langdistanz angemeldet - will heißen: Ein Start unter dem IRONMAN-Label steht nicht an. Wenn überhaupt, sind die Langdistanzen in Kopenhagen Mitte August oder Köln Anfang September eine Option, über die ich aber erst später im Winter entscheiden werde.
Vielleicht mache ich aber auch mal was ganz Verrücktes. Da spukt mir schon etwas seit längerem im Hinterkopf herum...
Keep The Fire Burning!! - 01.08.2010
- IRONMAN Regensburg - Raceday
Lutz sagt: "Es war ein gebrauchter Tag" - der Tag meines 6. IRONMANs. Immerhin wollte ich nur eines dieser Dinger machen ;-)
Nun stand ich also um kurz nach 5 Uhr in der Frühe verschlafen an der Bushaltestelle, nachdem mich der Wecker zunächst vergeblich im 3:45 aus den Federn schmeißen sollte/wollte. Immer mit der Ruhe...Da war kein Adrenalin im Blut.
Der geplante Bus um 5:15h fuhr ohne mich ab - zu voll. Direkt darauf rollte der Nächste in die Haltestelle, machte aber keine Anstalten, vor 5:45h loszufahren. So wurde es zeitmässig etwas eng, als wir gegen 6:15 am "Guggi" eintrafen. Zum Glück hatte ich mein Rad so weit vorbereitet, dass ich weder Luft nachpumpen noch Gels am Rad befestigen musste. Lediglich die Trinkflaschen musste ich anbringen bzw. auffüllen.Danach wurde es schon Zeit, in den Neo zu steigen, da wir die Wechselzone um 6:30 h verlassen sollten. Das hintere mich daran, wie eigentlich gewohnt, die angespannte Ruhe in mich aufzunehmen. Meine Art der Meditation eben. Auch den Weg vom Wasserausstieg bis zum Rad konnte ich nicht mehr abgehen, was im Nachhinein aber kein Hindernis darstellte.Nachdem ich mich entschieden hatte, nicht im Wechselzelt, sondern direkt am Rad zu wechseln, musste ich nur noch meinen "After-Race-Beutel" abgeben, dann ging es in hinunter in den Startbereich am See.Vom Einschwimmen halte ich ja nicht besonders viel - so ging ich nur kurz ins 22,8 Grad warme Wasser, um den Anzug zu fluten.Mittlerweile ging die Sonne am gegenüberliegenden Ufer auf. Ich reihte mich weit hinten, auf der linken Seite des Starterfeldes an.07:00 Uhr: Landstart. 2.200 Starter rennen mehr oder weniger gleichzeitig auf 90 Metern Breite ins Wasser. Christine, die am Ufer stand, sagt: "Wie ein Sack voll Erbsen, die ins Wasser rollen".
Das Wasser kocht. Körperkontakte, auch heftige, sind unausweichlich. Das geht so bis weit nach der Hälfte des 3,8 KM-Schwimmkurses, der als Novum keinen Landausstieg beinhaltet. Die Orientierung ist schwer möglich, häufig schwimme ich "einfach" anderen Athleten hinterher - nicht immer die beste Entscheidung. Nur kurzzeitig ist mir ein freies Schwimmen möglich. Erst auf der letzen Geraden schwimme ich ganz weit außen, ohne jeglichen Kontakt zu andern Schwimmen, dafür mit Sichtkontakt zum Schwimmausstieg. Auf diesen gefühlten 20 Minuten habe ich vermutlich einiges an Boden gut machen können. Nur so ist meine recht gute Schwimmzeit von 1:09:20h (Platz 656) zu erklären. Ich habe mehrmals auf die Uhr gehen - konnte es nicht glauben. Gefühlt habe ich 2-300 Meter mehr geschwommen...
T-1 Der erste Wechsel:Was soll ich sagen: Mein Rad habe ich in der markierungslosen Wechselzone auf Anhieb gefunden. Der Ausstieg aus dem Neoprenanzug verursachte die üblichen Krampfanfälle in den Waden, kosten aber nur wenig Zeit. Die habe ich dann mich dem Richten der Socken ;-)) vergeudet. Und: mit dem Stoppen und Starten der Pulsuhr unmittelbar nach dem Loslaufen mit dem Rad. Aber das ist eine andere und eher für Technikverliebte Geschichte... Nach den geplanten 5 Minuten (genau 4:58) saß ich als 813. auf dem Rad.
Bike:Zum Glück bin ich am Donnerstag die geführte Radrunde mitgefahren. So ließ ich es ruhig angehen. Die ersten 10 KM sind flach, danach geht es gut 20 KM bergauf - mit einer Abfahrt zwischendurch. Wohl gemerkt: die Runde ich zweimal zu durchfahren. Hier haben viele überzogen und hatten auf der zweiten Runde ziemlich zum kämpfen. Die Temperatur um 8:45h: 20°C in der Sonne
Wie ging's mir? Bescheiden! Nur selten habe ich mich auf den ersten 45KM so unkomfortabel auf dem Rad gefühlt, wie heute. Schmerzen in den Oberschenkeln von Anfang an, wenig Motivation und wenig Druck auf den Pedalen zeichneten das erste Viertel der Radstrecke aus. Dann wurde es besser und ich wurde wieder zuversichtlicher.Nach 2:25:41 Stunden hatte ich die ersten 80 Kilometer hinter mir und passierte zum ersten Mal an Position 577 liegend, die Wechselzone am See. Wunderbar. Die Temperatur stieg, meine Laune auch. Die Beine drehten rund. Auch die nun wieder kommenden Anstiege bereiteten mir eher Freunde als leid. Von anderen Athleten wurde mir zweimal hinterher gerufen, woher ich die Kraft noch nehmen würde. Kaum ein Problem für mich und durchaus nicht überzogen.Auf der fast 30 KM langen Gegenwindpassage hatte ich dann aber doch mehr zu kämpfen. Ich merkte, wie sich Unlust breit machte und mir auch die Getränke nicht mehr schmeckten, bzw. ich mich zum Essen und Trinken zwingen musste. Kein gutes Zeichen.
Gegen Mittag zeigte das Thermometer Temperaturen in der Sonne zwischen 28 und 31°C an. Die letzten 20 Kilometer zogen sich endlos lang hin. 3:01:09h benötigte ich für die 100 KM (Platz 423) - das brachte mich als 471. in 5:26:50h in die zweite Wechselzone auf dem Regensburger Dultplatz.
Im Gegensatz zum IRONMAN in Frankfurt werden den Athleten hier die Räder nicht abgenommen, man muss sie selbst in die Radständer hängen (Platz ungefähr merken für die Abholung). Erst dann werden die Wechselbeutel aufgenommen. Ich hatte Glück, dass wenig los war in der Wechselzone und bekam meinen angereicht. Vorstellbar, dass in der Hochzeit sich die Athleten die Beutel selbst von den Ständern suchen müssen. Aber auch das sollte kein Problem sein. Statt der geplanten 2 Minuten benötigte ich 3:05 min (335 "schnellste" Wechselzeit). Die eine Minute ist dem Aufhängen des Rades geschuldet.
Run:Nach 6:44:13 Stunden Rennzeit ging sich auf die Marathonstrecke. Knapp 16 Minuten vor der Planzeit.Ich fühlte mich miserabel. Der Kopf war leer, die Energiespeicher auch schon etwas länger. Kopfschmerzen hatte ich schon auf dem Rad bekommen. Ich konnte und kann mir (noch) nicht erklären, woran das lag.Der erste Teil (ca. 3,5 KM) der etwas über 10 Kilometer langen Laufrunde führt durch die Regensburger Innenstadt - die zu diesem Zeitpunkt glühend heiß war. Im Gegensatz zu der Radstrecke säumten hier Tausende interessierter und zufälliger Zuschauer die Strecke durch die Stadt und den angrenzenden Westpark, zurück an der Donau entlang bis zur Wechselzone. Die ersten 4 KM waren eine wirklich Qual. Ich hatte massive Zweifel dieses Unternehmen zu beenden zu können. An jeder Verpflegungsstation goss ich mir kühles Wasser über den Kopf und trank ausgiebig. Wasser, Iso und auch Cola. Das Konzept hatte schon in Frankfurt vor vier Wochen gut funktioniert.Christine sah ich auf dieser Runde leider nicht.Nach KM 4 kam ich ein wenig in den Tritt, im Schatten der Bäume am Donauufer fühlte ich mich wohler. 56:02 Minuten benötigte ich für die erste Laufrunde.
Bei KM 11,5 traf ich Christine, die mir wieder ein kühles Mineralwasser mit Kohlensäure reichte. Das brachte mich ein gutes Stück weiter.Im Park gingen dann aber die Lichter allmählich aus. Die zugeführte Energie wurde von Magen/Darm nicht mehr verarbeitet und stand dem Körper nicht mehr zur Verfügung. Das Anlaufen nach den Verpflegungsstellen wurde zur Qual, die innere Hitze wurde unerträglich. Wie Fieber. Zum Ende der zwiten Runde 1:02:40h beschloss ich zum allerersten Mal in meiner "Sportlerkarriere" ein Rennen aus gesundheitlichen Gründen aufzugeben!
Ich traf Christine wieder 1,5 KM nach der Runde und besprach das so mit Ihr. Ich hätte heulen können und wollen. Eine emotional sehr schwere Entscheidung für mich.
Also ging ich duschen. Der einzige Vorteil: Sie waren noch recht leer um diese Zeit. Nach 8:47:07h Rennzeit wurde ich noch bewundernd von den Helfern angesehen ;-))
Ich war aber wohl in relativ guter Gesellschaft. Alleine unter den vielleicht 8 Nutzern der Dusche waren mit mir 3 Aussteiger... Die Hitze, das Kreuz...
Über eine genaue Analyse des Warums muss ich mir noch Gedanken machen. Es war wohl die richtige Entscheidung - besonders im Hinblick darauf, dass ich mit dem 24-H-Rennen auf dem Nürburgring und der Transalp noch einige körperliche Anstrengungen in diesem Jahr vor habe.
Nachdem ich geduscht hatte, mussten wir noch im Schatten 1 Stunde warten, bis der Bikepark zum Checkout geöffnet wurde. Ich lag derweil auf einer Wiese und führte Cola und Wasser nach. Dennoch wäre mir die Zeit fast zum Verhängnis geworden. Ich war kurz vor dem Kollabieren. Als der Magen seine Tätigkeit wieder aufnahm, ging der Blutdruck schlagartig in den Keller, mir wurde noch übler als zuvor, kalter Schweiß brach aus. Nach 2 oder 3 Minuten in der stabilen Seitenlage war der Spuk vorbei.Ich konnte mein Rad alleine in der Hitze abholen und der Gedanke an irgendein Essen oder Trinken war ein Guter. - 31.07.2010 - IRONMAN Regensburg - noch 1 Tag
Sooo. Einmal werden wir noch wach...
Nachdem es heute früh um halb 9 auf meinem täglichen Weg zum Bäcker noch empfindlich kühl und wolkig war, kam gegen 11 Uhr mehr und die Sonne raus. Es wurde zunächst sehr drückend, danach konnte man es ab er gut aushalten. Im Laufe des Nachmittags waren es in der Sonne wohl an die 30 Grad.Das sieht noch einmal nach "Reiner-Döpke-Wetter" aus!
Was stand heute auf dem Programm? Bike-Check-In am "Guggi", dem Guggenberger See, wo morgen um 7 Uhr die Post abgehen wird. Schon mit dem zweiten Bus bin ich aus Regensburg zum See hinausgefahren. Das Einchecken ca. 30 Minuten später ging zügig und ohne Probleme vonstatten.
Danach noch einige Fotos vom Gelände und mit dem nächsten Shuttlebus zurück in die Stadt, wo ich dann mit Christine in einem sonnigen Biergarten zu Mittag gegessen habe. Den Rest des Tages haben wir mehr rumgegammelt und unnötige Anstrengungen vermieden ;-)Der Plan für morgen?Nun:- 4:30h aufstehen, Frühstück Toilette- 5:15h Treffen am Shuttlebus zum See
Der Wettkampf:Nachdem um 7 Uhr der Startschuss fallen wird und ich sicher von weit hinten ins Rennen gehe, denke ich, dass ich gegen- 8:15 aus dem Wasser komme und- 8:20 auf dem Rad sitzen könnte.Nach weiteren 5:30h hoffe ich, die zweite Wechselzone auf dem Dultplatz in Regensburg erreicht zu haben, um dann nach insgesamt 6:55 Stunden gegen 13:55 Uhr auf die sonnige Marathonstrecke gehen bzw. laufen zu können.Wenn es dann noch einmal gut geht und ich dien Marathon laufend hinter mich bringe, würde ich mich außerordentlich freuen, den Zielbogen in "Stadtamhof" nach 10:55h zu durchlaufen.Das wird sicher ein hartes Stück Arbeit, und ich weiß, dass mir die letzten drei Wettkämpfe noch in den Knochen stecken.
Top
- 30.07.2010
- IRONMAN Regensburg - noch 2 Tage
Grüaß Gott miteinand' - mogst a Haxn?Man kann sie verstehen, unsere bayrischen Mitmenschen - wenn sich beide Seiten Mühe geben.

St. Peter im Hintergrund, vorne findet die Expo statt und im
rechten Gebäude (Salzstadl) ist das Race Office unter-
gebracht
Seit Dienstag Nachmittag haben Christine und ich eine kleine Wohnung in Regensburg bezogen. Unser Headquarter liegt nur knappe 2 Kilometer vom Zentrum/Altstadt/Donauufer entfernt. Die sehenswerte Stadt ist auch der Dreh- und Angelpunkt der Premierenveranstaltung des zweiten IRONMANs in Deutschland.
Das Materiallager im Bad Das Raceoffice und die überschaubare Expo liegen unmittelbar am Donauufer bzw. in der Nähe des Rathausplatzes.Auch am Sonntag sind die Altstadt und das Ufer mit in die Triathlonveranstaltung eingebunden - die Laufstrecke führt über 4 Runden unter anderem durch die Fußgängerzone mit dem Zieleinlauf auf der Donauinsel in "Stadtamhof".Bevor es so weit ist, müssen 3,8 KM geschwommen, 180 KM Rad gefahren und eben 42,2 KM gelaufen werden.
Der See in Neutraubling lag gestern noch recht jungfräulich da, lediglich mit den Aufbauarbeiten der Wechselzone wurde begonnen. Schwimmen im See habe ich mir erspart - es ist momentan recht kühl und regnerisch hier.
Der "Guggi" ungefähr auf Höhe der Startlinie Gestern wurde vom Veranstalter eine Besichtigung bzw. ein Befahren der Radstrecke angeboten. Bei zunächst strömenden, lauwarmen Regen sind wir nur ca 50 Teilnehmern die 85 KM-Runde mit Polizeieskorte abgefahren.I can tell you: die Strecke ist nicht ohne! Nachdem die ersten ca 10 KM vom Guggenberger See flach bis Donaustauf führen, stehen auf den nächsten 20-25 KM diverse Anstiege an, über die man nicht mal so "einfach rüber drückt". Hat man diese hinter sich, kommt eine rund 6 KM lange Abfahrt, auf der man den Schnitt wieder hochziehen kann. der Rest der Runde ist dann überwiegend flach, allenfalls mit kleineren Wellen versehen - dafür aber sehr windanfällig. Zweimal ist der Kurs zu fahren, bevor ein 10 KM langes Stück in die zweite Wechselzone auf der Donauinsel führt.Hier heißt es also: Kräfte einteilen - ähnlich wie letztes Jahr beim IRONMAN Austria.
Die Wettkampfbesprechung heute Nachmittag gab nicht viel Neues her. Erwartungsgemäß werden wir bei 22,8C Wassertemperatur im Neoprenanzug schwimmen (dürfen). Hierbei befürchte ich einiges an Körperkontakten. 2200 Athleten starten vom Strand auf nur 90 Meter Breite...Die üblichen eindringlichen Hinweise der Wettkampfrichter und der Veranstalter auf das Verhalten während des Wettbewerbs ließen über eine Stunde Besprechung schnell vergehen. Ich gehöre übrigens nicht zu den ausgelosten Altersgruppenstartern, die zur Dopingprobe müssen ;-)
Ansonsten ist das Befinden recht gut - trotz viel Ruhe bin ich aber ausgesprochen Müde und habe das gestern auch nach der Radrunde gemerkt.
So. Auf geht's Buam - Pastaparty!
- 26.07.2010
- IRONMAN - der nächste Countdown

IRONMAN - Klappe die zweite.
6 Tage noch bis zum zweiten Start in diesem Jahr auf der Langdistanz.
Mit Startnummer 830 gehe ich am Sonntag früh um 7 Uhr mit 2199 anderen, von denen mir 2196 völlig unbekannt sind ;-) an den Schwimmstart im Guggenberger See bei Neutraubling - rund 12 KM außerhalb von Regensburg gelegen.Die Wassertemperatur des Sees nähert sich allmählich der 25 Grad-Grenze. Im Gegensatz zu "Frankfurt" von oben, nicht von unten ;-)Der Wetterbericht sagt für die ganze Woche eher kühlere Temperaturen voraus, so dass ich mir sicher bin, dass wir die magische 24,4°C-Grenze unterschreiten und im Neoprenanzug starten werden.Morgen früh geht's los. Christine und ich fahren alleine für eine Woche nach Regensburg, wo wir nahe der Altstadt und damit dem Zielbereich eine kleine FeWo gemietet haben
- 23.07.2010
- Neue Presseberichte im Netz
Das lokale Haller Kreisblatt und das Westfalenblatt haben einige Kurzberichte über die Wettbewerbe in Steinbeck, Frankfurt, Edersee und Münster veröffentlicht.
(Triathlon Peine - wenn ich geahnt hätte, dass mein Vorderreifen nach dem Wasserausstieg platt sein würde, wäre ich wohl nicht so gut drauf gewesen ;-) ) - 21.07.2010
Das Anti-Drafting-Gelübte
"Ich verspreche meiner Familie, meinen Freunden und allen Triathleten, die den Ironman als Einzelwettkampf lieben, dass ich keine unerlaubten Substanzen eingenommen habe, die Regeln einhalten, mich nicht unsportlich verhalten und vor allem NIE IM WINDSCHATTEN FAHREN werde. Nur dann kann ich, falls ich innerhalb der Zeitlimite bleibe, stolz und mit erhobenem Haupt über die Ziellinie laufen und sagen: I AM AN IRONMAN."
Gefunden auf IRONMAN.ch
Top
- 18.07.2010
- 3. SPARDA-Münster City Triathlon
Allmählich scheine ich wieder in Form zu kommen.
Zwei Wochen nach und zwei Wochen vor dem IRONMAN bin ich heute über die Olympische Distanz (1,5 / 37 / 10 KM) in den Ring mit 400 anderen Athleten gegangen.
Die Wetterbedingungen waren (wieder) optimal. Etwas wolkig, wenig Wind und 25 Grad Wassertemperatur - was wiederum ein Neoprenverbot nach sich zog. Das dritte Rennen in diesem Jahr bereits. So nach und nach behagt selbst mir Warmduscher diese Wassertemperatur ;-)
Das Schwimmen: Im trüben Münsteraner Hafenbecken des Dortmund-Ems-Kanals. Nach dem Start dauerte es etwas, bis sich das Feld (2 x á 200 Starter) entzerrte. Ich habe das Gefühl ganz gut unterwegs gewesen zu sein - eine Einzelauswertung über die Einzeldisziplinen gibt es nicht. Wie dem auch sei: nach 30:10 Minuten war die Wechselzone noch recht voll.
Auf dem Rad brauchte ich erst einige Kilometer, um mich wohl zu fühlen, dann lief es aber rund. Ich konnte auf dem überwiegend flachen Kurs sehr oft überholen und wurde auf den 37 KM selbst kaum überholt. Sowohl der Schwimmkurs als auch die Radstrecke waren identisch mit denen von Vorjahr.
Die Laufstrecke wurde durch eine Schleife etwas verlängert, so dass man davon ausgehen kann, dass wir jetzt tatsächlich 10 KM (Vorjahr 9,3) gerannt sind. 0:42:51 - das haben wir schon besser gesehen. Aber nicht in diesem Jahr ;-).
Am Ende standen 2:18:04h in der Ergebnisliste. Platz 46 gesamt - Platz 5 in der Altersklasse M45
Daumen hoch!
- 13.07.2010
- IRONMAN Germany - Fotos online
Die Fotos vom IRONMAN Germany sind nun auch auch meiner Homepage - 11.07.2010
Edersee-Triathlon
4.Platz - Knapp am Stockerl vorbei
Knapp eine Woche nach dem IM bin ich gestern beim "27. Edersee-Triathlon" über die Olympische Distanzz gestartet.1,5 KM neoprenfreies Schwimmen in der mit Trinkwasserqualität gefüllten Edertalsperre, 44,5 KM sehr profiliertes Gelände mit einigen Anstiegen über 9/10% auf dem Rad und als Garnitur ein 10 KM-Hitzelauf bei "stehender Luft" und 36°C in auf der überwiegend schattenfreien, und über ca 6 KM grob geschotterter Wege warn zu bewältigen.In der letzten Startgruppe in der offenen Wertung gestartet (zuvor waren über dieselbe Distanz die Frauen und die Athleten der hessischen Meisterschaft ins Wasser gegangen) kam ich nach knapp 30 Minuten als 19. von später 74 Finishern dieses Wettbewerbs aus dem Wasser.Ein relativ schneller Wechsel und eine Radzeit von 1:35:23h inklusive beider Wechsel brachten mich auf Platz 20 liegend auf die Laufstrecke.
Zurt Radstrecke (44,5KM) ist anzumerken, dass diese, abgesehen von den ersten absolut flachen Kilometern am See sehr profiliert ist. 3-4 Anstiege mit 9/10% trieben den Schweiß schnell aus den Poren. Unter dem Strich hatte ich ich sehr wenig Probleme damit - geholfen haben mir definitiv meine Trainingsaufenthalte auf Mallorca und im Sauerland. Gerade da bin ich zufällig einen Teil der Radstrecke abgefahren. Das bei vielen Wettbewerben wenngleich verbotene aber dennoch vorhandene Windschattenfahren wurde durch das Gelände, und vielleicht auch durch die Hitze von bis zu 36°C, zunichte gemacht.
Die 11.-schnellste Laufzeit im Feld von 45:32 Minuten brachte mir noch 6 Plätze im Gesamtklassement und den 4. in der AK M45. In der Ausschreibung wurde die Laufstrecke als "Überwiegend flach, auch Waldecker Niveau" beschrieben. In der Realität ging es mehr bergan, als bergab. Dazu kamen, dass rund 6 KM der überwiegend schattenfreien Wechselpunktstrecke nur grob geschottert waren.
Platz 14 insgesamt, Platz 4 in der AK M45
Wirklich nicht übel, so eine Woche nach dem Ironman in Frankfurt. Eine schöne Veranstaltung mit super Strecken.
Nächste Woche will ich wohl in Münster an den Start gehen, auch über die Olympische Distanz. - 04.07.2010
- IRONMAN Germany
"Reiner-Döpke-Wetter" beim IRONMAN Germany
Nach der unglaublichen Wärme am Samstag vor dem Rennen, den lautstarken Fußballfans im Frankfurter Citybereich und der geradezu stehenden Hitze in unserem Hotelzimmer, was wenig Schlaf zur Folge hatte, klingelte um 3 Uhr morgens unbarmherzig der Wecker. Auf den hatte ich schon gewartet. Seit Tagen fühlte ich mich gut, mit einer stetig steigenden Vorfreude.
Nervosität macht sich zum Glück seit einiger Zeit vor dem Wettbewerben kaum mehr breit, lediglich in den letzten 1-2 Stunden vor dem Start drückt die Blase - das gibt sich aber mit dem Startsschuß schlagartig. Von daher sind die Abläufe schon Routine: Wecker ausschalten, Piseln, Essen. Ich hatte mich diesmal für 2 Packungen Milchreis, 1 belegtes Brötchen 1 kalten Kaffe aus dem Supermarkt und 1 Banane entschieden. Danach noch mal kurz in die Waagerechte und warten bis die Verdauung anspringt. Wenn das Entsorgungsproblem gelöst ist, ist alles super.Meine Trinkflaschen hatte ich schon am Abend vorher gemischt. Hier gab es die erste Änderung im Ernährungskonzept. Nachdem ich in den letzen beiden Jahren massive Magenprobleme zu beklagen hatte und mich nach der Mitteldistanz in Köln im letzten September erst viele Stunden später übergeben konnte/mußte, habe ich diesmal die Konzentration des Maltodextrin um 2/3 gesenkt. Zwei fertig gemische Flaschen plus 1 Flasche "Konzentrat", die mit Wasser vermischt für weitere 4 Flaschen gut war. Pro Stunde wollte ich zwei Flaschen trinken und 1 Gel oder Riegel essen. Wenn die Maltomischungen aufgebraucht sind, wollte ich auf die angebotenen Power-Bar-Drinks umsteigen und pures Wasser vermeiden. Das war der Ernährungsplan für das Radfahren. Für das Laufen hatte keinen so richtigen, wollte aber mehr Isogetränke als pures Wasser trinken - je nachdem, was ich noch herunterbekomme.
Zurück zum Ablauf des "längsten Tag des Jahres". Um viertel nach vier hielt mich nichts mehr im Hotelzimmer. Ich wollte Christine auch nicht unnötig auf den Wecker gehen. Also wanderte ich zum Römer, wo seit 4 Uhr die Shuttlebusse zum Langener Waldsee abfuhren. Dort wollte ich gerne früh sein, um in Ruhe eine Luftpumpe zu suchen und mein Rad auf Vordermann bringen zu können. Den Plan hatten wohl viele, zumindest die, die wie ich am Vortag Luft aus den Reifen gelassen hatten.
Trotzdem hatte ich das Glück, das mein Nachbar gerade eine Pumpe vom Bikeservice bekommen hatte und ich diese schnell schnorren konnte. Der Tag fing gut an. Schon um halb sechs wurde es langweilig ;-) Ich konnte noch einmal in Ruhe ein Dixi aufsuchen, den Weg vom Wasserausstieg zum Rad mehrmals abgehen und dabei das oft overstylte Material der anderen bestaunen. Mit einigen Leuten wechselte ich mehr oder weniger belanglose Sätze, die allgemeine Nervosität und Angespanntheit war deutlich fühlbar.Ich liebe das: Zum einen die Musik und die Lautsprecheransagen bzw. -moderation, zum anderen die angespannte Ruhe unter den Athleten.Heute morgen saßen sie bei aufgehendem Tageslicht noch cool mit Sonnenbrille im Bus, jetzt sind sie wie Du und ich. Der nächste Charakterwandel kommt nach dem Startschuß. Im Wasser wird oft geprügelt, was das Zeug hält. Auf dem Rad entspannt sich das ein wenig, auch hier geht es teilweise ruppig zu. Erst auf der Laufstrecke werden wir wieder fast alle zu Brüdern und Schwestern - wir leiden gemeinsam und bedauern uns gegenseitig. Kaum ist die Ziellinie überschritten, sind wir wieder alle cool - gleich wie gut oder schlecht wir tatsächlich abgeschnitten haben. Das ist übrigens unabhängig von der Wettkampfdistanz.
Kurz habe ich noch mit meinen beiden Vereinskollegen Tim und Holger getroffen, die waren aber auch beide irgendwie im Vorwettkampfstreß und waren noch so wirklich in Plauderlaune ;-) Beide erwartete ich aufgrund ihrer Schwimm- und Radstärke deutlich vor mir im Ziel. Holger liebäugelte mit einer "Sub 10", für Tim ware es die erste Langdistanz.
6:30h, langsam aber sicher wurden wir aus der Wechselzone herunter an den Strand in den Vorstartbereich getrieben. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Kurz vor dem Start der ersten Startgruppe um 6:45h wurde die deutsche Nationalhymne gespielt. Das ist zusätzlich zu der oben angesprochenen ruhigen Athmosphäre ein weiterer Moment mit Gänsehautfeeling, der mit Klatschen der Athleten und Zuschauer jäh beendet wird. Die Erste Startgruppe, bestehehend aus den Profis und weiteren 200 Alterklassenathleten wurde pünktlich um 6:45h durch den hessischen Ministerpräsidenten, Roland Koch, auf die Reise geschickt. Wohl eine seiner letzten Amtshandlungen.
Nun mußte selbst ich wasserscheuer Warmduscher ins Wasser. Wie die Lemminge rückten immer mehr Starter aus der Wechselzone nach. Ein beeindruckendes Bild. Rund 2000 Starter waren wir dann, als um 7 Uhr unser Startschuß fiel. Zunächst erschien mir das Wasser (natürlich) etwas zu kühl, im Laufe des Schwimmens wurde aber klar, dass die Entscheidung, den Neoprenanzug zu verbieten vollkommen berechtigt war. So fehlte mir zwar die sichere Auftiebs- und Gleithilfe (ich schwimme dann wesentlich ruhiger), aber ein Überhitzen war auch nicht drin.Auf den ersten rund 500 Metern war das Feld ziemlich gedrängt, kein Wunder bei 8000 Armen und Beinen. Unsanften, mutwilligen Körperkontakt hatte ich zweimal. Beim ersten Mal trat mir jemand heftig in die Seite, was ich mit einem beherzten Ellenbogenstoß konterte. Das muß nicht sein - weder von mir noch von dem Anderen. Später drückte mich jemand von hinten unter Wasser und überschwamm mich. Das ist mir in Klagenfurt letztes Jahr auch passiert. In dem Moment bekomme ich dann doch einen leichten Anflug von Angst, weil ich nicht weiß, wie viel noch von hinten kommen, bzw. wann ich wieder zum Luftholen auftauchen kann.
Der Kurs war relativ leicht zu schwimmen, lediglich auf den Stücken vor und nach dem kurzen Landgang hatte ich keine Orientierungsmarke an Land und mußte mich auf meine "Vorschwimmer" verlassen.Nach 1:23h hatte dieser Part auch ein Ende. 2 bis 7 Minuten schneller, als veranschlagt. Der Wechsel passte inkl. des Laufens in der langen Wechselzone mit knapp über 5 Minuten genau mit der Planen. Klar, das geht auch noch ein wenig schneller, aber warum?Ab ging es auf die mit 184 KM aufgrund deiner Baustelle in Bad Vilbel verlängerte Radstrecke, für die ich 5:30h veranschlagt hatte. Das war nicht schnell, sollte aber dazu beitragen, dass ich den Marathon endlich einmal durchlaufen konnte.Die ersten 12 KM von See bis zum Mainkai in Frankfurt, vorbei an den Zuschauertribünen, der nächsten Wechselzone und vor allem dem Zieleinlauf vergingen im Flug. Allerdings war die Radstrecke im Hauptfeld so voll, dass die im Reglement geforderten Abstände auch beim besten Willen nicht einzuhalten waren; deswegen schritten auch die Referees zu diesem Zeitpunkt des Rennens nicht ein. Ich will nicht von direktem Windschattenfahren sprechen, aber so ganz korrekt war es nicht. Das sollte sich auch bis KM 20 wenig ändern. Hier ging es zum ersten Mal bergan: "The Beast" in Bergen-Enkheim. Nach weiteren 10 KM kam eine lästige Kopfsteinpflasterpassage von nur 300 Metern, die es aber in sich hat. "The Hell" in Maintal-Hochstadt rüttelt einen ganz ordentlich durch. Im Zweifel wird man hier vom Teufel höchstpersönlich verfolgt. Allerdings lassen hier auch viele Teilnehmer einen Teil ihres am Rad befestigten Equipments.Ab ca. KM 25 lockte dann der "Hühnerberg" mit einem Anstieg von insgesamt knapp 4 KM nicht steil, aber lang. Auf den näcsten fast 50 KM hat man das gröbste der Runde hinter sich. Erst in Bad Vilbel kommt dem den "Heart Break Hill" der nächste nennenwerte Anstieg, danach geht es flach bzw. leicht bergab hinein nach Frankfurt zum Mainkai. Hier folgt die zweite identische Radrunde oder eben der Abzweig in die Wechselzone.Zur Raddisziplin bleibt anzumerken, dass icha) die Anstiege für meine Verhältnisse sehr gut gemeistert habe - nicht zuletzt Dank der beiden Trainings auf Mallorca und im Sauerlandundb) auf der zweiten Runde im Nachhinein betrachtet, zu viel Zeit habe liegen lassen. Bis zur Häfte der Runde war ich unkonzentriert und habe einfach nur vor mich hingetreten.
Nach 5:27:53 war das Radeln beendet.
Mit knapp über 2 Minuten in der zweiten Wechselzone war ich genau im Soll. Ich fühlte mich nach wie vor gut, obwohl die Temperaturen weiter anstiegen und wohl schon an der 30-Grad-Grenze kratzten.
Der
Plan: Langsam laufen, kontrolliert und gleichmässig. Das ist
mir auf den 4 Laufrunden eigentlich auch ganz gut gelungen;
natürlich wurde ich von Runde zu Runde wesentlich langsamer.
Das lag aber zum Glück - und darüber freue ich mich diebisch
- nicht ander Bandscheibe. Die verhielt sich einigermassen
ruhig. Gehpausen habe ich auf freier Strecke nur einmal kurz
eingelegt, sonst an sehr vielen Verpflegungsstellen, um
entweder/oder/und Flüssigkeit zu trinken oder über den
Körper zu kippen. Mit Christine hatte ich vereinbart, dass
sie mir im Bereich der Verpflegungsstelle am "Eisernen Steg"
pro Runde eine Flasche mit kaltem Mineralwasser mit
Kohlensäure anreicht. Das erfrischt mich, ist eine
Abwechslung zu den meist waren Getränken ohne Kohlensäure
und ich persönlich habe kein Problem damit.Die erste Laufunde schaffte ich trotz der ersten und einizigen Pinkelpause des langen Tages mit einem 5-Minuten-Schnitt;In Runde zwei sank der Schnitt schon auf 5:26min/KM, Runde 3 auf 6:04 und in der vierten Runde sank der Pegel schon auf 6:10 min/KM.Bei KM 40 realisierte ich, dass ich die 11-Stunden-Marke wohl doch knacken könnte, wenn ich jetzt durchlaufen und die letzten beiden Verpflegungsstellen auslassen würde. Unglaublich, wie lang sich dieses vorletzte Stück hinziehen kann. Ich rannte einfach nur vor mich hin, die Gedanken nahezu abgeschaltet. Den Abzweig zum Römer nahm ich war, musste aber noch ca 50 Meter parallel weiterlaufen, bis der rote Teppich und damit die letzen 160 Meter Gänsehaut bekannen. Hände abklatschen, durch ein Spalier von tausenden Zuschauern laufen. Die Anspannung fällt schlagartig ab, keine Schmerzen, keine Anstrengung mehr. La-Ola selbst machen und dann die letzte Zeitmessung auf der Ziellinie. "Grandiose letzte Meter" habe ich nach einem ersten Start in Frankfurt vor 3 Jahren gesagt. Ich kann es nur wiederholen. Nur für Sekunden spürst Du, wofür Du Dich monatelang gequält hast. Der Triumpf hält ewig.
Nach der Ziellinie bekam ich die obligatorische aber umsomehr begeehrte Medaille, das Objekt meiner Begiede. Ich stüzte mich kurz mit den Händen auf den Knien ab, um einmal durchzuschnaufen. Schon spang ein Helfer daher, stützte und wollte mich zum Sani bringen, weil er meinte, ich würde gleich kollabieren. So, wie viele andere. Ich fühlte mich super. Hatte keine Schmerzen, Magen- oder Kreislaufprobleme. Es kostete einige Zeit, um ihn davon zu überzeugen ;-)
10:58:11h bedeuten für mich eine neue persönliche Bestzeit im 5. Rennen auf der Ironman-Distanz. - 05.07.2010 - IRONMAN!
Hier vorab das Ergebnis. Bin bestens zufrieden - mehr kommt später ;-))
BIB AGE STATE/COUNTRY PROFESSION 1170 46 Bad Laer GER D Speditionskaufmann
SWIM BIKE RUN OVERALL RANK DIV.POS. 1:23:13 5:27:53 3:59:40 10:58:11 631 83
Splits:
LEG DISTANCE PACE RANK DIV.POS. TOTAL SWIM 3.8 km (1:23:13) 2:11/100m 1318 176
BIKE SPLIT 1: 12km 12km (22:08) 32.53 km/h BIKE SPLIT 2: 97km 85km (2:29:50) 34.04 km/h BIKE SPLIT 3: 180km 83km (2:35:55) 31.94 km/h TOTAL BIKE: 180km 180km (5:27:53) 32.94 km/h 838 114
RUN SPLIT 1: 10.5km 10.5km (7:51:03) 5:00/km RUN SPLIT 2: 21km 10.5km (8:48:14) 5:26/km RUN SPLIT 3: 31.5km 10.5km (9:52:02) 6:04/km RUN SPLIT 4: 42.2km 10.7km (10:58:11) 6:10/km TOTAL RUN 42.2 km (3:59:40) 5:40/km 631 83 TRANSITION TIME T1: SWIM-TO-BIKE 5:06 T2: BIKE-TO-RUN 2:19 - 03.07.2010
- IRONMAN Germany, nur noch Stunden bis zum Start
Nichts Neues aus Frankfurt.
Heute haben wir versucht, uns möglichst viel im Schatten aufzuhalten - in der Sonne war es zweitweilig unerträglich.
Als ich um 10:30h das Rad zum Römerberg, wo die Shuttlebusse zum Langenener Waldsee abfuhren, geschoben habe, waren es 35°C im Schatten; später wurde es noch heißer.
Der Bike-Check-In war unspektakulär, was sollte auch passieren? Kurze Helm- und Bremskontrolle, danach ein Foto mit dem Rad zur späteren Identifizierung beim Check-Out. Im Anschluß wurde jeder Athlet von einem Helfer/In zu seinem Wechselplatz gebracht. Das Rad wurde vom Helfer wieder mit einer Folie abgedeckt, etwas Luft (um Reifenplatzer wegen der hohen Temperaturen zu vermeiden) aus den Reifen gelassen. Die Kleiderbeutel für die beiden Wechsel mußten bereits abgegeben werden.
Kurz und schmerzlos.
Im See war ich dann nicht mehr. Der Strand war mir einfach zu voll und zu heiß,
Morgen früh um 3 Uhr klingelt der Wecker. Ich hoffe, dass ich trotz der Hitze im Zimmer und den Autokorsos noch eine Mütze voll schlaf bekomme ;-))
Kepp on Running!
- 02.07.2010
- IRONMAN Germany - noch 2 Tage
Es ist unglaublich heiß geworden in Maincity. Mit dem Trinken kommt man kaum nach, besonders ab Mittag lässt die allgemeine Bewegungslust doch nach. Der örtliche Wetterbericht sagt für Samstag Temperaturen von über 40°C voraus. Morgen Abend soll es Gewitter zum Teil mit heftigen Unwettern geben. Am Sonntag sollen es 5 Grad weniger werden - rechnet mal...
Heute Vormittag wollten Christine und ich eigentlich im Langener Waldsee schwimmen gehen - nachdem wir den See gefunden hatten, waren allerdings alle Parkplätze voll, so dass wir unverrichteter Dinge umgekehrt sind.
Zur Wettkampfbesprechung um 15:00 Uhr in der Eissporthalle, die heute mächtig warm war, bin ich alleine mit dem MTB geradelt.
Wie erwartet oder befürchtet, wurde das Verbot von Neoprenanzügen ausgesprochen. Darunter fallen auch alle Neopren- oder Gummibeschichteten Schwimmanzüge, die in den letzten Jahren besonders im Schwimmsport für ständig neue (Welt-)Rekordzeiten gesorgt hatten.
Die offiziell gemessenen Wassertemperaturen lagen heute bei 24,7°C - d.h. 0,3 Grad über dem zulässigen Grenzwert. Bei den derzeitigen Außentemperaturen wird die Wassertemperatur sicher auch noch weiter steigen. Die Entscheidung ist zweifellos richtig, auch wenn sie mich und viele andere schlechtere Schwimmer hart trifft.
Für mich persönlich bedeutet das gut 2 Minuten Zeitverlust auf 500 mtr - bei 3,8 KM also irgendwie um die 16-20 Minuten.
Gehen wir vom ungünstigeren Fall aus, würde ich nach ca. 1:30h aus dem Tümpel kommen.
Der erste Wechsel geht dann wahrscheinlich etwas schneller vonstatten als kalkuliert, sagen wir mal in 6 Minuten. Wenn ich dann auf dem Rad 5:30h unterwegs bin und für den zweiten Wechsel 3 Min. benötige, bin ich bei ca. 7:09h wenn ich auf die Marathonstrecke gehe.
Zum Vergleich: 2007 (mit Neopren und "nur" 180 KM Radstrecke) war ich nach 6:58:11h aus der 2. Wechselzone.
11:22h hatte ich als Zielzeit in Frankfurt 2007, bei meinem ersten und schnellsten IM. Die Zeit bei "Reiner-Döpke-Wetter" zu knacken, ist mir ein inneres Bedürfnis, unter 11:30h wäre OK. Aber das wird hart.
IRON-hart.
- 01.07.2010
- IRONMAN Germany - noch 3 Tage
Seit heute sind wir also in der Hochburg der deutschen und europäischen Langdistzanzen angekommen.
Das Wetter ist nahezu unerträglich heiß mit einer ziemlich hohen Luftfeuchtigkeit. Ich kippe zwar ständig Weizen nach, habe aber immer ein Durstgefühl ;-)
Unser Hotel liegt knappe 1500 Meter (wenn überhaupt) vom Römerberg, dem Zielbereich am Sonntag, entfernt. Leider hat es keine Klimaanlage, die wirklich hilfreich wäre. Nicht, daß ich nicht während der Buchung darauf geachtet hätte, aber diese Hotels hätten unser Budget bei weitem überschritten. Zumindest haben wir eine lauwarme Minibar für Getränke und etwas Frühstück am Sonntag.
Heute Nachmittag haben wir die Startunterlagen abgeholt und sind ein wenig durch die Innenstadt gebummelt - bloß nicht zu viel bewegen. Sonat ist noch relativ wenig los - außer den üblichen Japanern, die alles und jeden fotografieren.
Morgen soll es noch heißer werden. Mal sehen, ob wir uns an den See verziehen. Um 15 Uhr ist Wettkampfbesprechung. Warzen kann man besprechen - aber einen Wettbewerb...???
Die Pastaparty um 19:00h (er)sparen wir uns lieber. Da kostet alleine das Ticket für Christine 24 EUR. Das erscheint es uns nicht wert zu sein. Die investieren wir lieber in die Awardparty am Montag Mittag, - 30.06.2010
- IRONMAN Germany - 4 Tage
Der Büffel ist geputzt. 2 neue Schlappen habe ich ihm auch noch gegönnt, nachdem mir nach den letzten Ausritten massive Beschädigungen an den Mänteln aufgefallen sind. Ich habe jetzt wider meines Aberglaubens gehandelt und die oft empfohlenen Conti "Grandprix 4000 S" aufgezogen. Bis dato war ich "Schwalbe Ultremo" Verfechter - der scheint mir aber eine sehr weiche Oberfläche zu haben, die so viele Beschädigungen zulässt. Conti's habe ich in den letzten Jahren gemieden wie der Teufel das Weihwasser - mit keinen anderen Reifen hatte ich so viele Platten. Na ja. Schaun mer mal.
Das Flugdeck des Raumgleiters
und das Getriebe
Vorne die neue Kurbelgarnitur 52 / 39
Hinten das 10-fach-Ritzelpaket 12-25Heute habe ich (voraussichtlich) meine letztes lockeres Training absolviert - 2,1 KM Schwimmen im Versmolder Schwimmbad.
Gestern waren es auch 2,1KM Schwimmen plus 21 KM Mountainbike und 11,2 KM laufen, am Montag nur 1,6 KM Schwimmen, dafür 42 KM MTB und 1:20h Krafttraining.Diese merkwürdigen Schmerzen vom Wochenende haben sich nicht so wirklich verflüchtigt, aber es sind ja noch 4 Tage hin.
Habe ich es schon gesagt? Ein wenig Vorfreude macht sich breit - trotzdem ich den Startplatz vor gut zwei Wochen noch verschenkt hätte ;-))
Der Plan?Na ja. So richtig jibbet keinen. Neben den bekannten Problemen, die den Ausgang des Laufens ungewiss machen, stellt sich wahrscheinlich noch das Handicap, dass der Tümpel "Langener Waldsee" wohl zu warm für ein Schwimmen mit Neoprenanzug wird. Die Grenze liegt bei 24,4 °C,die offizielle Ironman Homepage meldet heute schon 23,8°C. Bei Temperaturen von deutlich über 30°C in den nächsten Tagen wird es mich und 1999 andere wohl erwischen: Zum zweiten Mal nach 2008 wird dann ohne Auftriebshilfe geschwommen. Mich persönlich als schlechten Schimmer kostet das gute 15-20 Minuten auf dem 3,8 KM Kurs.
Gehen wir also mal von folgenden Zahlen aus:
Swim 3,8 KM: 01:25h (mit Neo kaluliere ich so ca. 1:13h)Wechsel 1 00:07hBike 185 KM 05:30h ( durch eine Baustelle ist die Radstrecke 5 KM länger = mind. 10 Min.)Wechsel 2 00:03hRun 42,2 KM 04:00h (das wäre eine wirkliche Verbesserung!!)
Gesamt wären das: 11:05h - immerhin eine Verbesserung von gut 30-40 Minuten. Wenn im Neo geschwommen werden dürfte, könnte noch eine "10" davor stehen.Wenn, könnte, müßte... Wir werden sehen. Auch hier hilft wieder ein Blick auf die Wettervorhersage am Renntag: bis zu 34 °C in den Mittagsstunden bei leichter Bewölkung. Das wird kein Kindergeburtstag.Mir persönlich ist das immer noch lieber, das das Kälterennen in Roth vor 2 Jahren.
Start ist um 7 Uhr - Dann wäre ich also pünktlich zum Abendessen gegen 18 Uhr zurück ;-)
Die nächsten Wasserstandsmeldungen kommen dann aus Frankfurt. Christine und ich fahren morgen früh runter. Auf dem Weg habe ich noch einen Kundentermin. Dann können wir uns ins Getümmel stürzen und die Atmosphäre auf uns wirken lassen.
Am Römer haben bereits die Aufbauarbeiten der Zuschauertribüne und damit des Zieleinlaufs mit Gänsehautfeeling begonnen: Zur Webcam
Daumendrücken! - 27.06.2010
- Letzter Formcheck - Platz auf dem Stockerl in Steinbeck
So, liebe Leser ;-)Noch eine Woche bis zum "längsten Tag des Jahres". Ab morgen habe ich 1 Woche Urlaub und kann meine Wehwehchen hegen und pflegen, vor allem aber ausschlafen und ein wenig ganz locker und ohne Druck vor mich hin trainieren. Oder auch eben nicht.
Bevor es soweit ist, noch ein kurzer Blick auf die vergangene Woche.Nach meinem Ausfall in Peine hat sich doch etwas Ärger im Bauch angesammelt, so dass ich je zwei schnelle Lauf- und Radeinheiten absolviert habe. Die Folgen: Je einmal neue Jahresbestzeit. Beim Laufen hatte ich am zweiten Trainingstag Schmerzen in der rechten Hüfte, auf dem Rad beim zweiten Mal in der linken. was ist denn nun los?Geschwommen bin ich einmal in der Halle (war bei dem warmen Wetter schön leer); der Muckiebude habe ich auch einen Besuch abgestattet. Bedingt durch ein Abteilungsleitermeeting in Hamburg, hatte ich gestern einen Ruhetag.Heute Mittag stand dann die Kurzdistanz in Steinbeck auf dem Programm. Hierfür hatte ich mich letzten Sonntag kurzfristig entschieden. Der Plan war, das Material zu testen und es insgesamt locker angehen zu lassen.Materialtest? Warum?Nun, zum einen hatte ich Probleme mit der Halftbarkeit Luft in meinen Reifen. Das Rätsel habe ich wohl gestern Abend gelöst: ich habe seit ein paar Wochen eine neue Luftpumpe, dessen Kopf auf das Ventil geschraubt anstatt gesteckt wird. Beim Abschrauben löst sich offenbar manchmal eine der beiden Ventilschrauben. Von der Existenz der Zweiten habe ich erst gestern Abend zufällig erfahren. Heute war alles gut.
Zudem habe ich mir in dieser Woche eine neue Kurbel anbauen lassen. Anstatt der bisher vorhandenen Kompaktkurbel mit einer Übersetzung von 50/34 fahre ich vorne jetzt 53/39. Durch die größeren Zahnkränze bewege ich das Rad mit einer Kurbelumdrehung weiter vorwärts.Man muß sich erst daran gewöhnen, mit welchem Gang man wann fährt, der erste Eindruck bei dem ersten Ausritt war, das alles etwas schwerer zu treten ist - allerdings sprang ein neuer Rundenrekord dabei heraus. Anstrengender wird es definitiv bergauf, während ich bergab weitaus länger Widerstand beim Treten habe und dadurch abwärts schneller unterwegs bin bzw. sein kann, als vorher.
So. Das zum Material, zurück nach Steinbeck.12:00 Uhr Start im Mittellandkanal, dessen Wassertemperatur so um die 20 Grad gelegen haben dürfte, kein Thema also für ein Neoprenverbot. Die Wetterbedingungen: Heiß (+ 30°C), mäßiger Wind.Bei den Temperaturen war ich schon schweißüberströmt, während ich mich in meinen schwarzen Fetischanzug gezwängt habe. Trotz der Hitze diesmal ohne neue Risse in der Neoprenschicht...
Wir immer war ich kurz vor knapp im kühlen Nass. Das Schwimmen über 1,5 KM verlief vollkommen unspektakulär, auf die Mütze gab es nichts, nur einmal hatte ich Bodenkontakt mit den Händen, nachdem ich mich zu weit ans Ufer verirrt hatte. Nach 26:45 Minuten hatte ich an 17. Stelle (aufgemerkt!!) liegend, wieder Boden unter den Füßen.
Ungewöhnlich schnell, auch wenn man die kurzen Wege im Stadion berücksichtigt, wechselte ich innerhalb 2:45min auf's Rad. Hier kam schon nach 1,5 Km der Hammer der Strecke: ein ca. 1,5 KM langer Anstieg mit max 12% Steigung. Das kann beim ersten Mal noch etwas weh tun, wenn man darauf nicht vorbereitet (war ich aber) und warm gefahren ist. Die 14-KM-Runde war dreimal zu fahren. Auf dem einzigen Flachstück von rund 5 KM Länge hatten wir dummerweise Gegenwind, der einige Körner gekostet haben dürfte. Schon auf der ersten Runde hatte ich Schmerzen im Bereich der linken Hüfte; die hatte ich schon auf der letzten Trainingsfahrt. Deswegen ließ ich es insgesamt noch etwas ruhiger angehen, als geplant. Ich habe für meine Verhältnisse ungewöhnlich viel auf dem Rad getrunken - 3 Flaschen. Die Radstrecke beendete ich als insgesamt 30. und lag nach 1:45:40h Wettkampfzeit inkl. der beiden Wechsel auf Platz 22.
Die letzte Disziplin hatte ich mit einer gewissen Spannung erwartet, weil ich in den letzten Wettkämpfen hier immer mit den Beinen, aber auch Magenprobleme hatte. Wie geplant lief ich mit angezogener Handbremse, so 50 Minuten hatte ich mir für die 10 KM Zeit gegeben - ich wollte mich eine Woche vor dem Ironman ja nicht kaputtlaufen und war durch die Erfahrungen in Hannover vorgewarnt.Was soll ich sagen: Es lief super. Leicht und flockig lief ich schon nach wenigen hundert Metern locker vor mich hin. Nach 3 KM bekam ich leichte Seitenstiche (warum??), die waren aber kein Problem. Der Puls schien OK zu sein (trug keinen Gurt). Nach 7 KM löste ich die Handbremse ein wenig mehr, jedoch ohne Gas zu geben und hatte noch die Zeit/Muße/Luft mit einem Teilnehmer der Mitteldistanz ungefähr einen Kilometer zusammen zu laufen und zu schwatzen ;-))
Zielzeit nach 1,5 / 41,07 / 10 KM: 2:30:38h - Platz 18 insgesamt und 2. in der AK M45
Wenn ich mir die Ergebnisliste ansehe, währen vielleicht noch 4-5 Plätze drin gewesen, so bin ich aber gut zufrieden. - 20.06.2010
- "Flat f***ing tyre"...
... frei nach dem bekannten Wutausbruch von Weltmeister Norman Stadler beim Ironman auf Hawaii 2005.
Um 5 Uhr habe ich mich bei kühlem Wetter und wolkenbehangenem Himmel aus dem Bett gequält, um nach 2 Stunden Anfahrt um 8 Uhr in Peine bei der Ausgabe der Startunterlagen sein zu können. Mit den Abläufen und Gegebenheiten musste ich mich nicht groß vertraut machen, die hatten sich seit meinem letzten Start vor zwei Jahren nicht geändert. So blieb genügend Zeit für das eine oder andere Schwätzchen mit Bekannten und Unbekannten und um die zwischenzeitlich vorhandene Sonne zum Wärmen zu nutzen. Die Zeit bis zum Start um 10:55h verflog so schnell, dass wir auf ein Einschwimmen um 18°C kühlen Eixer See verzichteten - ich lege eh keinen Wert darauf. Bei den Temperaturen stellte sich die "Neoprenfrage" gar nicht erst, die Lufttemperatur lag gefühlt knapp unter 15°C, je nach Sonneneinstrahlung und Wind, dessen Stärke zwar zugenommen hatte, aber bei weitem noch unter dem Niveau von gestern lag, als ich mit Holger, Tim und Jörg noch 100 KM geradelt bin.
Nach dem Landstart war sofort ein reibungs- und berührungsloses Schwimmen im trüben See möglich. Die mögliche Schwimmstrecke ist so breit gehalten, dass Prügeleien nicht unbedingt nötig sind, selbst an den Wendebojen hatte ich keinen Körperkontakt. Waren die anderen alle schon vor mir? Schließlich handelt es sich ja um die Deutsche Meisterschaft der Altersklassen auf dieser Distanz. Das sind dann wohl die ganzen Cracks am Start. Nach der Hälfte wurde es einsam um mich herum. Die Gruppe vor mir konnte ich mehr erahnen als sehen. Nachbarn hatte ich keine. Nach hinten guckt man eh nicht. Da ich mit meinen Kontaktlinsen ja seit jeh her auf Kriegsfuß stehe fühlt ich mich bis kurz vor dem Wasserausstieg nach 1500 Metern zeitweilig etwas orientierungslos - trotzdem war ich der Meinung, einigermaßen zügig unterwegs zu sein und einen Zick-Zack-Kurs weitgehend vermieden zu haben.An Land vermittelte mir ein kurzer Blick zurück, dass sich offenbar nicht mehr so viele Schwimmer meiner Startgruppe hinter mir befanden; die Wechselzone sah irgendwie auch ziemlich leer aus.
Na ja. Mal sehen, was die Radrunde so hergibt.
Nach ca 28 Minuten habe ich mich auf mein Rad geschwungen und nach 28,5 Minuten bin ich wieder abgestiegen.Platten am Vorderrad. Das war's dann also!? Die Schnapszahl 666, auf die ich im Vorfeld öfter angesprochen wurde, hat mir kein Glück gebracht.Ich habe immer gesagt, dass ich auf einer Sprint oder Kurzdistanz nie einen Schlauch wechseln oder sonstige Reparaturen vornehmen werde. Die Zeit auf diesen kurzen Strecken ist dann einfach kaputt. Umso mehr bei einer Meisterschaft.So stand ich dann auch wohl erst einmal 1 oder 2 Minuten, bis mir einfiel, dass ich einen Ersatzschlauch dabei habe. Den habe ich dann umständlich eingefädelt. Dummerweise ging mir beim Luftaufpumpen ein nicht unerheblicher Teil meine Druckluftpatrone daneben - ich habe das Teil mal irgendwann ausprobiert und danach nie gebraucht. Die Übung fehlt halt. Dazu der Ärger und die zittrigen Hände... Mit dem erneut halb platten Reifen bin ich dann zurück zum Stadion gerollt und habe auf meine Wechselbeutel gewartet, die sich auf einem LKW zurück vom See befanden.
Nach Hannover-Limmer vor einem Jahr nun also mein zweites D.N.F.*
Im Nachhinein habe ich die Vermutung, dass das Ventil nach dem Aufpumpen heute Morgen nicht ganz geschlossen war und so die Luft langsam entweichen konnte. Einen Defekt im Schlauch habe ich bislang nicht finden können. Der Schlauch hängt prall aufgepumpt im Keller. War wohl irgendwie mein Fehler, dass ich das nicht bemerkt habe.
Das Thema ist also abgehakt. Heute in zwei Wochen ist der IRONMAN in Frankfurt. Der längste Tag des Jahres - davon habe ich ja in diesem Jahr auch zwei... Wieder ist ein Jahr Training vorbei.
Die Trainingsumfänge werden jetzt herunter gefahren. Die Intensitäten in der nächsten Woche hoch gehalten.Nach dem Vorfall von heute habe ich mich für den kommenden Sonntag noch zur Kurzdistanz in Steinbeck angemeldet.
Morgen muss der Büffel in die Werkstatt. Inspektion. Außerdem habe ich seit 1 Woche das Phänomen, das ich zeitweilig nicht auf das große Kettenblatt schalten kann (trotz vorgenommener Nachjustierung).
Positives aus der vergangenen Woche: Ich war zweimal Schwimmen ;-)) Vor allem aber ist meine komische Erkältung, besonders die massiven Schmerzen beim Schlucken weitgehend abgeklungen.* D.N.F. = did not finish
- 12.06.2010
- Neue Fotos und Presseberichte
ich habe zwei neue Fotogallerien erstellt.
von der Kurzdistanz in Gladbeck
und von der Mitteldistanz in Hannover
Auch die örtliche Presse hatte noch ein wenig Platz im Lokalsportteil und hat Notizen gebracht
Top
- 06.06.2010
- Hannover-Wasserstadt-Triathlon
Mein
dritter Start bei der 4. Auflage seit 2007 in der Nähe des
ehemaligen CONTINENTAL-Geländes in Limmer, über dessen Ruinen auch
die Laufstrecke teilweise führt.
Nachdem ich im letzten Jahr nach einem Riss eines Schaltzuges zum Ende der ersten Radrunde ausgestiegen bin, sollte es in diesem Jahr besser laufen.
Die Rahmenbedingungen sahen ganz danach aus: Sonniges Wetter mit Temperaturen um die 30°C, schwacher bis mäßiger Wind - im Gegensatz zu 11 °C und Nieselregen im letzten Jahr.
Zudem, ich habe es schon geschrieben, fühle ich mich beim Lauftraining seit Ostern wieder besser. Deswegen habe ich mit einer Zeit um / kurz unter 5 Stunden spekuliert, auch aufgrund meiner besseren Trainingsform auf dem Rad.
Schon am Sonntag Vormittag um halb 10 stand das Thermometer auf 22,5 °C und ständig wurde es wärmer. Dagegen half kurzzeitig das Bad im ca. 19 °C kühlen Mittellandkanal in der letzten Startgruppe (alte Männer und junge Frauen - zum Schluss). Sekunden, bevor der Startschuss für unsere Gruppe fiel, kamen Jan Raphael und Sandra Wallenhorst als Führende aus dem Wasser - beide sollten ihre Rennen später gewinnen.
Der alte Mann kam schon nach 33:06 Minuten wieder aus den in diesem Jahr trüben Fluten, was angesichts von 30 KM weniger Schwimmtraining in diesem Jahr nicht so übel ist. Als 8. meiner Altersklasse hatte ich die 1,9 KM hinter mich gebracht.
Der Wechsel aufs Rad klappte trotz eines vielleicht 300 mtr. langen Anlaufs vom Schwimmausstieg zur Wechselzone in 4 1/2 Minuten. Drei Runden á 30 KM waren zu fahren. Der Kurs: leicht wellig und Windanfällig, mit einem kurzen Anstieg. Manche Wellen sieht man nicht: Man spürt sie wohl in den Beinen ;-)
Auf den ersten 30 KM hatte ich irgendwie das Gefühl, auf dem falschen Rad zu sitzen. Da liegt wohl daran, dass ich den Büffel in diesem Jahr erst dreimal ausgeritten habe und sonst nur mit dem Mountainbike und später auf dem Rennrad unterwegs war. Daran muss ich noch was tun.
Das ich auf dem Radkurs "nur" 4 Plätze in meiner Altersklasse eingebüßt habe, zeigt, dass sich das Trainingslager auf Mallorca und das Pfingstwochenende auszahlt. Die reine Fahrzeit betrug 2:38:24h, das ist ein Durchschnitt von knapp über 34 KM/h. Damit bin ich soweit zufrieden, war aber auch einigermaßen froh darüber, dass ich vom Rad kam - ich konnte nicht mehr so recht sitzen. Ihr wisst ja: der Rücken und das Gemächt...
Wechsel 2 klappte wunderbar in 1:54 min. Ab jetzt machte sich der fehlende Fahrtwind und die große Hitze, die immer drückender wurde, stärker bemerkbar. Die ersten 5 KM bin ich zwar locker, aber zu schnell angegangen - das Tempo habe ich dann rausgenommen und habe an jeder Verpflegungsstelle kurz gegangen und getrunken.
Ab KM 6 wurde die Hitze doch nahezu unerträglich, dann drehte sich im "Großen Garten" von Herrenhausen die Laufrichtung - gegen den leichten Wind. Schwer wurde es für mich ab KM 10 - die Gehpausen wurden länger (vor allem im Schatten) und sobald der Puls wieder etwas stieg, wurde mir übel. Dazu die bekannten Schmerzen in den Beinen.
Spätestens nach der ersten Laufrunde haderte ich mit mir und ich hatte massive Bedenken, dass die ich Langdistanz in genau 4 Wochen überhaupt überstehen werde.
Die Zweifel habe ich auch jetzt noch, einen Tag später - genauso wie die Schmerzen in den Beinen.
Zum Absagen ist es aber jetzt eh zu spät.
Zurück zum Wettkampf: Den Halbmarathon lief ich in knapp unter zwei Stunden - 1:57:49h - grottenschlecht, wie ich finde, weil es mich so deutlich über die magische 5-Stunden-Grenze katapultiert hat. 25. In meiner Alterklasse hört sich besser an.
Das Gesamtergebnis: Platz 134 in 5:15:54h / Platz 18 M45
Geht doch.Es sind also maximal zwei Stellschrauben, an denen ich noch ein wenig, es sind ja nur noch knapp 4 Wochen, drehen kann: Ich kann noch einen, vielleicht zwei längere Läufe um die 27-30 KM machen, wobei im Grunde die Ausdauer und die Schnelligkeit im reinen Lauftraining schon wieder recht gut ist. Die Probleme mit den Beinen rühren ja nicht vom mangelnden Training her.
Vor allem muss ich mein Ernährungkonzept auf neue Beine stellen. Alles order nichts, schlimmer kann es kaum werden.
In 2 Wochen starte ich noch bei der Deutschen Alterklassenmeisterschaft über die Kurzdistanz in Peine. Nicht, dass ich da einen Blumenpott gewinnen könnte - aber es ist eine schöne Veranstaltung, bei der ich schon 2008 war.
- 30.05.2010 -
Es fängt an zu laufen
langsam zwar, aber ich habe Hoffnung.Seit Ostern geht es beim Laufen wieder bergauf. Die Schmerzen kommen allmählich wieder in den Bereich, in dem ich sie eine zeitlang gut ignorieren kann. Somit haben sowohl die Intensität als auch die Länge der Läufe in den letzten 2-3 Wochen zugenommen.
In dieser Woche war ich nach dem Trainingswochenende nur zweimal laufen, wollte mir eigentlich eine Ruhewoche gönnen. Na ja. Zwei komplette Ruhetage und einem in dem ich "nur" im Fittnessstudio mit den Gewichten gekämpft habe, sind es auch geworden.Am Donnerstag habe ich auf meiner 15,1 KM-Hausrunde einen recht guten Run gehabt: 1:06:05h. Das ist ein Schnitt von 4:22 Minuten pro KM - schon fast mein Marathontempo (aber eben nur über 15 KM). Die Beine/Bandscheibe meckern zwar, aber es geht.
Heute stand eigentlich die Sprintdistanz in Paderborn auf dem Programm, was sich in den letzten Tagen als Schwachsinn herausstellte. Dazu muss man wissen, dass viele Triathlonveranstaltungen schon recht früh ausgebucht sind und man sich entsprechend früh Gedanken über die kommende Saisonplanung machen und buchen muss. Im Prinzip geht schon in den nächsten 3-4 Wochen die Ironman-Planung für 2011 über die Bühne, die der kleineren Veranstaltungen fällt bei mir in den Zeitraum Mitte Dezember bis Anfang Januar. Im letzten Jahr war ja komplett offen, ob ich überhaupt wieder einigermaßen würde laufen können. Dennoch hatte ich die Hoffnung, dass ich recht schnell wieder auf Ballhöhe kommen würde, und habe den kompletten Sommer durch geplant. Und gebucht. Ich hatte nicht damit gerechnet, erst so spät wieder auf die Füße zu kommen. Aber so what? Den Tria in Paderborn habe ich gedanklich im Laufe der letzten Woche sausen lassen. Alternativ standen heute ein Radmarathon (200 KM) oder eine lange Laufeinheit zur Auswahl. Was ist sinnvoll und was machbar? Zumal die Wettervorhersage auch nicht soooo berauschend war.
Rückblick: Die 4 Tage im Sauerland waren recht belastend, auch die Radausfahrt am Montag steckte Dienstag und Mittwoch noch in den Knochen und machte sich durch eine ausgeprägte Lustlosigkeit und Müdigkeit bemerkbar. Beides Ruhetage. Am Donnerstag dann der o.g. Tempolauf, über den ich mich wirklich gefreut habe, zumal ich nicht alles gegeben habe.
Der Freitag kam und ging. Ich raffte mich zu einem Besuch des Fitnessstudios auf und war entsetzt über meinen schlechten Trainingszustand nach fast 3 Monaten Abstinenz. Knapp erfolgreich habe ich die Gewichte durchgezogen, die ich im Februar hatte. Ppfffhhhhh...
Samstag: Der Blick auf den Kalender: Nur noch 5 Wochen bis zum Ironman in Frankfurt! Oh Gott. wann war ich das letzte mal Schwimmen? Wann so richtig lang? Also war ich um 10 Uhr m Versmolder Freibad (öffnet nicht früher). Der Schwimmmeister bescheinigte 19°C Wassertemperatur - kalt genug für ein Schwimmen in Neoprenanzug! 4 KM habe ich es ausgehalten, 1:11h - wobei ich nach 3 KM dachte, mir fallen die Arme ab. Nicht vor Kälte. Das Becken hatte ich weitgehend für mich alleine, nur zweimal hatte ich kurz Gesellschaft. Da mag ich so.
Am Nachmittag entschied ich dann (spätestens nach dem Schwimmen war wegen der schmerzenden Arme klar, dass ich definitiv nicht in Paderborn starten würde) für eine Ausfahrt dem roten Büffel. Der ist in diesem Jahr auch irgendwie zu kurz gekommen. Am nächsten Sonntag wird es in Hannover ernst; irgendwie rennt mir die Zeit weg. Es wurde dann eine 76,4 KM Tempoausfahrt, die nach 2:14h mit einem Schnitt von 34 KM/h und schmerzenden Oberschenkeln endete. Wow. Trotzdem ich über Holperdorp gefahren bin und zeitweilig spürbaren Gegenwind hatte. Die Auswirkungen der/des Trainingslagers. Der Büffel wird zum Raumgleiter.
Dementsprechend blieb mir für heute nur noch Plan C - der lange Lauf übrig. Wie lang ist lang? Man kann es ja in KM oder Stunden ausdrücken. Auch hier hilft wieder der Blick auf den Kalender: 5 Wochen noch.... und die längste Einheit in diesem Jahr war gerade mal 21 KM lang/kurz. Oh oh...
Also los und sehen was geht. 24 KM und 2 Stunden wären OK, würden mich aber nicht befriedigen. Nach 9,5 KM kann ich auf die 30 KM-Runde abbiegen, ich laufe geradeaus, fühle mich aber nicht so toll. Die Beine tun schon weh, der Puls auf den ersten 6 KM zu hoch und Durst habe ich auch schon. Schwitze wie Tier. 12 KM - 55 Minuten. Das klingt gut, hier biege ich ab auf die 31,8 KM-Runde. Ob ich das schaffe? Der Schweinehund kläfft, macht wenig Hoffnung. Kurz vor dem Feldmarksee treffe ich einen bekannten Triathleten, wir klagen uns gegenseitig unser Leid mit den Bandscheiben, stellen fest, dass wir beide in Regensburg starten und dann geht's weiter. Die Hälfte ist ja schon geschafft. Auf den letzten 10 KM wird es jedes Mal schwer. Ich nehme nie etwas zu Trinken oder zu Essen mit. Geld auch nicht. Da geht dann beizeiten der Sprit aus und der Puls hoch. Die Motivation sinkt, die Geschwindigkeit auch, der Schweinehund drängt zum stehenbleiben. Vor Jahren bin ich tatsächlich stehen geblieben. Nicht nur als Pause oder zum pinkeln (kommt ja beides mal vor). Sondern so richtig, 4,5 KM vor zuhause. Christine musste mich abholen. Seit dem nehme ich kein Telefon mehr mit. Heute hatte er kein Glück. Nach knapp 2:26h war ich zurück an der Burg. Total platt und mit schmerzendem Rücken - das wird nach einer unruhigen Nacht morgen aber wieder im Lot sein - sagt die Läufererfahrung.
Fazit der Woche:
- Swim - wieder angefangen, Defizit- Bike - alles im Lot
- Run . der Daumen zeigt leicht nach oben. Einen Marathon durchlaufen kann ich indes nicht - die Verfassung ist aber besser, als vor 12 Monaten, als ich noch auf dem Weg zur Talsohle war.
Die Mitteldistanz am Sonntag wird einen Aufschluss über meinen derzeitigen Trainingstand geben.
Keep on Running - 23.05.2010
- Trainingslager Sauerland
Seit Freitagnachmittag habe ich mich in Schwalefeld, einem kleinen Dorf in der Gemeinde Willingen eingenistet, um hier eine Rad- und vor allem Höhenmeter zu sammeln.
Das Wetter ist einfach super. Sonnenschein, ein paar Wolken und mit 21-23 Grad nicht zu warm - der (Fahrt-)Wind ist immer schön kühl.
Was ich nicht auf dem Zettel hatte ist, das Willingen wohl irgendwie der Ballermann Deutschlands ist. Nicht, dass ich nicht gewusst habe, dass ich mich im Mekka der Junggesellenverabschiedungen und Ziel von Kegelclubfahrten befinde - ich habe mir keinen Kopf darum gemacht.
Also bin ich froh, auf dem Dorf zu einem günstigen Preis in einem Landgasthof untergebracht zu sein und von dem Lärm der Besoffenen - die schon morgens früh mit der Bierkanne durch die Gegend rennen, weitgehend verschont zu bleiben.
Angereist bin ich übrigens mit unserem "Wägelchen" - dem legendären Ironman-PKW-Anhänger, in dem ich mir Radträger montiert habe. Und das nur, weil Christine mich gefragt hatte, ob ich das Triathlonrad auch mitnehme. Warum eigentlich nicht - ich habe in diesem Jahr erst zweimal darauf gesessen. Also alles ab in den Anhänger und das ganze andere Geraffel (wie ein Umzug) ins Auto.
Am Freitag bin ich dann nur eine kurze 50-KM-Runde mit dem Rennrad gefahren und anschließend einen kleinen Koppellauf über 8,6 KM gelaufen. Die Beine waren sehr schwer, so hat das gereicht.
Am Abend habe ich mich mit Jens auf ein, na ja zwei Bier getroffen. Jens ist nur mit dem Tria-Rad angereist - ein Fehler, wie sich erwiesen hat ;-))
Am Samstag sind wir gemeinsam von Willingen aus gestartet und wollten mit Hilfe des Garmin die herunter geladene Route der 3-Seen-Runde (Diemelsee-Twistesee-Edersee) fahren. Die Technik hat uns bitter im Stich gelassen, so sind vor nach guten Dünken gefahren, was in dieser schönen Landschaft auch nicht schlecht war. Nach etwa 60 KM haben wir uns getrennt, Jens zurück nach Willingen und ich wollte unbedingt noch zum Edersee, nachdem wir den Diemelsee gesehen hatten.
Auf dem Weg dahin vertraute ich wieder dem Garmin und nach insgesamt 85 KM, die zum Teil über herrliche Wege führten, war ich in Waldeck. Hier gönnte ich mir ein Erdinger Alkoholfrei und eine Portion Spaghetti, was sich als eine gute Wahl (Energie) herausstellen sollte.
Nach der Mittagspause fuhr ich noch bis zur Staumauer und eine kurze Schleife über Hemfurt. Erneut an der Staumauer angekommen, entschied ich mich nun auch noch bis zum Twistesee zu fahren, ohne zu wissen, wie lang die gesamte Strecke wird. Jens hatte mir vorher den Floh ins Ohr gesetzt "du fährst heute 180 KM".Na ja. Nachdem die bisher gefahrenen 90 KM tendenziell eher bergab gingen und von etwas Rückenwind begleitet waren, drehte sich der Spieß jetzt um. Die Anstiege wurden im Verlauf des Nachmittags steiler. 9-10 % keine Seltenheit. Dennoch kein Problem, das Südende des Twistesees zu erreichen. Eine kurze Schleife noch über Bad Arolsen und dann Richtung Willingen. I can tell you: Die letzten 20 KM waren kein Spaß mehr.
186 KM sind es geworden mit etwas über 2400 Höhenmeter. 7 Stunden war ich unterwegs.Aber Spaß hat es gemacht.
Heute früh im Bett war ich schon der Auffassung, überhaupt nicht aufs Rad zu können. Dummerweise hatte ich Jens gestern noch eine SMS geschickt, dass wir uns um 10:30h in Willingen treffen sollten...
Haben wir dann auch.
Nach 10 KM liefen die Beine wieder rund und wir fuhren eine sehr schöne, lockere Runde nach Winterberg und um den Kahlen Asten herum, ehe wir nach 95 KM wieder zurück waren. 1400 HM waren das, die zu einem großen Teil aus wirklich heftigen Anstiegen mit einmal 15% bestanden. Hier musste ich dann auch kurz das dritte Kettenblatt in Betrieb nehmen - mit der Übersetzung der Kompaktkurbel auf dem Triathlonrad hätte es mich wohl zerrissen.
Nach der Ausfahrt habe ich noch einen kurzen Koppellauf über 8,6 KM gemacht, was recht zügig in 39 Minuten über die Bühne ging.
Schmerzen habe ich keine nennenswerten, zumindest nicht auf dem Rad, beim Laufen sind die Beine etwas schwer, die Bandscheibe meckert "nur" bei Anstiegen.
Ab morgen früh soll das Wetter umschlagen und regnen. Wenn dem so ist, laufe ich nur ein wenig und fahre dann nach Hause. Wenn sich das Wetter hält, fahre ich noch eine Radeinheit.
Bin sehr gespannt auf das Resultat der Mitteldistanz am ersten Juni-Wochenende in Hannover. Gelohnt hat sich dieses Wochenende auf jeden Fall. Es hat auch erste Aufschlüsse im Hinblick auf die Transalp gegeben und neue Fragen in Bezug auf Gepäck(Transport) und Unterwegsverpflegung aufgeworfen.
- 17.05.2010 - Gladbeck: Das Endergebnis
Hier nun das offizielle Endergebnis von gestern:163 Starter (Männer), davon 158 im ZielMeine Endzeit: 02:06:51 - Gesamtplatz 44, AK 45 Pl. 8Swim 0:20:05 PL. 92Bike 1:08:59 (inkl. 2xT) PL. 48, Pl.n.Rad 59
Run 0:37:46 PL. 28 - 16.05.2010
- Saisonstart in Gladbeck
Start in die neue Saison
Endlich ist es geschafft. Nachdem ich die drei geplanten Halbmarathons und das Radrennen habe sausen lassen müssen, ging es heute zur Sache.Schon um 8:55h waren die alten Herren in der 2. Startgruppe dran. 1000 Meter Swim, 38 KM Bike und 10 KM Run standen auf dem Zettel.
Gewohnt früh um 7 Uhr, um jeder Hektik aus dem Weg zu gehen standen wir an der Startnummernausgabe im Gladbecker Freibad. 8 Grad kühl war die Luft, aber die Sonne zeigte sich sich schon. Blitzschnell war das Rad eingecheckt und der Wechselraum vorbereitet.Die sonst übliche Anspannung vor dem ersten Saisonstart fiel dieses Jahr bei mir aus und so konnte ich mir in aller Seelenruhe den Start der ersten Gruppe ansehen. 10-11 Starter auf einer Bahn - mir schwante schon Böses, obwohl ich das gestern schon im Internet gelesen hatte. Ich bin ja bekanntermaßen nicht nur wasserscheu, Warmduscher und meide Menschenansammlungen - ich bin auch eine Bleiente. Meine eigene Erwartung über die 1000 Meter hatte ich in den letzten Tagen schon von 19 auf "ca 20" Minuten zurückgeschraubt.
Kurz vor knapp habe ich mich dann auch ins Becken bewegt. Zum Glück konnte ich die Mädchen am Beckenrand davon überzeugen, dass ich keine von diesen verwarzten Badekappen tragen wollte. Kaum im 24-26°C warmen (kalten!!) Wasser angekommen, stimmen wir noch kurz die anvisierten Zeiten ab, um einigermaßen koordiniert starten zu können. Mit 20 Minuten lag ich in guter Gesellschaft und bot an, als letzter zu starten. 3-4 wollten zwischen 16 und 19 Minuten schwimmen, der Rest in meiner Liga.Die ersten 100 Meter waren irgendwie nicht so schön - vor mir wurde zu langsam geschwommen, so musste ich nach vorne und war irgendwie fünfter - bis jemand meinte, er wäre etwas schneller. Ich ließ ihn vorbei. Dummerweise verschleppte er das Tempo und ich schlug ihm ständig auf die Füße. Das ging mir (wie wohl auch ihm) auf den Geist, so dass ich nach weiteren 3 Bahnen wieder vorzog. Er hatte sich wohl etwas verzockt. Nach 500 Metern komme ich für gewöhnlich in meinen Rhythmus und kann dann "stundenlang" in den Tempo weiter schwimmen, was ich auch tat. Nach 900 Metern (erst) wurde ich von den schnellsten auf meiner Bahn eingeholt - die Schnellsten aus der Startgruppe waren da schon lange aus dem Wasser.
Nachdem ich mich mühevoll aus dem Becken gehievt hatte, der Rand des alten Becken liegt wirklich saumäßig hoch und ist für alte Männer mit Bandscheibenproblemen nur bedingt zum Ausstieg geeignet, zeigte die Uhr 19:46 Minuten an - was will man mehr?
Relativ rasch war der steinige Weg ins alt ehrwürdige Stadion nebenan bewältigt - ich vergaß meine Uhr zu drücken. Wie lange der Wechsel dauerte, weiß ich daher nicht, aber ich denke, das war OK, nicht übertrieben hektisch.
Auf dem Rad hatte ich wohl meine große Stunde. Die Oberschenkel brannten, aber ich hatte keine Lust, nachzugeben, auch auf die Gefahr hin, dass ich nicht mehr laufen konnte. Nur dreimal wurde ich überholt, konnte aber wesentlich mehr einsammeln. Abgesehen von einem Abschnitt mit sehr schlechten Asphalt und 2-3 winkligen Kurven, wobei in einer so ein Verkehrsberuhigungs-Dingens (Welle) eingebaut und somit nicht ganz ungefährlich ist, war die Strecke schnell, sehr schnell für meine bescheidenen Verhältnisse zu fahren. 7 Runden insgesamt waren es. Die Temperatur lag so bei 11 Grad - gefühlt deutlich kühler. Viele Teilnehmer hatten sich noch recht warm anzogen (lang/lang). Das war unter dem Strich etwas übertrieben.
Der Weltmeister von 2007 - Daniel Unger...
Nach 1:05h waren die 38 KM (inkl. 2x schieben in der Wechselzone) schon beendet. Das ist ein Schnitt von über 35 KM/h. Ich denke, spätestens heute hat sich gezeigt, dass das mir das Trainingslager auf Mallorca etwas gebracht hat.
Problemlos
ging auch der zweite Wechsel über die Bühne, die folgenden 4
Runden auf geschotterten Wegen und im Stadion ließen sich gut
laufen, die Bandscheibenprobleme machten sich nur in einen
geringen Masse bemerkbar - Obwohl ich in dieser Woche neben
einem "normalen" 15-KM-Lauf, einen schnellen 15-KM-Lauf mit
neuer Jahresbestzeit und gestern noch einmal zügige 11 KM
gerannt war.
Der inoffizielle Laufsplit: 37:48 Minuten - dass lässt darauf schließen, dass die Laufstrecke kürzer als 10 KM war - aber so what: Ich bin wieder in der Welt der Läufer angekommen.
Da wie gesagt, die offiziellen Ergebnisse noch ausstehen: Eine hohe 02:06h habe ich handgestoppt - gerechnet hatte ich mit 2:15h
- 09.05.2010 -
Regen(erations)-Woche
Nach der vielleicht einmalig schönen Woche auf Mallorca bin ich nach knapp einer Woche wieder richtig zuhause angekommen. Vor allem in Schietwetter.Die ersten Tage waren echt schwer, die Gedanken noch auf dem Rad irgendwo im Tramuntana Gebirge.
Bis ungefähr Mittwoch hatte ich zudem einen unglaublichen Hunger. Selbst vor einer ganzen Packung MILKA-Herzen-Schokolade nach dem Abendessen habe ich nicht zurück geschreckt. Jetzt hat sich das ganze wieder eingependelt.
Trainingsmässig habe ich mir zwei komplette Ruhetage am Dienstag und Freitag gegönnt und mich wieder beim Fitnessstudio zurückgemeldet. Da kann ich ab Montag wieder loslegen. Dreimal Laufen schlagen mit 54 KM zubuche, Eine Stunde auf der Rolle. Schwimmen war ich leider nicht, obwohl ich es versucht habe (schwöre!).
Samstag stand ich um 8:15 vor dem Versmolder Bad. Dummerweise öffnen die während der Sommerzeiten erst ab 10 Uhr. Da stand ich dann wieder - allerdings war es schon vor dem Bad so voll, dass keine Hoffnung auf die vernünftige Benutzung der Bahn aussichtslos erschien.
Heute bin ich dann bei etwas wärmeren Temperaturen 4 1/2 Stunden auf den Spuren des "Belmer-Radmarathons", der gestern stattfand geradelt. Die Tour hatte ich mir aus dem Internet auf den Garmin geladen, der somit zu seinem ersten Test für die Transalp kam. Funktioniert einwandfrei, auch mit der Navigation nach Zieleingabe.Für die kommende Woche muss ich mir noch einen Plan zurecht stricken.
Am Sonntag steht nun definitiv der Start der Triathlonsaison für mich an. Nachdem ich alle Wettkampfstarts in diesem Jahr bisher abgesagt habe. Ich fühle mich einfach noch nicht so richtig in Form dafür. Auch ein Grund, warum ich heute weder beim vereinsinternen Sichtungswettkampf noch bei der Sprintdistanz in Hameln an den Start gegangen bin. Für den letzteren (ich war die letzten beiden Jahre dort) war es mir aber auch wirklich zu kalt.
Hoffen wir mal, dass es bis zum Sonntag wärmer und vor allem sonniger wird.
- 03.05.2010
- Den Mount Everest befahren
Was soll ich schreiben?Eine unbeschreiblich schöne Woche hat heute früh um 1 Uhr ihr Ende gefunden.
Zunächst für die Statistiker unter den zwei bis drei Lesern dieses Blogs:
8 Tage Trainingslager sind:- 36:47:49h Training, verteilt auf
- 01:53:57h Schwimmen
- 29:11:15h Rad fahren ( 8Mal / 806 KM / 8.819 HM)
- 05:12:37h Laufen ( 7Mal / 63,5 KM / 209 HM)
- 30 Minuten Stabi mit Heidi Jessberger kommen auch noch dazu
- knappe 19.000 Kcal habe ich dafür verballert.
Mit 8819 Höhenmetern auf dem Rad fehlen mir noch 30 HM bis zum Gipfel des Mount Everest. Nehmen wir also mal an,, dass ich die beim Laufen wett gemacht habe ;-))Also, noch mal zurück zum Anfang:
Über die Erlebnisse am Sonntag und Montag hatte ich ja schon kurz berichtet. Holger und ich blieben während der gesamten Woche beim Radfahren mit der "schnellen" Gruppe zusammen. Die Gruppe bestand aus 11-15 Teilnehmern. Ein überschaubares Feld also, dass sich von Tag zu Tag besser zusammenfand. Jeder hat sich mit toll mit eingebracht und während der Flachpassagen Führungsarbeit übernommen.
Im Gegensatz zu den anderen Radgruppen haben wir mit Ausnahme der letzten gemeinsamen Ausfahrt auf Kaffeestops komplett verzichtet - dafür kennen wir jetzt einen Großteil der Tankstellen auf der Insel. Hier haben wir regelmäßig angehalten, um Wasser, Cola und sonstige Energieträger nachzuladen.
Dank unseres "Guide" Arne Dyck von triathlon-szene.de haben wir traumhaft schöne Wege und Straßen abgefahren, die der Pauschalurlauber auf Mallorca wohl nur selten zu sehen bekommt. Dazu noch die zu dieser Jahreszeit grüne Umgebung und frühlingshafte Düfte.
Nachdem am Montag die erste Bergetappe nach Lluc auf dem Programm stand, war die 122 KM-Ausfahrt am Dienstag nach dem Nüchternlauf am Morgen dann doch eher flach, aber nicht weniger schön. Diesen Tag brauchten wir noch, um uns besser zusammen zu finden.
Mittwoch: Ruhetag. Na ja. auf dem Plan jedenfalls. Zusammen mit einem Kollegen bin ich dann in aller Seelenruhe die schöne Runde zum Cap Formentor gefahren. In meinen eigenen Spuren sozusagen. Dieses war genau die Strecke, die ich gefahren bin, als ich zum allerersten Mal auf einen Rennrad gesessen habe! Damals mit einem Höchstpuls von 173 (94,5% v. Maximalpuls), heute mit 152 (83%) und mit nur wenig gefühlter Anstrengung ;-)

Am Abend sind wir mit einer 15köpfigen Gruppe in eine Tappas-Bar nach Palma gefahren, der feucht-fröhlich viel zu früh endete. Mann, war der Rotwein lecker.
Der Wein war es dann wohl auch, der mich am nächsten Morgen, ohne jegliche Kopfschmerzen die die beiden Bergetappen nach Randa und San Salvador hochtrieb. Die Bergwertung auf dem Randa konnte ich als 4. beenden, der Sieg auf dem San Salvador ging an mich. Unmittelbar nach unserer Rückkehr ins Hotel liefen wir noch ganz locker eine 5,6 KM Runde.
Am Freitag ging es ganz gut zur Sache. Unsere Königsetappe über den "Orient", "Sollér" und dann den 16 KM langen "Puig Major". Nachdem ich die ersten zwei als 4. hoch kam, war ich auf dem 3. Berg dritter der inoffiziellen Wertung. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ohne wirkliches Bergtraining da so gut hoch komme. Bergziege wohl.
Dafür hapert es beim Ortsschildsprint - da brauche ich im Prinzip erst gar nicht antreten.
Samstag, 1. Mai.
Zunächst ein Nüchternlauf über knapp 9 KM vor dem Frühstück. Anschließend 1 Stunde Schwimmtraining und um 14:00 Uhr unsere Abschlussfahrt - die erste mit einem Kaffee-(ohne Kuchen)-Stop auf dem Marktplatz von Petra.
Der Hammer kam danach: Auf dem Plan stand ein lockerer Koppellauf. Das müssen Hilmar, Holger und ich irgendwie falsch gedeutet haben. Wie dem auch sei. Wir hatte wohl so gute Beine, dass der Lauf schlussendlich zu einem Ausscheidungsrennen über 8,3 KM wurde. Dass ich am Ende vorne lag freut mich. Mehr aber freut es mich, dass ich endlich mal wieder so schnell rennen konnte. Das macht Mut.
Sonntag - Abreisetag.
Holger und ich hatten beschlossen, vor dem Frühstück noch eine Stunde zu laufen. Auch dieses Läufchen wurde irgendwie immer zügiger, die letzten 2 KM waren schon wieder kurz vor dem Anschlag. Da schmeckt das Frühstück umso besser.
Die Zeit wurde knapp. wir mussten noch packen und auschecken - obwohl wir erst am Abend die Rückflüge gebucht hatten. So fehlten uns nachher rund 5 Minuten zur Abfahrt der letzten verbliebenen Radgruppen.
Wir beschlossen, eine ruhige Fahrt zur Eremita Betlem zu machen, die ich von meinen vorherigen Aufenthalten auf Mallorca kannte. Irgendwie war der Druck in den Beinen nicht da und der Bewegungsapparat wollte auch nicht so richtig. Also blieb uns kaum etwas anderes übrig, als uns in Artá auf dem Marktplatz einen Kaffee in der Sonne zu gönnen, bevor wir die traumhaft schöne Strecke nach Betlem in Angriff nahmen.
Auf dem Rückweg flogen wir nur so über den Asphalt. Alles musste raus...
... und alles haben wir richtig gemacht. Nachdem wir unsere Räder geputzt und abgegeben hatten, zogen bereits dicke Wolken von Süden auf. Den ersten Regen bekamen wir ab, als wir frisch geduscht nach Can Picafort zur Standpromenade gingen, um dort unser erstes Mittagessen der Woche, eine Pizza, einzunehmen.Holgers Rückflug wurde, obwohl wir gleich gebucht hatten, um eine Stunde vor verlegt. Ich entschied mich zusammen mit ihm und einigen anderen Campbewohnern, mit denen wir uns in dieser Woche sehr gut verstanden hatten, den früheren Bus um 16:45h zu nehmen. So waren wir wir halt ein wenig länger zusammen. Da ich den letzten Flugtermin hatte, konnte ich die anderen jeweils zum Flugsteig begleiten und verabschieden.
Um so größer war die Überraschung, dass Holger in dem Flugzeug saß, mit dem auch ich flog. AirBerlin hatte kurzerhand einen der beiden Flüge nach Münster storniert, so dass gut die Hälfte der Passagiere über eine Stunde länger in der üblen Luft des Flugzeugs auf dem Rollfeld ausharren musste. Da die Sitzplatzbuchungen dadurch ihre Gültigkeit verloren, flog Holger wieder in meinem Windschatten - so wie schon fast den ganzen Tag. Wie kann man nur so unselbständig sein, Meister? ;-))Um 1 Uhr heute früh setzen mit Graciana und Holger zuhause ab. Ich bin heilfroh, dass ich heute noch einen Tag frei hatte - ich wäre wohl nur sehr schwer aus dem Bett gekommen.
Als Fazit dieser Woche kann ich sagen, dass ich mich darüber freue, mit dieser Truppe unterwegs gewesen zu sein, dass wir ohne Stürze und Verletzungen die 18 Trainingseinheiten (bei mir) bewältigt haben, und dass wir ein so dermaßen großes Glück mit dem Wetter hatten, dass nach unserer Abreise komplett umgeschlagen ist.
Die Freude über einen 15 KM-Lauf bei so eben 10°C heute Nachmittag hält sich in Grenzen. Andererseits freue ich mich auf die bald startende Triathlonsaison - besonders auf die Mitteldistanz in Hannover am 6. Mai.
Wahrscheinlich fällt mir später noch mehr zu dem Thema ein - ich lasse Euch das Wissen.
- 29.04.2010 -
die ersten beiden Tage
Gestern um 02:30h ging's los. Holger hat mich zuhause abgeholt und mit zum Flughafen genommen. Hier musste ich dann erstmal 50 EUR für 5 KG Übergewicht des Koffers bezahlen :-(
Der Anflug auf Palma gestaltete sich etwas merkwürdig. Nachdem wir die Insel von oben im aufgehenden Sonnenschein betrachten konnten, lag der Flughafen (und nur der) unter einer sehr dichten Nebeldecke. Bereits im Sinkflug zog der Pilot das Flugzeug wieder hoch, um nach einer Runde einen neuen Landeanflug zu unternehmen.
Um halb zehn waren wir dann bei strahlendem Sonnenschein im Hotel Bluebay Resort in Can Picafort ein. Die Zimmer waren bereits bezugsbereit und eine halbe Stunde später hatten wir auch unsere Rennräder abgeholt und montiert.
14:00 Uhr: eine erste lockere Radeinheit über 2 Stunden lag an. Locker, war es zwischenzeitlich nicht ganz - dafür hat es aber unheimlich viel Spaß gemacht, bei dem Wetter und mit Gleichgesinnten Sport zu machen.
Ein wirklich sehr lockerer Lauf über 40 Minuten schloss sich dem an. Bis dahin wusste ich nicht, dass ich so langsam laufen kann.
Heute früh um 10 Uhr sind wir in 6 Gruppen zu einer einer bergigen 3:30h Ausfahrt aufgebrochen. Wir hatten uns für die "schnellste" Gruppe entschieden - was auch gut so war. 105 KM wurde die Runde über Kloster Lluc lang.
Vor dem Abendessen gab es eine Stunde Techniktraining mit Ute Mückel im herrlich warmen Pool.
Die Temperaturen liegen bei ca 25°C, strahlend blauer Himmel, das azurblaue Meer soll auch so um die 20 Grad haben. An den Füßen schien das auch so zu sein.
Top
- 24.04.2010 - in 10 Stunden geht's los
.. landen wir in Palma . Ich freue mich schon!
Der Traingsplan sieht recht gut aus: 33:45h teilen sich so auf:
Sonntag: Anreisetag
14:00h für die, die schon da sind (ich!!): 2 h lockeres Rad fahren
17:00h 0:45h laufen
20:00h Begrüßung
Montag; 07:30h 1h Schwimmtraining mit Ute Mückel
10:00h 3:30h Rad GA1, bergig
18:00h 0:30h Stabi mit Heidi Jesberger
Dienstag: 08:00h Nüchternlauf GA 1, 0:45h
11:00h Rad GA1, 04:30h
17:00h Schwimmtraining mit Ute Mückel, 1h
20:00h Vortrag von Arne Dyck
Mittwoch Ruhetag
16:30h Schwimmtraining mit Ute Mückel, 1h
Optionaler Abendausflug nach Palma
Donnerstag: 07:30h Schwimmtraining mit Ute Mücke, optional
10:00h Rad GA 1 mit 2-3x ca 15' KA1 - 4h
anschl. Koppellauf 30 Min
20:00h Vortrag Ute Mückel
Freitag: 07:30h Schwimmtraining mit Ute Mückel, 1h
09:30h Rad - Königsetappe 6h
18:00h Stabi mit Heidi Jesberger
Samstag: 08:00h Nüchternlauf 0:45h
10:00h Rad GA1 3h
17:00h Schwimmtraining mit Ute Mückel
20:00h Vortrag u. Verabschiedung, Jürgen Sessner
Sonntag: 07:30h Schwimmtraining mit Ute Mückel
10:00h Rad, lockeres ausrollen, 2h
24:00h Ankunft Münster Flughafen - 18.04.2010 - 3 Tage noch
Der Rückzug hat begonnen. Chef sagt, dass ich in Versmold dringender benötigt werde, als hier in England. Zusätzlich zu der ohnehin ausreichend vorhandenen Arbeit wartet noch ein neues Projekt auf mich.
Am kommenden Mittwoch fahre ich zurück. Damit werden aus den max. 6 Monaten "nur" knapp 2. Im Gegensatz zu der Aktion vor 3 Jahren kann ich aber sagen, dass ich mich diesmal wirklich wohl gefühlt habe, mal abgesehen von der Entfernung zu meiner Familie. Das Umfeld stimmt, der Kollege auch, in der Freizeit konnte ich ausreichend trainieren und auch die gesunde Ernährung ließ entgegen der allgemeinen Meinung, keine Wünsche offen. 2 Monate ohne jegliche Junk-Food, fast komplett ohne "rotes" Fleisch - und das auch nur, an den 4 Wochenenden, an denen ich zuhause war. Viel Vegetarisches Essen, Müsli, etwas Gemüse und nicht zu vergessen: mein geliebter Käse und das Bier ;-)
Im Training habe ich mich ganz gut gehalten.- Über 560 KM auf dem Mountainbike seit dem 1. März (plus 210 KM Rennrad zuhause)- 337 KM Lauf-Kilometer- 3 h Gymnastik und Dehnübungen für die die Beine und die Wirbelsäuleund geschwommen bin ich auch ein wenig: 26 KM
Sowohl am Osterwochenende als auch 2mal hier in Dunstable habe ich Radeinheiten von mehr als 4 Stunden absolviert. Problemlos.Beim Laufen fühle ich mich seit rund 14 Tagen besser. Heute, bei Sonnenschein und warmen Temperaturen habe ich mich fast wohl gefühlt und bin die hügelige 17,5 KM-Runde in 1:18h gelaufen. Dabei wollte ich das eigentlich ruhig angehen lassen. Im Anschluss daran bin ich noch 1h Rad gefahren mit ein paar fiesen 14% Rampen garniert. Da hat das Guinness in der Frühlingssonne umso besser geschmeckt. Jetzt meckert die Bandscheibe allerdings wieder ganz schön mit mir.
Ich denke, die erste Mitteldistanz könnte schon jetzt kommen.
Zunächst lockt aber das Trainingslager auf Mallorca ab nächsten Sonntag. Wollen wir mal hoffen, dass sich die Vulkanasche bis dahin dünne gemacht hat. Von mir aus kann sie wiederkommen, nachdem wir gelandet sind ;-)) - 04.04.2010 - Frohe
Ostern!
Es wird ja wohl mal wieder Zeit, hier zu posten. Der eine regelmäßige Leser hat schon nachgefragt, was los ist...
Nichts ist los. Nichts weltbewegendes jedenfalls.
Die letzten 6 Wochen in England sind wie im Flug vergangen, 3 davon war ich komplett dort. Im Gegensatz zu meinem Aufenthalt in Dover vor 3 Jahren fühle ich mich diesmal wirklich wohl. Nur die Entfernung zur Familie stört ein wenig - zumindest am Wochenende. Wenn ich nach den Trainings "nach Hause" komme, wird es langweilig.
Aaaber: Geänderte Umstände in der Firma haben ergeben, dass mich mein Chef "schnellstmöglich" wieder in Versmold sehen will.
Schnellstmöglich heißt in diesem Fall: am 23. April ist Schluss in Luton. Danach habe ich eine Woche Urlaub (Trainingslager auf Malle bis zum 02. Mai.).
Meine Mission muss ich dann also doch irgendwie von Deutschland aus beenden, während hier schon die nächsten Aufgaben auf mich warten. Zum einen personelle Veränderungen in meiner Abteilung, zum anderen eine Softwareeinführung, für die ich mich nicht nur brennend interessiere, sondern auch als Key-User vorgesehen bin.
Zum Spocht.
In Luton habe ich zwangsläufig das Laufen etwas intensivieren können bzw. müssen. Meine Trainingsrunde ist dort hügelige 17,5 KM lang. 3x wöchentlich laufe ich sie mit mehr oder eher weniger Spaß an der Sache. Die ersten 5 KM auf sehr belebten, engen Hauptstraßen zum Teil ohne Fußweg. Wenn es denn einen gibt, ist er sehr uneben, überwuchert und von (Dornen-)Hecken begrenzt. Die folgenden 12 KM laufe ich durch die Städte Luton und Dunstable. Eine Fußgängerzone ist dabei, wo etwas Schlangenlinienlaufen angesagt ist. Das Viertel wird offenbar überwiegend von Muslimen bevölkert. Da möchte ich keinen unnötigen Ärger provozieren und eiere ein wenig herum.
Als Läufer wird man in England offenbar nicht so richtig ernst genommen. Kaum jemand macht Platz, auch wenn genügend Platz da wäre und wenn der Läufer rechtzeitig gesehen wird. Manchmal habe ich den Eindruck, dass man mir absichtlich in den Weg geht.
Autofahrer legen es definitiv zeitweilig darauf an, so durch die Pfützen zu fahren, dass man garantiert einen Schauer von der Seite abbekommt. Das ist mir hier schon mehrfach passiert.Dazu gehe ich 2x wöchentlich vor der Arbeit in den Pool. Mal abgesehen von den hygienischen Bedingungen (die aber doch wesentlich besser sind, als die seinerzeit in Dover), ist das für mich eine ganz angenehme Sache.
3 abgeteilte Bahnen - eine davon bislang immer mit Schwimmern in meinem Tempo besetzt (nie mehr als 3-4 auf einer Bahn), dazu kein Treibholz, wie in Versmold. Hier wird schon morgens ordentlich Dampf gemacht - auf den Nebenbahnen jedenfalls.
Am angenehmsten ist die Wassertemperatur: mollig warm - so wie in Versmold am Samstag und Sonntag beim Warmbadetag - nur dass in Dunstable jede Tag Warmbadetag ist.
Die Duschen sind einmalig. Männer und Frauen gemischt - Trikotwechsel entfällt. Auch ein Vorteil zum Hallenbad in Dover: Das Wasser fließt ab. Stinkt zwar irgendwie ein wenig nach Gulli, aber der starke Chlorgeruch am eigenen Körper, auch nach dem Duschen mit Duschbad, übertüncht das ganz locker für die nächsten 24 Stunden.
Neulich gab es schon vor dem Frühstück ekeliges zu sehen. In der Sammelumkleide stand ein Opa - gute 75plus. Faltig, Hängebauch und auch sonst wenig schön anzusehen. Aber das bringt wohl das Alter so mit sich. Keineswegs fett oder so. Aber: aus den Augenwinkel betrachtet, dachte ich, er hätte eine Windel an - weil er vielleicht nicht ganz dicht hält. Oder so.
Mit einem schon üblen Geschmack auf der Zunge musste ich widerwillig genau hinsehen. STRINGTANGA!! Blau-Weiß-Geblümt. Also, das Geht ja gar nicht im prüden England! Dann schon lieber gemischt duschen...
Ansonsten bewege ich so oft es irgendwie geht, das Mountainbike. Sei es den kurzen Weg zur Arbeit zum einkaufen und auch, und das kommt max einmal die Woche vor, auf ein Bier in die Pinte.
An den Wochenenden konnte ich einige schöne Ausritte in die Umgebung unternehmen. Man glaubt gar nicht, wie hügelig das hier ist. Der Asphalt ist zwar sehr grob und oft von Löchern (ich muss mich mal abseilen, um zu sehen, wie tief die sind) übersät, aber es macht Spaß in dieser Gegend zu fahren. Übernächste Woche nehme ich das Rennrad einmal mit, bevor ich dann nach Hause komme.
Die bis gestern geplanten 3 Halbmarathons habe ich alle sausen lassen müssen. Ich bin körperlich dazu einfach nicht in der Lage.
Nicht, dass ich keinen Halbmarathon laufen könnte - aber ich bin vermutlich 10-15 Minuten langsamer (bei deutlich höherer Anstrengung), als noch vor einem Jahr, als ich eine neue Bestzeit angepeilt hatte.Mir fehlt irgendwie fast ein Jahr kontinuierliches Lauftraining, das muss ich erst wieder aufholen, und vor allem mit einigermaßen erträglichen Schmerzen laufen können.
Für morgen steht mein zweites Radrennen (Rund um Köln) auf dem Plan. 126,8 KM sollen es werden - allerdings entscheide ich erst morgen früh, ob ich tatsächlich an den Start gehe.
Das Wetter ist nicht mein Wetter und zudem habe ich zuhause noch reichlich zu tun, nachdem schon das letzte Wochenende, Karfreitag und Samstag von Renovierungs- und Tapezierarbeiten geprägt waren. - 07.03.2010 - Training auf der Insel
... leider kein Trainingscamp auf Mallorca oder den Kanaren. Statt dessen trainiere ich seit einer Woche (wieder) in England. Wenn es die Zeit denn zulässt.
Relativ kurzfristig haben wir uns im Betrieb entschlossen, dass ich für einen begrenzten Zeitraum in unser Büro in Luton wechsle. "Relativ" heißt: zwei bis 6 Monate. Halb zog es mich - halb fiel ich hin ;-)
Etwas ähnliches habe ich ja bereits vor exakt 3 Jahren, in der Vorbereitung zu meinem ersten Ironman gemacht, den ich dann ja verhältnismäßig gut, mit relativ wenig Training gefinisht habe. Schon damals habe ich gesagt: "Vielleicht ist weniger manchmal mehr". Mal sehen. Es ist nicht meine Absicht, das Training vorsätzlich zu reduzieren, aber es ist halt zwangsläufig so. Laufstrecken sind mir ebenso wenig bekannt, wie Radstrecken. Mein Rennrad habe ich (noch) nicht dabei, dafür das MTB, das ich auch auf dem kurzen Weg zur Arbeit einsetzen kann.
Ich weiß zwar, wo ein Schwimmbad ist, war aber noch nicht dort. Mit den örtlichen "Dunstable Roadrunners" habe ich bereits Kontakt aufgenommen, und würde gerne am nächsten Mittwochabend mal mit der Gruppe laufen.
Aus der Erfahrung der letzten Jahre weiß ich, dass es recht schwierig, will sagen: gefährlich für Läufer ist, sich im öffentlichen Straßenverkehr zu bewegen. Die Straßen außerhalb der Ortschaften sind meistens sehr eng, unübersichtlich und viel befahren. Fußwege uneben und oft überwachsen oder/und mit Löchern übersät.
Immerhin: In dieser ersten Woche bin ich dreimal gelaufen, das erste Mal seit Weihnachten die 50 KM-Marke geknackt. Zum Laufen ist generell zu sagen, dass die Schmerzen sich seit rund 2 1/2 Wochen in einem erträglichen Maß befinden und ich wieder deutlich mehr Spaß daran finde. Die Geschwindigkeit nimmt langsam auch wieder zu - das Körpergewicht aber auch.
Am Gewicht arbeite ich ebenfalls. Gute 5 KG müssen runter, damit ich wieder in meine Klamotten passe. 7 KG, damit ich zufrieden bin. 1 KG habe ich bereits geschafft; über den Rest kann ich hoffentlich berichten.
Die Familie, besonders Lisa, ist, wenn ich es positiv betrachte, allenfalls durchwachsen begeistert von der Geschichte. Ich denke, aber, dass wir uns nach ein paar Wochen auf die neue Situation eingeschossen haben, und das Leben wie gewohnt weiter geht, auch wenn ich nicht zuhause bin. Wir haben das einmal gemeistert und bringen das auch ein zweites Mal hinter uns.
Aufgrund der Entfernung werde ich allerdings in diesem Jahr wohl nicht so häufig nach Hause kommen können. Mit dem Auto sind das gut 700 KM, die ich wegen der Kanal Über- oder Unterquerung selten unter 10 Stunden schaffe. Das machten dann 20 Stunden pro Wochenende. Eine wirkliche Tortur, I can tell you...
Fliegen bietet sich nach Münster an, ist aber unverhältnismäßig teuer, auch wenn man früh bucht. Dortmund ist ab Luton sehr günstig, nur stellt sich das das Transportproblem vom und zum Flughafen. Ich kann Christine am Montag früh kaum zumuten vor der Arbeit 3 Stunden hin und her zu fahren...
Ich arbeite in Luton, wohne im angrenzenden Dunstable. Bed & Breakfast in einem sehr ruhig gelegenen Haus am Stadtrand. Viel mehr kann ich zu den Örtlichkeiten noch nicht sagen, abgesehen davon, dass Luton alles andere als schön ist. Mal sehen, wie sich die Gegend in den nächsten Wochen entwickelt, wenn es Frühling wird.
Top
-
15.02.2010 -
Trainingsrückstand
Pffffffhhhhhh !!
Da wird man ja depressiv. Aber der Reihe nach:
Am Freitagabend waren wir mit einigen Arbeitskolleg/Innen zu einer Brauereibesichtigung in Halle Westf.. "Brauerei" ist eigentlich etwas zu hoch gegriffen, der offizielle Begriff dürfte bei "Micro-" oder Gasthausbrauerei liegen. Wie dem auch sei. 4 Sorten stellt der Braumeister (ich glaube, er sagte, dass er eigentlich entweder KFZ-Schrauber oder Klempner sei - der Alk hat meine Sinne im Laufe des Abends vernebelt) her.
Wir haben mit einem Weizen angefangen, noch bevor die Truppe komplett war. Danach der erste offizielle Weizen - welches von einem anderen Fass stammte und dem Ersten überhaupt nicht ähnlich war.
Nach einigen kurzweiligen Erklärungen über das Bierbrauen ging es mit noch immer leerem Magen in den Keller. Da ist es gar nicht so schlimm, wie man gemeinhin annimmt.
Hier probierten wir ein wenig Biere der unterschiedlichsten Gärstufen und naschten ein bisschen von einem Bierlikör, der saumäßig schön warm in den Magen ging.
Das anschließende Kotelett haben wir einem Dunkeln herunter gespült, bis wir über ein Pils zum Landbier kamen und dabei, je nach Geschmack für den Rest des Abends hängen blieben. Das eigentlich auf 3 Stunden begrenzte Event ging dann schon in die wohl fünfte Stunde - so genau weiß ich das nicht mehr.
Auf jeden Fall hat bei mir irgendwann einer den Schalter umgelegt und das Licht ausgeknipst. Ich weiß noch dass wir zu 5. ins Auto gestiegen sind und nach Dissen zu Mäcces gefahren sind. Wie - weiß ich nicht. Auf jeden Fall bin ich das direkt auf den Pott gegangen und habe weiter gepennt - bis mich eine Stimme zurückgeholt hat "Herr Döpke - Alles in Ordnung" - Mein Cheffe. Klar, alles gut. In den Speiseraum und direkt zurück - weiter pennen.
Um es kurz zu machen. Kaum wieder im Auto, habe ich die Systeme wieder komplett herunter gefahren, habe nicht mitgekommen, dass wir 3 Kolleginnen nach Versmold gebracht haben und wurde von Cheffe erst kurz vor meiner Haustür wieder geweckt. Ein wirklich rücksichtsvoller Mensch!
Kurz nach 2 Uhr früh war es da - die Veranstaltung sollte eigentlich nur bis 21:30h gehen...
Gegen 5:30h hatte ich eine Hämatom im Kopf, welches ich unproblematisch und schnell mit einer Thomapyrin bekämpfen konnte.
Um 8:30h problemlos aufgestanden und um 10:30h losgerannt, um mein Auto in Versmold abzuholen - Die knapp 10 KM Strecke habe ich mit einigen Schleifen zu einer exakten 20-KM-Strecke aufgebohrt, so dass der restliche Tag kein Problem darstellte.
Was ich aber damit sagen will: ich tue mein Allerbestes, um den pro Kopf Verbrauch in dieser Republik zu hoch zu halten, aber dennoch sind wir auf 111,1 Liter Bier pro Person abgesackt... An mir liegt es definitiv nicht - das übertreffe ich locker. Hier habe ich KEINEN Trainingsrückstand. Punkt.
Den Rückstand habe ich beim Laufen und Schwimmen. Oh Oh.
Die fehlenden Laufkilometer kann ich gut hinnehmen - schließlich will ich in diesem Frühjahr keinen Marathon laufen, aber noch weniger Schwimm-KM als vorher können eigentlich auch nicht so gut sein.
Auf dem Rad verbringe ich momentan deutlich mehr Zeit. (29:22h Rolle + 12.54h Renn- bzw. Mountainbike). 1.172 KM kamen so bis heute zustande.Hoffen wir, dass das Wetter schnell besser wird und ich wieder etwas mehr laufen kann. Trotz der Schmerzen mach ich das gerne und freue nach ein paar Tagen immer wieder darauf.
Top
-
07.02.2010 - Die erste Fahrt mit dem Rennrad in diesem Jahr
Das Tauwetter in dieser Woche hat die Straßen und viele Wege schnee- und eisfrei gemacht. Einerseits "schade" - denn ich habe mir erst vor ein paar Tagen Spikes für das Mountainbike gekauft, damit ich nicht mehr so oft auf der Nase liege ;-))Andererseits hatten wir heute zeitweilig schönen Sonnenschein, der mich dann mit dem Rennrad auf in die Prämie getrieben hat. Wegen der kühlen Temperaturen zwar nur knapp über 1 1/2 Stunden, aber so what? Es lag zwar viel Mist auf den Wegen und oftmals war der Split vom Winterdienst arger Feind der Reifen, aber es ging zum Glück ohne Pannen ab. Nach einem heißen Wannenbad war ich auch wieder aufgetaut.
Insgesamt habe ich damit in dieser Woche 8,5h / 255 KM auf dem Rad gesessen, davon 6 Stunden auf der Rolle.
Die Zahlen lassen es vermuten: Ich bin nur jeweils einmal geschwommen, gelaufen und im Studio gewesen.
Laufen:
Die Wetterverhältnisse ließ die Motivation zu einem zweiten oder gar dritten Lauf doch gen Null sinken, dazu noch der Befund vom MRT (s. unten).Ich denke, ich werde die Länge der Laufeinheiten in nächster Zeit auf rund 11 KM verkürzen. Wenn ich meine Hausrunde (16,5 KM) laufe dauert es immer 2 Tage, bis ich mir wieder schmerzfrei bewegen kann. Vielleicht kann ich das langsam wieder aufbauen. Ich habe mir vorgenommen, 3x pro Woche zu laufen; wenn das Wetter mitspielt.
Schwimmen:
Muss ich dazu noch etwas sagen? Das Feuer meidet das Wasser. Punkt.Das Training in den letzten Jahren hat nicht so furchtbar viel gebracht, die Verbesserungen von wenigen Sekunden kann ich auf den längeren Distanzen ignorieren.
Allerdings plane ich die Teilnahme an einem Langstreckenschwimmen, das voraussichtlich am 12. Juni stattfinden wird.
In der Nähe unserer "alten Heimat" gibt es das "Sehnder Stichkanalschwimmen" über 13,5 KM. Da dort mit Neo geschwommen wird, sollte das kein unüberwindbares Hindernis darstellen.
Problematischer könnte dagegen der Start am nächsten Tag auf der Sprintdistanz in Greven sein - da werde ich die Arme wohl kaum aus dem Wasser bekommen. Obwohl: Es wird in der Ems mit der Strömung geschwommen...
- 05.02.2010
- Der Befund vom MRT ist da
Sooo.
Nun habe ich den Befund vom MRT der letzten Woche.
So richtig überrascht er nicht, wenngleich ich gehofft habe, dass die Ursache für meine mittlerweile seit fast einem Jahr anhaltenden Schmerzen eine andere ist.
Der Bandscheibenvorfall hat sich verschlimmert - was nicht am Sport liegen muss (..."wird", wie ich meine). Auf dem Bildern sieht man nun recht deutlich, wie die hervorstehende Bandscheibe auf einen Nerv drückt, der dann gereizt mit Schmerzen reagiert.
Der Orthopäde meines Vertrauens, was ich ihm ja schon vor 5 Jahren entzogen habe, aber mangels Alternative wiedergeben musste, weiß wieder nicht weiter.
- "Wir könnten ja mal eine Kur einreichren" - "Hat beim letzten Mal schon nichts gebracht - sparen Sie sich die lieber"
- "Ich schreibe Ihnen mal Schmerzmittel auf" - "Warum? Die brauche ich nicht"
- "Na Ja operieren wollen wir ja nicht" - "Stimmt"
- " Gehen Sie ins Fitnessstudio" - " Mache ich seit 10 Jahren" - "Ach so..."
- " Ich schreibe Ihnen mal ein Rezept für Krankengymnastik aus" - " Hmmm..."
- "Warum sind die Beschwerden diesmal vorwiegend rechts, wenn der BSV nach wie vor links ist" - " Dann kann schon sein" - " Aha"
Fazit: Ich bin genauso schlau wie vorher und mache also auch weiter wie bisher. Vielleicht wird es ja noch mal, wie beim letzten Mal.
Top
- 31.01.2010 - Ich
hasse Schnee!
Er geht mir tierisch auf den Sa..!
OK. Die verschneite Landschaft sieht zwar schön aus und, wenn mal denn mal läuft, knirscht der frische Schnee schön unter den Sommerreifen. Das war es dann aber auch. Schluss mit Lustig.
Unter der Woche bin ich nicht draußen gewesen. Mal abgesehen von meiner fehlenden Motivation weg. den ständigen Schmerzen in den Beinen und im Rücken, war es wirklich nicht verlockend, vor oder nach der Arbeit im Dunkeln zu laufen. Oder gar zu radeln.
Gestern (Samstag) habe ich mich dann wieder auf das MTB geschwungen und prompt nach 2 KM wieder auf der Nase gelegen. Kein Problem - die Landebahn war schneeweich. Lediglich die vereisten Spuren unter dem frischen Schnee haben mir das Rad fahren verleidet. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit kam der Körper nicht in Wallung und schon nach kurzer Zeit waren Füße und Hände so kalt, dass sie schmerzten. Nachdem ich den Berg in Holperdorp hochgeastet war, war mir kurzzeitig warm, die dann folgende 5 KM lange Abfahrt nach Bad Iburg kühlte mich so aus, dass ich nach zwei Stunden zitternd und mit unterkühlten Händen und Füßen in der heißen Badewanne lag..
Heute früh lagen gut 4 cm Neuschnee auf den vereisten Wegen. Bei schwachem Wind und ca 0 Grad lud die Umgebung geradezu zu einem längeren Lauf ein - der Erste überhaupt in dieser Woche. Irgendwie war es schön und hat Spaß gemacht. Nach 7 KM rannten zwei wild gewordene Köter für fast 1 KM hinter mir her - das hat den Puls unnötig in die Höhe getrieben, weil ich meine Geschwindigkeit auch erhöht habe (musste). Nach rund 9 KM erste Probleme mit dem Rücken, die ich natürlich ignoriert habe. Ich wollte schließlich 2h oder 20 mindestens 20 KM ruhig und locker laufen.
Die Wege waren noch einigermaßen laufbar, teilweise etwas sehr glatt (da wo einige Autos gefahren waren) und manchmal - da wo noch kein Auto gefahren war, etwas schwerfällig zu laufen. Schlussendlich wurden es knapp über 21 KM in 1:43h
Mein Rücken fühlt sich seit dem an, als ob eine Klammer um die letzten Wirbel der Wirbelsäule gelegt wurde.
Sagte ich eigentlich, dass ich am Donnerstag "in der Röhre" war? Der Orthopäde meines Vertrauens (was ich ihm eigentlich schon vor 5 Jahren entzogen habe), vermutet entweder einen zweiten Bandscheibenvorfall, diesmal rechts, oder eine Verschlimmerung des Ersten. Den Befund gibt es leider erst am nächsten Freitag.
Montag und Dienstag habe ich Urlaub. Die Kids haben Zeugnisferien. Mal sehen, was ich in den beiden Tagen so auf die Beine stelle - im wahrsten Sinne des Wortes ;-))
Keep on running
Reiner
Top - 25.01.2010
- Die Saisonplanung steht
Die nächsten (geplante) Events - 24.01.2010 - Es tut mir
weh. Sehr weh sogar!
Und dass gleich mehrfach.
- da quält
man sich beim Silvesterlauf bei Schnee und Eis, rennt als erster
durchs Ziel und alle lachen. Das sind seelische Qualen.
- Bei Schnee
und Eis zu laufen können auch nicht unerhebliche Schmerzen
verursachen, auch wenn man – wie ich – trotz Dunkelheit nicht stürzt aber muskuläre Verspannungen in den ohnehin
schon verspannten Beinen davonträgt. Dazu noch diese eklige
Kälte.
- Richtig
schmerzhaft wird es aber auf dem Mountainbike. Nämlich dann,
wenn man sich am 16. Januar mit jemandem bis dahin völlig
Unbekannten in Lienen zum Radeln verabredet und man die
verschneiten Wirtschaftswege ins ca 15 KM entfernte Lienen
sozusagen zum Warmmachen nutzen will. Das Warmmachen fängt
nämlich schon nach 1 KM an, wenn das Adrenalin in dem Moment
schlagartig in die Adern schießt, in dem der noch an
Haustemperaturen gewöhnte Körper abrupt auf den vereisten Weg
aufschlägt. Vorher hat er witzigerweise noch genügend Zeit, sich
die passende Körperhaltung auszusuchen. Dasselbe Spiel
wiederholt sich auf den nächsten 2,5 KM noch zweimal. Dann sucht
sich der Triathlet doch lieber freiere Wege, um schlussendlich
noch 3 Stunden im kalten Wind(ter) zu verbringen. Das oben
angesprochene Adrenalin im Körper unterdrückt währenddessen
sinnvoller weise (noch) die Schmerzen des Aufpralls. Besonders
die Rippenprellungen und die der geschwollenen rechten Hand. Ein
schöner Tag also der 16. Januar. Auch und besonders wegen dem
neuen Trainingspartner ;-))
- Nachdem
der Radfahrer nach gut einer Woche wieder etwas tiefer
durchatmen und auch ein Fahrrad heben kann, um es für den
nächsten Ausritt zu präparieren, stellt er mit Entsetzen, und
das wiederum bereitet erneut seelische Schmerzen, fest, dass die
Kettenstreben des Mountainbike so verbogen sind, dass der Reifen
am Rahmen schleift.
Ich konnte wohl nur durch die Schnee/Eis-„Schmierung“ problemlos 3 Stunden Rad fahren…. Hoffentlich kann es wieder gerichtet werden, sonst kommen noch finanzielle Schmerzen hinzu.
- da quält
man sich beim Silvesterlauf bei Schnee und Eis, rennt als erster
durchs Ziel und alle lachen. Das sind seelische Qualen.
- 31.12.2009
- Sieger beim Silvesterlauf 2009!
Das ist ja mal ein Ding!
Traditionell laufe ich zu Silvester einen dieser tollen Silvesterläufe, bei denen es ja eigentlich "um nichts" geht. Das sehe ich auch so. Selbst, wenn im Winter die Sieger des Sommers gemacht werden, reißt der allerletzte Lauf des Jahres nichts mehr heraus. Eine neue persönliche Bestzeit ist normalerweise zu dieser Jahreszeit weder zu erwarten, noch angebracht. Aus trainingsmethodischer Sicht; meistens jedenfalls.
Denkste, Puppe. Gestern um 10:55h war es soweit: Etwas widrige Wetterumstände: kalt-nass, Schneematsch und Schneeregen und kalter Nord-Ost-Wind. Anstoß, äh Anpfiff in der Nordkurve des Bad Laerer Bolzplatzes neben der Sporthalle.
Der erste internationale Bad-Laerer-Silvester-Lauf über exakt 24,05 GPS-vermessene Kilometer ist gestartet. Das Teilnehmerfeld sucht sich seinen Weg in der ungespurten Loipe nach Süd-Osten, Richtung Versmold. Was zeitweilig nach einem knappen 20-KM-Rennen aussieht, wird durch eine, etwas langweilige Schleife durch die Gemarkung "Wächteort" auf eine 24-Kilometer-Runde aufgebohrt. Zu beachten ist, dass die letzten 15 KM fast durchweg gegen den Wind verlaufen, was das Unterfangen, eine gute Platzierung zu erhaschen, nicht eben einfacher macht.
Um es kurz zu machen: Nach 2:01:37h bin ich trotz 5 Telefonaten auf den ersten 6 KM nicht nur als Altersklassensieger M45 sondern auch als gesamt Erster recht entspannt durchs Ziel gelaufen!
Teilnehmerzahl: 1 ;-)
Top
- 20.12.2009
- Erster längerer Lauf seit Ende Mai
Donnerschlag. Da sind doch schon wieder 3 Wochen seit dem letzten Eintrag ins Land gegangen.
Mein Training ist trotz gestiegener Umfänge überwiegend unstrukturiert und ist geprägt durch eine relativ geringe Motivation. Das ist für mich zu dieser Jahreszeit aber durchaus normal. 1-2 Krafteinheiten pro Woche, 4-7 Stunden Rad (zumeist auf der Rolle, 1-2 Mal Laufen und einmal Schwimmen.
Einige Einheiten sind hervorzuheben, weil sie wirklich Spaß gemacht haben:
Zum einen sind das die beiden letzten Aufenthalte im Hallenbad: jeweils 3,7 KM sind nicht so furchtbar spektakulär aber schön daran ist, dass die Trainings trotzdem sie anstrengend waren, Spaß machten und die Zeit nur so dahinflog. In letzter Zeit mache ich mehr Technik-Training statt pure Ausdauer und Schnelligkeit - was ja bei mir sowieso verpufft.
Für Trockenübungen zuhause habe mir Zugseile gekauft, die sich ebenfalls positiv auf die Schwimmleistung auswirken sollen. Mal sehen. Auf jeden Fall bin ich der 9-Minuten-Grenze über 500 Meter schon recht nahe gekommen (ja, ich weiß, wie schlecht das immer noch ist ;-)) )
Ein Novum war ein Training im Fitnessstudio am letzen Freitag. Ich hatte nachmittags frei, die Bude war gähnend leer und am Ende waren es knapp 2,5 Stunden, die ich dort verbrachte. Neben den normalen Kraftübungen bin ich noch über eine halbe Stunde auf dem Standrad gefahren (mag meine Gesäßmuskulatur gar nicht) und 25 Minuten auf dem Laufband gerannt - 5,4 KM.Vor einer Woche war ich mal wieder mit dem Mountainbike unterwegs. Durch den vielen Regen an den Tagen zuvor war der Teuto ziemlich rutschig und aufgeweicht. Das Highlight der 45-KM-Tour: In der Nähe von Holperdorp befindet sich ein Steinbruch. Von Lienen kommend gibt es an seiner linken Seite einen unbefestigten Wanderweg mit einer Steigung bis 24%, die mich gut gefordert hat. Danach auf dem Kamm des Hermannsweges bis Hilter und asphaltiert zurück.
Laufen: Das linke Bein macht eigentlich kaum Probleme, und wenn dann ist es das angerissene Innenband und weniger der Knochen. Ich denke mal, da ist alles im Lot.
Meine alte Verletzung (ist das nach so langer Zeit überhaupt noch eine??) lässt mich aber nicht in Ruhe. Schon nach kurzer Zeit fängt das Zwicken an, der/die Muskeln verhärten sich und zack, ist die Bewegung des ganzen Beins eingeschränkt. Ich meine zu spüren, dass die ganze unmerklich langsam etwas besser wird - vielleicht rede ich mir das aber auch nur ein.
Heute bin ich bei eisigem Wind, der die ohnehin schon kühlen -7°C noch kälter erscheinen ließ, meine runde nach Versmold gelaufen. Die schnee- und eisglatten Wege unterstützten mein Vorhaben ruhig und langsam zu laufen. Die letzten Läufe hatte ich immer zu schnell bzw. mit einem zu hohen Puls absolviert; heute wollte ich im unteren GA1-Bereich laufen, was mir dann auch gelungen ist.
Kalt, glatt, windig und auf dem Rückweg Schneegestöber: Geilomat!
Ach ja: 20 KM waren das - so lang bin ich im Training das letzte Mal am 27. Mai gelaufen :-((
Da mir die Knochen heute Abend bei weitem nicht so weh tun, wie nach den letzten Läufen auf der Hausrunde, will ich das mal als gutes Zeichen werten - auch dass ich in dieser Woche zum ersten Mal seit 24 Wochen (also seit dem Ironman) mal wieder über 41 KM gelaufen bin.Gestern haben haben wir uns noch mit Jens und Steffi auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück getroffen und nach einem relativ kurzen, weil eiskaltem, Zwischenstopp an der bekannten Feuerzangenbowlen-Bude die grobe Planung für 2010 bei einem Mexikaner um die Ecke besprochen. Jens und ich werden wie geplant das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und die Transalp in Angriff nehmen, beides wohl mit nur moralischer Unterstützung durch unsere beiden Frauen, die sich bei ihrem ersten Zusammentreffen irgendwie auch ganz gut über andere Dinge verständigen konnten ;-))
Bei einem Silvesterlauf werde ich in diesem Jahr wahrscheinlich nicht starten. Das macht zu diesem Zeitpunkt noch keinen Sinn. Wenn ich an einem Wettbewerb teilnehme, möchte ich auch möglichst weit nach vorne kommen, das ist derzeit nicht drin. Die 10 KM zu laufen sind kein Problem, aber wenn ich dafür nachher 45-50 Minuten brauchte, befriedigt mich das nicht. Von einer möglichen neuen Verletzungsgefahr einmal abgesehen. Also werde ich wohl meinen eigenen Silvesterlauf starten.
In diesem Sinne noch einen schönen 4. Advent!
Top - 29.11.2009 - Tote Hose?
Im Gegenteil! Die Hose lebt ;-)
Das es hier momentan ein wenig ruhiger ist, sei einfach der Jahreszeit geschuldet.Ich trainiere mehr oder weniger lustvoll/los vor mich hin und versuche meine Beine, bzw. deren Muskulatur wieder auf Kurs zu bringen und darauf vorzubereiten, was 2010 vor ihnen liegt. Das ist nicht so ganz ohne und vor allem trainings-methodischer Schwachsinn.
Zur Zeit laboriere ich noch fast täglich an Muskelkater - ein Gefühl, dass ich eigentlich vergessen hatte. Aber sei's drum. Meine Lauf-Hausrunde habe ich in der Winterzeit von 15 auf 16,5 KM ausgeweitet. Zum einen, weil ich in der Dunkelheit an mehr bewohnten Höfen vorbei kommen und weil die Wirtschaftswege etwas mehr belebt sind - genau der Grund, warum ich sie in der hellen Jahreszeit meide. Zum anderen deshalb, weil ich etwas länger (eigentlich logisch, aber nicht immer zwangsläufig) länger unterwegs bin. Das bringt mich dann genau zu der Laufzeit, mit der ich einen Punkt mehr für mein Team in Winterpokal bekomme (über die Motivationshilfe hatte ich ja bereits berichtet). Dennoch laufe ich zur Zeit nicht so häufig. Spaß macht's noch nicht und ich war in den letzen Wochen häufiger unterwegs, auch wieder in England. Da habe ich das Problem, dass mir meine dortige 12 KM-Laufrunde zu gefährlich ist, weil einfach zu stark (bundesstraßenähnlich) befahren, zu eng und zu kurvig. Da hilft mir auch meine leuchtende Bekleidung nicht viel.
Sei's drum; es ist Winter und die ruhige Jahreszeit kann man auch nutzen, um etwas Winterspeck zuzulegen. Die nächsten Wochenenden sind eh' Weihnachtsfeier-Wochenenden und die will ich ja auch mit Anstand be- und überstehen.Guuut. Kommen wir nun mal zur Aussicht auf 2010.
Etwas gewagt erscheint die Planung in Angesicht meiner momentanen körperlichen Verfassung. Aber: wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Außerdem muss man sich (leider) immer früher zu Wettbewerben anmelden, wenn man noch einen Startplatz bekommen möchte.
Die Keypoints sind gesetzt:
- im März/April 1 oder 2 Halbmarathons, die ich noch nicht gebucht habe
- Mannschaftsfahrt (Rennrad) mit der Triathlon-Abteilung des LC Solbad
- 25. April bis 02. Mai: Trainingslager auf Mallorca ;-)) mit Holger Steuer
- im Mai 1-2 Triathlons
- 6. Juni Mitteldistanz in Hannover
- 20. Juni: Altersklassenmeisterschaft (Olympische Distanz), Peine
Achtung: jetzt kommt's:
+ 04. Juli: IRONMAN Frankfurt
+ 01. August: IRONMAN Regensburg
+ 21./22. August: 24-h-Radrennen im Zweier-Team mit Jens Hinrichs auf dem Nürburgring
+ 05.09.-11./12.09.: Alpencross mit dem Rennrad
- September/Oktober: Marathon "Rund um den Baldeneysee in Essen"Für gewöhnlich mache ich meine Planung ja erst zwischen Weihnachten und Neujahr, aber die lange Ruhepause im Herbst und die damit verbundene Langeweile hat das alles ein wenig vorgezogen ;-))
Top -
08.11.2009 - Ich bin wieder dran!
2 x Krafttraining im Fitnessstudio
4 x Bike (182 KM) auf der Rolle
1 x 3,6 KM Schwimmen (OK, das war einmal zu wenig)
2 x 5 KM Laufband in knapp 25 MinutenHeute habe ich mit meinem ersten Straßenlauf seit dem Köln-Triathlon vor 2 Monaten die Trainingswoche abgerundet. 12 KM in exakt 1 Stunde. Damit bin ich zufrieden. Hauptsache ich bin mal wieder gelaufen - bei dem herrlichen Wetter war das auch kein großes Problem. Lediglich der Puls war sehr hoch; das kann aber auch an einer abklingenden Erkältung und zu warmer Kleidung liegen.
Die Beine (nicht die Verletzungen) tun jetzt aber auch weh, wie nach einem guten Halbmarathon. Da muss ich wohl noch ein wenig Aufbauarbeit leisten.
Über 11 Stunden waren in dieser Woche auch etwas zu viel des Guten. Dafür wird es in der nächsten Woche, wenn offiziell der Countdown zum IRONMAN Frankfurt in 34 Wochen fällt, weniger. Am Dienstag und Mittwoch bin ich in England und am Samstag den ganzen Tag unterwegs bei meinen Eltern.
-
01.11.2009 - Kinder, wie die Zeit vergeht!
Heute vor sechs Wochen habe ich mich lang gemacht.
Seit Mittwoch gehe ich ohne Gehhilfen und seit Freitag das ganze auch mit Genehmigung vom Doc meines Vertrauens. Auto fahren darf ich auch wieder (tue ich schon seit 4 Wochen). Das Röntgenbild sagt: Alles richtig gemacht.Der Doc sagt: OK, jetzt kannst du langsam anfangen, die Muskulatur wieder zu stärken, schön spazieren gehen. 30 Minuten, wenn du das schaffst. Jep. Gut das.
Dann habe ich am Freitag die Alibi-Krücken in den Keller gestellt und bin 10 Runden um unseren kleinen Sportplatz gelaufen. 2,6 KM sind das nur. Was für ein Spaß war das. Zumindest für den Kopf. Das Knie hat etwas gejammert, das Weichei. Nach einer unruhigen Nacht war am Samstag Morgen wieder alles gut. Bis auf den Muskelkater in den Oberschenkeln. Nach einem ausgiebigen Schwimmtraining habe ich nachmittags auf der Rolle richtig Gas gegeben.
Heute war ich erst im Fitnessstudio zum Krafttraining und bin anschließend 4 KM auf dem Laufband gerannt, schon etwas zügiger, dafür aber ohne jegliche Schmerzen.
Der Plan ist jetzt, das ich nächste Woche 5 KM laufe und das bis Mitte des Monats auch 10 KM steigere. Das sollte wohl möglich sein.
Am 9. November beginnt dann die Vorbereitungsphase für den Ironman in Frankfurt über 34 Wochen. Das Training lehne ich (versuche ich) an die Pläne von Triathlon-Szene.de an. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich auf keinen Fall sklavisch daran halten werde; als Schön-Wetter-Sportler geht das nicht. Erst recht nicht, wenn man einen Fulltime-Job hat, der mich häufiger auch mal nach außerhalb katapultiert.
Mal sehen.
Was gibt's sonst noch?Ab morgen habe ich eine weitere Motivation zum trainieren in der dunklen Jahreszeit (wenn mal bloß schon zu Ende wäre). Seit einigen Jahren nehme ich ab Anfang November bis Ende März am "Winterpokal" teil. Das ist ein virtueller Wettbewerb, bei dem jeder Teilnehmer seine Trainingseinheiten einträgt und für die geleisteten Trainingszeiten Punkte erhält. In der Regel schließ man sich einem Team an, um dieses im Vergleich mit anderen voran zu bringen; gleichzeitig gibt es eine Einzelwertung.
Der gewöhnliche Sportler wie ich landet hier immer weit hinten, das bspw. Fahrradkuriere dabei sind und ihre Zeiten auf dem Rad mit eintragen und somit vorne dabei sind. Für Lauf- oder Schwimmeinheiten gibt es weniger Punkte als für Radeinheiten.Auf jeden Fall hilft es manchmal über einen toten Punkt hinweg.
Top -
25.10.2009 - Geduld ist eine Tugend...
...die bei mir nicht so sonderlich gut ausgeprägt ist. Was mir auf einer Langdistanz nicht so viel ausmacht, macht sich im wirklichen Leben erheblich bemerkbar. Die Ungeduld eben.Zwei Wochen sind seit dem letzten Urteil des Doc's vergangen, 5 Wochen seit dem dämlichen Unfall.
Entgegen dem ärztlichen Rat (dem ich im übrigen voll vertraue und mich weitgehend füge) fahre ich seit 2 Wochen wieder Auto und habe die zweite Gehilfe am letzten Donnerstag in die Ecke gestellt.
Ansonsten habe ich ja das Training wieder aufgenommen. Schwimmen sowieso; Krafttraining im Fitnessstudio nach angepasstem Trainingsplan und Radfahren - auf der Rolle. Die Woche waren kamen dabei knapp 10 Stunden zusammen, mehr als die Hälfte davon auf der Rolle im Keller. Das sind gute 160 KM und/oder ca. 6 Liter Schweiß ;-) Die ersten Einheiten waren einfaches Treten, ohne Belastung für das linke Bein, gestern und heute ein noch relativ leichtes Programm auf den DVD's von TACX - mit moderaten Anstiegen auf Mallorca.
Beim normalen Gehen belaste ich das Bein jetzt etwas mehr als ich sollte und denke, dass ich ab spätestens Mittwoch ohne Gehhilfe gehen werde. Am Freitag ist dann der "Fototermin", nach dem ich hoffentlich wieder grünes Licht für eine 100-%-Belastung bekomme und langsam wieder mit dem Laufen beginnen kann. Dann bin ich 6 Wochen lang nicht mehr gelaufen - so lange, wie seit ... da muss ich mal überlegen... seit Sommer 2001 nicht mehr (und davor mehr als 20 Jahre nicht).
Mallorca - das ist in der gerade erst begonnenen dunklen Jahreszeit und in Anbetracht der ungeplant langen Wintersaison eine schöne Motivation. Am 25. April 2010 fliege ich für eine Woche zum Trainingslager auf die Sonneninsel. Das Trainingscamp wird von triathlon-szene.de angeboten. Mit den Organisatoren war ich schon 2008 über Pfingsten in Roth. Klasse Sache das.
Das Zimmer teile ich mit Holger Steuer aus Dissen - da weiß ich wenigstens, wer im selben Zimmer schnarcht ;-)). Neben dem Schwerpunkt Radfahren ist auch ein Schwimmseminar mit der ehemaligen Profi-Triathletin Ute Mückel geplant, das ich als Bleiente in jedem Fall wahrnehmen möchte. Jürgen Sessner, der als Lokalmatador schon in Roth dabei war, zeichnet für die Trainingsbelastung verantwortlich.
Bei der Familie kam das eher durchwachsen an - "Pappen macht eine Woche Urlaub auf Malle und wir sitzen hier im kalten ;-)" Na ja, ich hab's ja vorher angekündigt, dass ich das vorhabe.
Vielleicht wiederhole ich mich, aber die beiden Ironman in Frankfurt und einen Monat später in Regensburg sind gebucht.
Zusammen mit Jens Hinrichs plane ich im Herbst noch eine Alpenüberquerung mit dem Rennrad. Hierfür ist die Woche vom 5.-12.09.2010 geplant.
2011 kommt dann der Hammer: Entweder der härteste Triathlon der Welt, der NorseMan in Norwegen (Plan "A") oder ein Mehrfach-Triathlon. Zu Plan "B" bieten sich der doppelte Ironman in österreichischen Neulengbach oder der dreifache im Schleswig-Holsteinischen Lensahn an. Wobei zu letzterem tendiere.
Alles nur, wenn wenn Jens und ich keinen Startplatz für den NorseMan ergattern sollten.
-
12.10.2009 - Der Doc sagt...
... „üben Sie sich in Geduld.“ Das ist ja nicht so unbedingt meine Stärke.
Zunächst muss ich bis zum 30. Oktober weiterhin mit den Gehilfen durch die Gegend humpeln, darf kein Auto fahren und am besten auch nicht zu Arbeit. Das Bein darf ich bis dahin mit 30 KG belasten. Das ist so furchtbar viel nun auch nicht. Stellt mal ein Bein auf die Waage und pendelt sie bei 30 KG ein ;-)).
Zum Glück entfällt jetzt das tägliche Spritzen.
Ich habe im noch abgerungen, dass ich wohl dosiert im Keller auf der Rolle Rad fahren darf. Das habe ich gestern Abend dann auch mal für eine Stunde ausprobiert. Nachdem das Innenband 10 Minuten lang schmerzfrei geknirscht und geknackt hat, lief es dann rund. Kleiner Gang, schnell kreisen lassen und ordentlich schwitzen...
Zum Schwimmen war ich jetzt zweimal – es wird noch dauern, bis ich den Brust-Beinschlag wieder hinbekomme. Beim Kraulen nutze ich die Beine eh nicht so doll, so dass sich das nicht bemerkbar macht. Auf jeden Fall habe ich jetzt Muskelkater in den Armen.
Alleine das Autofahren habe ich mir selbst wieder erlaubt. Zumindest zur Arbeit und zum Schwimmbad. Es geht mir auf den Geist, ständig auf andere angewiesen zu sein.
Morgen habe ich einen Termin im Fitnessstudio. Muss mal sehen, dass ich generell das Training wieder aufnehme (Rücken) und evtl. auch schon die Oberschenkelmuskulatur etwas aufbauen kann. Es ist erstaunlich erschreckend, wie dünn der linke Oberschenkel in den drei Wochen Nichtstun geworden ist :-(
Top
-
12.10.2009 - Ironman Hawaii - ich bin dabei
... leider nur per Livestream im Internet, dafür mit Pilsbier.
Im wirklichen Leben habe ich heute, unabgestimmt mit dem Doc, mit Bewegungs- und Belastungstherapie des linken Beins begonnen. In den letzen Tagen habe ich bei der kleinsten Belastung der linken Oberschenkelmuskulatur Krämpfe bekommen.
Heute Vormittag war ich das erste Mal seit dem Unfall wieder schwimmen. Überhaupt habe ich 3 Wochen(!!) keinen Sport gemacht. Das war zuletzt der Fall, bevor ich mit dem Laufen begonnen habe. Vor 8 1/2 Jahren also. Damals habe ich fast 20 Jahre keinen Sport gemacht ;-))
Neben dem Schwimmen "übe" ich jetzt das Treppenlaufen mit Gehilfen und geringer Belastung - die Krämpfe wurden heute deutlich weniger. Zum ersten Mal bin ich auch wieder Auto gefahren.
Montag muss ich wieder zum Doc. Wahrscheinlich sagt er mir, dass ich in den nächsten Wochen nur langsam steigern darf. Mal sehen.
Top
-
25.09.2009 - Das Knie nimmt annähernd normale Formen an - Das Fenster zum Hof
besonders morgens sieht es fast normal aus. Seit gestern Nachmittag habe ich diese Bandage, die mein Knie merklich unterstützt; zumindest zu den Seiten. Dadurch wird das lädierte Innenband spürbar entlastet.
Ansonsten bewege ich mich vom Bett zum Essen, aufs Sofa (oder je nach Wetterlage in den Liegestuhl auf die Terrasse; zwischendurch ins Büro, weil mir mein Notebook gebracht worden ist; und wieder zurück. Zwischendurch beobachte ich aufmerksam meine Umgebung ;-) Das Fenster zum Hof, wie es Michél treffend formulierte
Ich fühle mich nicht krank - und glaube auch nicht, das ich es bin obwohl die Bilder gegensätzlich sind. Nächste Woche Montag oder Dienstag werde ich mich wieder zur Arbeit bewegen. Irgendwie wird sich ein Weg finden lassen.
Zum Abend hin ist das Bein wieder etwas dicker. Nachts kann ich nicht so recht liegen. Aber das wird von Nacht zu Nacht etwas besser.
Eine Überwindung für mich ist die tägliche Thrombosespritze, die ich mir selbst spritzen muss.
Das Ganze erinnert mich ein wenig an meinen Bruch am Arm vor vier Jahren, der auch konventionell zusammenwachsen sollte (bzw. ist) und nicht belastet werden sollte. So ganz habe ich mich nicht daran gehalten damals. Heute habe ich allerdings schon ein wenig Angst davor, dass sich das abgebrochene Knochenstück verschiebt und ich nicht mehr richtig laufen kann. Ich lasse es also wirklich etwas vorsichtiger angehen - aber nicht so, wie der Doc es vorgegeben hat: "Sie können so auftreten, das ein Regenwurm unter Ihrem Fuß problemlos überlebt."
Top
-
22.09.2009 - Die Saison 2009 ist beendet
Soweit die schlechte Nachricht; das Radrennen in Münster kann ich vergessen.
Die Kernspinntomographie von heute Abend hat ergeben, dass durch den Sturz am Sonntag weder der Meniskus in Mitleidenschaft gezogen wurde noch irgendwelche Bänder gerissen sind. Das ist die gute Nachricht, die ich hören wollte.
Allerdings ist die Gelenkoberfläche eines Knochens gebrochen, d.h. ich darf das Knie nicht belasten. Schade eigentlich: Die Schmerzen sind heute soweit zurückgegangen, dass ich seit Mittag ohne Gehhilfen gehumpelt bin.
Morgen früh um 8 Uhr habe ich einen Termin beim Chirurgen meines Vertrauens. Mal sehen, was der so sagt. Ich hatte heute in der Firma schon mal Entwarnung gegeben und angekündigt, dass ich morgen Vormittag wohl wieder an Bord bin - das kann in die Hose gehen, wenn der Doc auf die Einhaltung der Ruhe und der Krankmeldung besteht.
Edit: 23.09.2009:
Der Doc besteht drauf! Es ist ein Stück des Wadenbeinknochens (??) abgebrochen und hat sich etwas nach unten verschoben. Um ein weiteres Absenken zu verhindern, darf das Bein nicht belastet werden. 2 Wochen krank geschrieben, obwohl ich mich anders fühle.
Top
-
21.09.2009 - Das war's wohl
Was war das doch für ein herrliches Spätsommerwetter am letzten Wochenende!
Am Samstag morgen bin ich mit Holger und Tim die 150-KM-Runde des MünsterlandGiros am 3. Oktober abgefahren. Die Trainingsrunde war von den Organisatoren des Rennens kostenlos auf die Beine gestellt worden. Ca. 180-200 Rennradler haben sich dafür am Samstag vor der Halle Münsterland eingefunden.
Um kurz nach 11 Uhr setzt sich der Tross mit je einem Begleitfahrzeug vorne und hinten in Bewegung. Auf dem ersten 30 KM wurde flüssig gefahren, der KM-Schnitt lag etwas unter 30 KM/h. Es folgte ein unplanmässiger Aufenthalt, bei dem sich bis kurz vor Münster die Polizei mit einem Streifenwagen und einem Motorrad zu uns gesellte uns in der Folge durch abgesperrte Kreuzungen freie Durchfahrt gewährleistete. Eine super Sache, die im Vorweg nicht geplant oder abgesprochen war. Aufgrund einer Großdemo in Münster wurden leider alle Einsatzkräfte abgezogen, so dass wir uns durch die Stadt schon an die Regeln halten mussten und dadurch viele Stopps an den Ampeln hatten.
Die Strecke selbst ist unspektakulär und bis auf einen Anstieg zwischen Beckum und Oelde weitgehend flach. Leider zog sich das Feld immer wieder auseinander und zusammen. Der Ziehharmonikaeffekt verursachte ein ständiges Bremsen und erneutes Antreten, so dass ein flüssiges Fahren nicht mehr möglich war - das ging den meisten irgendwann ziemlich auf den Geist.
Ein Verpflegungsstopp nach rund 82 KM in Oelde versorgte alle mit kostenlosem (kaltem) Mineralwasser, frischen selbstgebackenen Müsliriegeln und wer wollte, Pott's Radler. Auch im Ziel gab es freie Getränke (erneut die gesamte Palette der Pott's Brauerei) für alle.
Nach knapp über 5 Stunden hatten wir 162 KM auf dem Tacho.
Am Sonntag hatte ich für mich ein "Alibi-Schwimmen" mit anschließendem Mountainbike fahren und ggf. Am Nachmittag noch ein kleineres Läufchen geplant.
Ich fuhr bereits mit dem MTB zum Schwimmen, um später über den Berg von Rothenfelde nach Bad Laer fahren zu können.
Leider hat es mich in der Kurve zum Parkplatz des Schwimmbades vom Rad geschmissen. Ich war wohl in Gedanken gewesen, habe das Ende des Radwegs zu spät registriert und bin dann zu schnell in die Kurve gefahren. Ob einfach nur das Hinterrad weggerutscht ist, weil ich zu heftig gebremst habe, oder weil ich mit der Pedale auf den Boden gekommen bin , weiß ich nicht so recht. Ist auch jetzt egal.
Nachdem ich den ersten Schmerz verdaut und festgestellt hatte, dass dem Rad nichts passiert ist, ging ist mit einem schmerzenden linken Knie ins Schwimmbad. Lediglich Kraulschwimmen war drin, alles andere zu schmerzhaft. Nach einer halben Stunde beendete ich das lustlose Training, um endlich die Radtour in Angriff nehmen zu können. Quer durch die Feldmark Richtung Bad Rothenfelde, nur von einem meistens mittelmäßigem Stechen im Knie begleitet. Ich entschied mich dann nur direkt über den Berg nach Hause zu fahren, m das Knie etwas zu schonen. Irgendwie schienen zumindest einige Bänder etwas überdehnt zu sein, obwohl bislang nichts zu sehen war. Keine Schwellung oder so.
Zuhause kühlte ich das Ding dann schön, wobei die Schmerzen während der Ruhe immer mehr wurden. Am Nachmittag überzeugte mich die beste Ehefrau von allen, nun doch mal ins Krankenhaus zu fahren. Mittlerweile bewege ich mich nur noch mit Hilfe von Gehilfen, kann schlecht sitzen oder liegen, jede unachtsame Bewegung entlockt mir... na ja.
Der Röntgenbefund im Krankenhaus ergab, dass zumindest kein Knochen gebrochen ist. Auf jeden Fall ist wohl das Innenband überdehnt - das wäre nicht so dramatisch; aber es kann auch sein, dass der Meniskus etwas abgekommen hat. Das kann erst ein MRT klären.
Nun sitze ich also hier und harre der Dinge, die da kommen mögen. Heute Nachmittag noch zum Hausarzt und zum Chirurgen.
Langweilig ist mir jetzt schon ;-)
Top
-
13.09.2009 - Köln-Triathlon
Soooo.
Zwei Wochen sind seit dem NordseeMan ins Land gegangen. Was ist passiert?
Zunächst und hauptsächlich natürlich das Triathlon-Saisonende in Köln am letzten Wochenende.
Schon am Freitag Abend war ich mit Christine angereist. Die Kinder blieben diesmal zuhause.
Ich hatte mich wieder für das Hotel entschieden, in dem ich schon im letzten Jahr mit Jennie gewohnt hatte. Etwas abseits der Stadt und doch nah genug dran. Da wir erst nach Feierabend losfahren konnten, kamen wir entsprechend spät in Köln an und ließen den Tag direkt bei einem super Essen und einer Flasche Rotwein bei einem Spanier "gleich um die Ecke" ausklingen.
Der Samstag Morgen ließ sich ziemlich grau und windig an, als wir gegen 10:30 Uhr zum Fühlinger See hinausfuhren, um die Startunterlagen abzuholen. Ich hatte wenig Verlangen mit den Teilnehmern der Samstagswettbewerbe zu tauschen. So verkrümelten wir uns dann auch für dien größten Teil des Tages in die Kölner Innenstadt zum bummeln, essen, trinken, shoppen. Und so.
Am Abend checkten wir noch kurz das Rad am See ein. Da uns das Essen am Freitag zu gut gefallen hatte, sind wir zum Abendessen wieder bei dem Spanier und seinem Rotwein. Während Christine etwas schwächelte, war man später doch ziemlich überrascht, dass ich die ganze Pfanne Paella mit Meeresfrüchten und Fisch alleine verdrückt hatte. Sie war einfach zu lecker.
Das Schöne an dieser Veranstaltung in Köln ist, dass die Mitteldistanz erst um 12:30h gestartet wird. Das erlaubt nicht nur ein ausgiebiges Ausschlafen sondern auch ein ebensolches Frühstück. Als die Teilnehmer der Langdistanz unüberhörbar zwischen 4 und 5 Uhr auf dem Flur unterwegs waren, konnte ich mich in meinem warmen Bett noch so einige Male umdrehen.
In 4 Jahren war dieses meine 4. Teilnahme - mit 4 unterschiedlichen Kursen. Nach der harschen Kritik im letzten Jahr haben die Organisatoren gute Arbeit geleistet.
Die wichtigste Änderung ist die Verlegung der zweiten Wechselzone von Fühlinger See in den Zielbereich in Köln, schräg gegenüber von Dom auf der anderen Rheinseite. Da die Kleiderbeutel vom See ebenfalls hierhin transportiert wurden, entfällt nach dem Wettkampf der lästige Bustransfer zurück zum See. Diesen Schritt kann man, wenn man möchte, schon am Morgen machen. Wir haben also unser Auto im Parkhaus direkt neben dem Zielbereich geparkt und sind bei noch strahlendem Sonnenschein mit dem Shuttlebus raus gefahren. Christine ist dann später, als ich auf dem Rad unterwegs war wieder mit dem Bus zurückgefahren. Gute Sache.
Im Bus hatte ich ziemlich mit Schwindel- und Hitzeanfällen zu kämpfen, die sich erst später, als wir schon lange am See waren, wieder legten.
Das Schwimmen im wie immer kühlen (19°C) glasklaren Wasser der Regattabahn lief entsprechend meinen Erwartungen. Nach 0:43:02h war ich schon (für meine Verhältnisse "schon") aus dem Wasser - so schnell wie noch nie in Köln, glaube ich. Vor allem aber habe ich in diesem Jahr quasi nichts auf die Mütze bekommen. So schön kann Triathlon-Schwimmen sein.
Genau 4 Minuten dauerte der erste Wechsel mit Umziehen und verpacken der Schwimmsachen im Kleiderbeutel. Sicher, das geht auch schneller - aber warum? Season is over.
An der geänderten Radstrecke muss wohl noch gearbeitet werden, weniger was die Strecke betrifft als vielmehr an der drangvollen Enge dort, die ein windschattenfreies Fahren über mehr als 50 KM nahezu unmöglich machte.
Die erste Runde führt vom See in die Kölner Innenstadt zum Zielbereich über ca. 16,7 KM. Dann beginnt die zweite Runde, eine Große über 54,1 KM, die erneut zurück zum See und dann auf die Strecke der letzen Jahre, wieder am See vorbei und zurück in die Innenstadt führt. Jetzt folgt noch eine kleine Runde über ca. 10,5 KM.
Abgesehen vom Windschatten, den ich trotz einiger Ausbruchversuche nicht entrinnen konnte, lief das ganz gut. Es war trocken mit angenehmen 20-22 Grad und nur mässigem Wind. Irgendwie habe ich wohl meine Gels nicht so richtig vertragen. Auf dem Rad wurde mir erst flau im Magen, dann, auf den letzten 20 KM wurde ich richtig müde, hatte nicht mehr so die richtige Energie um Druck zu machen. In Anbetracht dieser und der bevorstehenden Laufprobleme wollte ich wohl ganz gerne beim zweiten Wechsel aussteigen, ließ es aber.
2:23:45h benötigte ich dafür - der Tacho zeigte später etwas über 85 KM an.
Die neue Laufstrecke führt als Wendepunktstrecke am Rhein entlang, zunächst stromaufwärts, und ist auf der Mitteldistanz zweimal zu bewältigen. Das Wetter hielt sich nach wie vor gut, der Wind kühlte angenehm, und die Schmerzen im Bein waren nicht so schlimm wie in Wilhelmshaven. Dafür machte sich der Magen mehr und mehr bemerkbar. Wahlweise wurde mir übel, oder ich hatte das Gefühl ein dringendes Geschäft nicht mehr aufhalten zu können. Irgendetwas lag wie ein Stein im Magen. Ich trank Wasser und Cola - das half aber nicht. Die auf der zweiten Runde (1. Runde: 0:52:12 / 10,5 KM) eingelegten Gehpausen waren dann im Grunde ein Gemisch aus Beinschmerzen und Magen/Darm-Problemen.
Aber auch das hatte dann wieder ein Ende. Nach insgesamt 5:11:25h kam ich als 278. ins Ziel, bzw. als 36. der Alterklasse.
Schade ist, dass ich gesund durchaus 20 Minuten schnelle gelaufen wäre und damit in Wilhelmshaven und Köln satt unter 5 Stunden geblieben wäre.
Hätte, wäre, wenn...
Hätte ich Christine nicht mitgenommen, sondern wie in den letzten Jahren eines von den Mädchen, wären wir wohl an diesem Abend nicht mehr nach Hause gekommen. Auf der Rückfahrt wurden die Beschwerden so stark, dass ich mich sowohl übergeben musste als auch starken Durchfall bekam. Zum Glück konnte Christine den Wagen fahren, während ich laborierend auf dem Beifahrersitz lag. Puuhh - können 2 Stunden lang sein!
Am nächsten Morgen war der Spuk dann weitgehend vorbei. Ich fühlte mich zwar wie gerädert, konnte aber zur Arbeit gehen. Es lag wohl an den Gels, die wie ein "Deckel" auf dem Magen lagen und nicht den Weg der Verdauung genommen hatten - daher auch die Kraftlosigkeit auf dem Rad und beim Laufen.
Insgesamt war das ein schöner Saisonabschluß.
Jetzt kann ich mich noch ein paar Wochen auf das Rennradtraining konzentrieren um dann am 3. Oktober die 150 KM beim Münsterland-Giro zu fahren.
Zwischenzeitlich gärt a schon das eine oder andere für 2010 und 2011. Aber davon mehr in den nächsten Tagen.
P.S.: An der Paella hat es definitiv nicht gelegen!
Top
-
30.08.2009 - NordseeMan
So. Nach einem Jahr bin ich jetzt quasi der Nord-Ostsee-Man ;-)
Nach der Langdistanz in Glücksburg vor einem Jahr stand gestern die halbe Ironman-Distanz (1,9 / 90 / 21 KM) in Wilhelmshaven auf dem Plan.
Schon am Freitag Abend sind wir (leider ohne Lisa) in unsere Ferienwohnung in Schortens, gleich um die Ecke von Wilhelmshaven eingerückt.
Leider wurde das Wetter schon auf der Hinreise den Vorhersagen der Wetterberichte gerecht - ab Oldenburg fing es heftig an zu regnen. Über Nacht kam noch starker Wind und sinkende Temperaturen hinzu.
Beim Abholen der Startunterlagen am Samstag Vormittag herrschte im Hafenbecken fast mehr Wellengang als in der Kieler Förde vor einem Jahr. Der kalte Wind kam mit ca. 30 KM/h von Süd / Süd-West. So war ich froh, dass ich noch einen Tag Zeit hatte und nicht über die Kurzdistanz am Samstag ran musste.
Sonntag früh um 7 Uhr war die Welt weitgehend in Ordnung. Mit nur 11 Grad war es zwar recht schattig, aber der Wind hatte nachgelassen und die Sonne ging vor einem wolkenlosen Himmel auf. Die Temperaturen und der Wind sorgten dann auch für allgemeines Gejammer in der Wechselzone. Warme Sachen für das Radfahren wurden, wo vorhanden, bereitgelegt. Ich hatte ich lediglich für eine Radweste entschieden, was im nachhinein richtig war. Viele waren später in Lang/Lang oder mit Arm- und Beinlingen plus Regenjacken unterwegs.
Pünktlich um 9 Uhr setzte ich mich mit der ersten Startgruppe in Bewegung, nicht ohne schon vorher einen ordentlichen Hieb Salzwasser geschluckt zu haben. Eine Welle hatte ich irgendwie zu mir verirrt. Der Dreieckskurs war zweimal zu schwimmen und führte zunächst mit dem Wind gegen die aufgehende Sonne. Letzteres machte die Orientierung recht schwer, wenn man keine Füße vor sich hatte. Nach ca 300 K(r)ampfmetern schwammen wir um eine Boje herum - jetzt gegen den Wind. Die Wellen kamen sehr "rubbelig" und ließen ein rhythmisches Schwimmen kaum zu. Im Gegensatz zur Ostsee, gibt es im geschlossenen Hafenbecken keine Dünung, mit der man schwimmen und atmen kann. So landete beim Atmen auch entsprechend viel Hafenwasser im Magen. Hatte ich auf der ersten Runde noch mehr den Eindruck zu ertrinken, und die eine Bleiente im Wasser zu liegen, verging der zweite Durchgang recht schnell. Ein Gefühl für die wirkliche Geschwindigkeit oder meine Platzierung hatte ich nicht. Um so erstaunter war ich, dass sich in der Wechselzone noch der Großteil der Räder befanden.
Hier verlor ich ein wenig Zeit, weil ich zunächst den Neo (wieder) nicht aufbekam und später die Socken und die Weste nicht zügig anbekam. Anderen ging es aber wohl genau so. Später stelle sich heraus, dass ich "schon" nach 0:37:21h wieder an Land war und als 41. nach unter 40 Minuten auf dem Rad saß. So, what??
Auf dem Rad dauert es immer ein Weilchen, bis sich der Puls beruhigt und ich mein Tempo gefunden habe. In Wilhelmshaven ging es gleich recht zügig an , schon nach wenigen 100 Metern hatte ich an einer Brücke die Befürchtung, dass mir entweder die Lunge oder meine Oberschenkel platzen. Beides traf nun nicht ein und ich konnte beruhigt meine Runden drehen, ohne zu oft überholt zu werden. 5 Runden waren zu absolvieren. Der Wind nahm von Runde zu Runde zu und machte uns ebenso wie der eine oder andere, zunächst kurze, Regenschauer, zu schaffen. Auf der letzten Runde kam's dann heftig von oben. Bis auf die Knochen nass (und kalt) erreichte ich die Wechselzone im Hafen nach 02:44:20h. Das entspricht einem Schnitt von 33,6 KM7h (inkl. beider Wechsel!!). Ich denke, dass war eine der besseren Radzeiten, die ich bislang so abgeliefert habe. Sicher nicht weltberühmt im Vergleich, aber gut für meine bescheidenen Verhältnisse. Schneller als erwartet und in etwa so schnell, wie (bei gutem Wetter) gehofft.
Danach kam der Halbmarathon, meine bis dato Lieblingsdisziplin. Nachdem ich mich mit nassen Socken in die vollgelaufenen Laufschuhe gequengelt hatte lief ich bei strömenden Regen und frischem, böigen Wind auf die erste der 4 Laufrunden. Die Radweste hatte ich angelassen und empfand sie bei zunächst vorherrschendem Rückenwind als zu warm. Das änderte sich nach 1,5 KM, als es auf der Standpromenade gegen den Wind ging.
Die erste Runde lief sich noch recht gut und ohne große Schmerzen. Auf der zweiten merkte ich den Anstieg zur Kaiser-Wilhelm-Brücke schon recht deutlich. Auf der dritten Runde nahm ich sie noch fast laufend und auf der letzten Runde ging ich sie hoch. Die Schmerzen in den Beinen waren nun fies und die Sache machte keinen Spaß mehr. Trotzdem lief ich den Halbmarathon, bis auf die wenigen Meter an der Brücke, durch. Darüber bin ich doch ein wenig froh.
Die Laufzeit war mit 1:54:03h wirklich so schlecht, wie erwartet. Unter gesunden Umständen laufe ich den Halbmarathon im Triathlon ca. 25 Minuten schneller, was mich in diesem Fall so richtig nach vorne katapultiert hätte.
So beendete ich den vorletzten Saisonwettkampf erst nach 05:15:45h auf Platz 96 bzw. Platz 16 in meiner Altersklasse (Schwimmen Platz 7 / Rad 12. / Laufen 13.)
Die Rückfahrt und die letzte Nacht waren von sehr schweren Schmerzen geprägt, die sich heute im Laufe des Tages fast in Nichts auflösten und nur einen gesunden Muskelkater in den Oberschenkeln vom radeln zurückließen.
Am kommenden Sonntag endet die Saison mit der Mitteldistanz in Köln, während der ich wohl wieder leiden, schimpfen und mich zum wiederholten Male fragen muss: "Warum tust du dir den Scheiß an?".
Top
-
25.08.2009 - Ein blauer Zehnagel - Endlich!
Nein - ich drehe nicht durch :-)
Ich heute zum zweiten mal seit letztem Sonntag wieder 15 KM am Stück gelaufen. Also: durchgelaufen. So ohne Pause. Dabei habe ich ich mal wieder einen blauen Zehnagel eingefangen. Schön ist das, wenn man Schmerzen einordnen kann.
Die im Bein werden (glaube ich) gaaaaanz langsam weniger. Das Laufen an sich ist bei weitem nicht die pure Freude und jeder Schritt tut weh; aber die Hoffnung stirbt als letztes - sagt man.
Der Osteopathe und der Sportarzt bzw. die Physiotherapeuten arbeiten mittlerweile (von einander unwissend) auf derselben Schiene. Beide bearbeiten zur Zeit "Triggerpunkte", also eine Art von "Verklebungen" oder "Verknotungen" in den Muskeln. Das tut fies weh und treibt, richtig gemacht, die Tränen in die Augen. Hilft aber und macht süchtig nach mehr ;-)) Insgesamt 6 Behandlungen habe ich hinter mir. Halbzeit also.
Am Sonntag steht die Mitteldistanz beim NordseeMan in Wilhelmshaven an und eine Woche späte ist (Triathlon-)Saisonschluß in Köln ebenfalls über die halbe Ironmanstrecke.
Ich hoffe, dass ich die beiden Halbmarathons irgendwie durchlaufen kann und das die Zielzeiten um die 5 Stunden liegen werden. Mehr ist wohl nicht drin, würde aber einen noch einigermaßen versöhnliches Saisonende bedeuten.
So ganz habe ich die Hoffnung auf einen Marathon auch noch nicht aufgegeben. In Frankfurt wird am 25. Oktober gerannt - der letzte interessante Termin in diesem Jahr...
Top
-
12.08.2009 Finishs in Sassenberg und Rheine
Ich
war in den letzten Wochen ein wenig (schreib-)faul, aber auch
schlecht motiviert, mich mit dem Sport zu befassen. Das einzige, was
Spaß macht ist das Rad fahren. Beim Schwimmen mache ich nicht mehr
als notwenig und laufen vermeide ich lieber. Es ärgert mich doch
irgendwie, dass ich momentan nicht so kann, wie ich gerne möchte.Was die Schmerzen im Bein angeht, habe ich mich jetzt einem Osteopathen anvertraut. Zweimal hat er jetzt an mir herumgebogen, morgen früh steht die dritte Sitzung an. Er diagnostizierte eine Blockade des Ilio-Sakralgelenks, was wiederum zu einer weiteren Blockade einiger Wirbel geführt hat. Beides versucht er nun aufzuheben. Ich glaube daran und deshalb meine ich, dass es bereits besser wird.
Wenn ich dann aber Laufe ändere ich meine Meinung recht schnell.
Zusätzlich war ich gestern bei einem Sportarzt in Osnabrück. Da er selbst Triathlet und Läufer ist, versteht er meine Sorgen und Probleme ganz gut. Zuerst hat er auf den Bandscheibenvorfall getippt, nachdem er den Befund des MRT von vor 4 Jahren angefordert und gelesen hatte, war die Diagnose dann die, die ich hören wollte: Muskuläre Probleme. Maßnahme: zunächst Massagen und Tabletten zur Muskelentspannung. Radfahren und Laufen darf ich ab morgen wieder.
Das Laufen trainiere ich nur einmal pro Woche auf der 11 KM-Runde. Zusätzlich habe ich die beiden Starts in Sassenberg (1,7 /66/14,6 KM) und Rheine (1,5/40/10KM) an den letzen beiden Wochenenden bestritten Mit den ersten beiden Disziplinen war ich mehr oder minder zufrieden. In Sassenberg war ich ein wenig enttäuscht über meine Leistung auf dem Rad - da hatte ich mehr erwartet, kam aber nicht in den Tritt. Auf der letzten Radrunde habe ich eine Schmerztablette genommen, um einigermaßen laufen zu können. Das Ding ist nach hinten losgegangen. Zwar waren die Schmerzen in Bein nicht so stark wie sonst, dafür hatte ich auf den ersten 5 KM derbe Magenschmerzen, die mich vom Durchlaufen abhielten und erst später nachließen. Als ich wieder zuhause war, sprangen alle Systeme auf "rot" nichts ging mehr.
Schwimmen: 0:29:26h / Platz 27
Bike 2:02:41 / Platz 70 (inkl. beider Wechsel)
Run 1:10:55 / Platz 71
Gesamt: 3:43:02h / Platz 62 / AK M45 Pl. 6
Platz 6 der Alterklasse habe ich auch in Rheine eine Woche später erobert, ohne Schmerzmittel.
So richtig Lust hatte ich keine und wollte selbst, nachdem ich die Startunterlagen schon abgeholt hatte, noch umkehren, Im 21°C warmen Dortmund-Ems-Kanal schwamm ich mal wieder zu weit von hinten los und hatte einige Mühe zu überholen. Die Arme wurden schwer und spätestens auf dem Rückweg der Wendepunktstrecke kämpfte ich gefühlt gegen das Ertrinken. Umso erstaunter war ich, als ich schon nach 25:15 Minuten wieder Land unter den Füßen hatte. Was der Neo doch alles so ausmacht - ich bin jedes Mal wieder überrascht. Selbst der erste Wechsel ging einigermaßen schnell von statten, so dass ich die 4 Radrunden schnell in Angriff nehmen konnte. Hier konnte ich fast den Druck machen, den ich machen wollte, auch wenn ich mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden bin. Das muss ich für das nächste Jahr noch emsig trainieren. Nach Genau 01:05h war ich wieder zurück in der Wechselzone und machte mich auf die ebenfalls 4 fast flachen Laufrunden, für die ich 50:19 Minuten benötigte. Mehr war nicht drin. 02:22:55h war die Gesamtzeit, mit der ich zufrieden sein kann. Platz 36 Gesamt und Platz 6 in der Altersklasse sind in Ordnung für dieses Jahr.
Fest im Plan sind jetzt noch der NordseeMan am letzten Augustwochenende in Wilhelmshaven und eine Woche später der Saisonabschluß in Köln, was mittlerweile eine gute Tradition wird. Beides Mitteldistanzen.
Zudem kämpfe ich noch mit mir, ob ich doch am kommenden Samstag über die Mitteldistanz in Hückeswagen gehen soll. Den Start für die Verbandsliga habe ich abgesagt, aber im offenen Feld könnte ich den Halbmarathon so langsam angehen lassen, wie nötig. Mal sehen, wie das Wetter wird.
Top
-
27.07.09 - Es läuft einfach nicht
Schietkram.
Ich merke, dass mir der Ironman und die zwei Wochen in Österreich gut getan haben. Auf dem Rad fühle ich mich gut und kann mehr Druck auf die Pedale bringen, als vorher.
Das Schwimmen habe ich etwas vernachlässigt. Gestern war ich im Versmolder Freibad und bin bei 21,6°C nicht nur fast erfroren sondern gefühlt auch ertrunken. Da stimmt die Koordination ohne Neopren nicht.
Rad fahren macht so richtig Fez momentan. Über 300 KM in der letzten Woche - Schuld daran sind meine Eltern, die ihre goldene Hochzeit feierten. Nach Nienburg bin ich mit dem Rad gefahren - über 1/2 Stunde schneller als im März habe ich die 143 Km absolviert - trotz teilweisem Dauerregen.
Nur das Laufen geht nicht. Heute bin zum erstem Mal seit zwei Wochen eine 11,2 KM-Runde gelaufen. Hölle. Nach 0,5 Km wollte ich schon umdrehen - das war mir aber dann doch zu blöd. Nach 3 oder 4 KM ging s etwas besser. Dafür kann ich jetzt weder sitzen noch laufen. Der Doc scheint irgendwie etwas sehr ratlos. 2 Termine bei anderen Ärzten habe ich Mitte August. Vielleicht können die mir wieder auf's Pferd helfen.
Am Sonntag steht der Triathlon in Sassenberg (1,7 / 66 / 15 KM) an, bei dem ich auf jeden Fall starten will. Mal sehen, was das wird.
Top
-
20.07.2009 - Ironman 2009-Nachlese
So,
ich habe das verregnete Wochenende dazu benutzt meine Homepage upzudaten:
Rennbericht
Impressionsvideo (35MB)
Fotogallerie
Top
-
05.07.2009 - IRONMAN!
Die Hitzeschlacht ist geschlagen.
Bekanntermaßen mag und liebe ich warme Temperaturen beim Wettkampf, aber das, was uns gestern geboten wurde, war schon fast grenzwertig. Seit einer Woche hatten wir wechselhaftes Wetter, immer wieder mit Regen- oder Gewitterschauern zwischendurch. Die Temperaturen lagen zwischen 20 und 25 Grad und stiegen seit Freitag an. Schon Freitagnachmittag hatte ich 37 Grad in der Sonne gemessen, Samstag waren es gute 28 °C im Schatten der Bierbude im Klagenfurter Strandbad, in dessen Nähe wir und fast den ganzen Tag aufhielten.
Galt es doch noch mehrmals über die schöne und relativ große Messe zu schlendern, der Wettkampfbesprechung beizuwohnen, Nachmittags Jennies Auftritt bei dem IRONKIDS-Wettbewerb zu unterstützen und um 17:30h das Rad in der Wechselzone einzuchecken, die zu dem Zeitpunkt schon gut gefüllt war. Viel zu tun gab es nicht – es durfte nichts am Rad deponiert werden. Zwei Wechselbeutel während des Eincheckens bereits mit abgegeben. Anschließend wurde ein Foto von Bike und Besitzer gemacht und ein Chip am Rad mit den Daten des Chips im Armband abgeglichen um Diebstählen beim auschecken vorzubeugen. Eine gute Sache, kostet nicht viel Zeit.
Am Sonntag früh das mittlerweile gewohnte Ritual: Um 03:30h aufstehen, frühstücken und die Verdauung in Gang bringen; zwischendurch die Familie davon überzeugen, dass sie doch alle aufstehen und mitkommen wollen ;-))
4:45h Abfahrt nach Klagenfurt. Die Temperatur lag schon jetzt um fast 8 Grad höher, als vor einem Jahr in Roth – und vor allem regnete es nicht. Um kurz vor 6 war ich dann in bei meinem Bike in der Wechselzone, pumpte die Räder auf, füllte die Trinkflaschen und deponierte Gels und Riegel am Rad und gab anschließend meinen letzten Wechselbeutel für nach dem Rennen in dem großen, dafür vorgesehenen Zelt ab. Damit war sicher, dass wir im Falle von Regen trockene Sachen bekommen würden.
6:20h Zusammen mit tausenden Zuschauern und Athleten stehen wir im Strandbad und lassen die gespannt-ruhige Stimmung auf uns einwirken. Musik unter anderem von Vangelis, Status Quo, ZZ Top und AC/DC lässt den Adrenalinspiegel ansteigen. Ich müsste noch mal – kann aber nicht mehr, weil sich lange Schlangen vor den mittlerweile schmutzigen Toiletten drängen. Das Geschäft muss also warten, bis das Rennen vorbei ist.
06:40h ist verabschiede mich von der Familie und reihe mich in die Schlange der Athleten vor dem Eingang zum Startbereich ein. Hier geht es nur langsam voran. Gesprochen wird nicht viel. Immer wieder Lautsprecheransagen auf Deutsch und Englisch, um alle Teilnehmer geordnet an den Start zu bringen. Die Organisation ist bis hierhin – und das wird sich aus meiner Sicht im weiteren Verlauf des Tages auch nicht ändern.
Die kurze Andacht auch Deutsch und Englisch bekomme ich kaum mit – ebenso den Start, der pünktlich um 7 Uhr durchgeführt wurde. Ich hatte nicht mehr auf die Uhr gesehen und nur noch darauf gewartet, dass die Nationalhymne gespielt und das Startbanner gesenkt wurde. Der Startschuss riss mich dann aus meinen Gedanken, aus der letzten Startreihe lief ich mit mehr als 2.400 StarterInnen in den Wörthersee, startete soeben noch meine Uhr und ab ging es zum längsten Tag des Jahres.
Auf den ersten 5-600 Metern hatte mehrmals das Gefühl ertrinken zu müssen. So ein Gehaue und Geprügel habe ich noch nicht erlebt. Später packte mich jemand an meine Schulter, drückte mich herunter und überschwamm mich. Unglaublich – soo langsam war ich nun auch wieder nicht unterwegs. Allmählich wurde mir doch ziemlich warm in meinem Neoprenanzug und unter der Badekappe. Ich denke, die Wettkampfrichter haben großzügig gemessen, als über die Neoprenfreigabe entschieden wurde. Letztendlich war ich aber froh mit dem Ding schwimmen zu dürfen. Vor den Bojen wurde das Gedränge jedes Mal wieder dichter, am meisten gab es aber vor der Verengung vor dem Lendkanal und im Kanal selbst auf die Mütze. Hier drängen sich die Schwimmer dann über ca 800 Meter auf eine Kanalbreite von vielleicht 15 Meter.
Schwimmsplit: 01:08:25h Damit war ich einigermaßen zufrieden, hatte jedoch eine Zeit von ungefähr 01:06h erwartet, die wohl dem Gedränge geschuldet ist. Platz 664 nach dem Schwimmen
Den Kleiderbeutel fand ich auf Anhieb an seinem Haken und auch der Wechsel machte mir keine Probleme. Normalerweise kämpfe ich immer mit Krämpfen beim Ausziehen des Neo’s.
Die Schwimmsachen waren schnell im freigewordenen Beutel untergebracht und einem Voluntier in die Hand gedrückt. Mein Rad stand in der letzten Reihe und war somit selbst für mich leicht aufzufinden. Dennoch kostete mit der Wechsel 23 Plätze
Wechsel 1: 0:04:45 / Platz 681 nach Schwimmen und Wechsel
Auf dem Rad ging es zügig los. Die Temperatur lag jetzt bei 21 Grad bei Fahrtwindkühlung und meist im Schatten.
Aufgrund der Vielzahl von Teilnehmern, die nahezu zeitgleich aus der Wechselzone kamen, war windschattenfreies fahren oder so zu überholen, dass nur zwei Räder nebeneinander fahren, auf den ersten 25 KM am Südufer des Wörthersees nicht möglich. Bis her hin hatten auch die Wettkampfrichter ein Einsehen. Zum ersten Mal wurde das Feld am 1 KM langen Anstieg nach Egg am Faaker See selektiert. Hier kam ich als 647 nach insgesamt 2:09:11h Wettkampfzeit oben an. Der Anstieg ist zwar nicht zu lang aber eben doch mit recht heftig. Ich war froh, dass ich die Runde vorher zweimal abgefahren bin. So bereitete mir das Ding auch keine Mühe.
Danach ging es weiter über Ledenitzen, Rosegg, Velden, Schiefling und St. Egyden. Hier lauerte dann der Rupertiberg, der die Durchschnittsgeschwinigkeit deutlich senkte. Über gut 2 KM zieht sich der Anstieg hin. Auf der ersten Runde war sich so gut drauf, dass ich der festen Überzeugung war, erst die Hälfte geschafft zu haben, als ich oben ankam. Bei beiden Anstiegen konnte ich viele Plätze gut machen, die ich jedoch in der Fläche meistens wieder verlor.
Die restlichen 27 KM über Ludmannsdorf und Köttmannsdorf zurück nach Klagenfurt verlaufen nur leicht wellig mit kurzen Anstiegen bis zu max. 4 % überwiegend bergab.
Zwischenstand nach Schwimmen und der 1. Radrunde: 3:46:37h / Platz 645
Zu Beginn der zweiten Runde war ich noch immer gut drauf. Die Schmerzen in den Beinen waren fast nicht da und weitaus geringer, als befürchtet. Dennoch habe ich mich weiter zurück gehalten. Bis zum nächsten Anstieg in Egg nach 122 Radkilometern lag ich nach einer planmäßigen Pinkelpause insgesamt auf Platz 655 (4:45:33h), nachdem ich mich zwischenzeitlich auf Platz 604 vorgearbeitet hatte. Das Thermometer am Rad stieg jetzt auf 34 Grad in der Sonne, trotz Fahrtwind. Unter dem Helm begann ich zu kochen. An fast jeder Verpflegungsstation nahm ich eine Flasche Wasser um diese mit meinem Maltodextrin-Konzentrat zu mischen. Die Stationen waren ca alle 20 KM eingerichtet.
Mittlerweile hatte ich irgendwie einen Tiefpunkt erreicht. Ich hatte den Eindruck nicht mehr vorwärts zu kommen. Auf dem Marathon freute ich mich allerdings auch nicht so recht.
Am Rupertiberg „flog“ ich diesmal nicht so hoch, konnte jedoch wieder gut überholen. Tropfnass kam ich oben an. 37°C. Nach insgesamt 5:52:46 Stunden Wettkampfzeit kam ich auch als 655 auf dem Rupertiberg an.
In Köttmannsdorf hatte ich dann einen weiteren unplanmäßigen Aufenthalt. In einer Bushaltestelle.
Das kam so: An einer Verpflegungsstation nahm ich eine Trinklasche mit Cola an, die bereits geöffnet war. Was ich nicht gesehen hatte war, dass direkt dahinter ein Anstieg begann, an dem ich schalten musste. Die Flasche konnte ich so schnell nirgends unterbringen. Ich hatte als eine Flasche in der einen Hand und benötigte die andere sowohl zum Schalten und zum Lenken. Klar – das ging in die Hose ich rutschte mit der schweißnassen „Schalthand“ ab und kam in einer Bushaltestelle zu liegen. Sofort waren Zuschauer und ein Wettkampfrichter zur Stelle um zu Helfen (Zuschauer) bzw. um fremde Hilfe zu unterbinden (Wettkampfrichter). Das war auch OK so, denn das Annehmen von fremder Hilfe ist gemäß den Regularien nicht gestattet und führt zur Disqualifikation. Abgesehen von etwas Hautabschürfungen an der linken Hand war ich OK, aber das Vorderrad drehte sich nicht mehr und der Lenker war etwas verdreht. Erst das Öffnen der Bremse und das Zurechtrücken des Bremskörpers gaben die Bremse bzw. das Rad wieder frei. Die Wettkampfrichterin gab mir ein Tempo, mit dem ich die Blutung etwas stillen konnte und nach ca. 3 Minuten konnte ich weiterfahren. Zum Glück standen auf den verbleibenden 20 KM keine großartigen Abfahrten mehr an.
Der Vorfall hat mich ca. 70 Plätze gekostet. 02:33:15h für die zweite Radrunde / 05:25:28h für 180 KM.
Nach 06:38:30h Wettkampfzeit erreichte ich nach 3,8 Schwimm- und 180 Radkilometern als 728. die Wechselzone. Rad abstellen, zum Wechselzelt laufen, vorher den Beutel mit den Laufsachen holen, umziehen und loslaufen. Der zweite Wechsel dauerte alles in allem 4:56 Minuten und kostete mich weitere 7 Plätze, was aber nebensächlich war, denn ich ging nach wie vor davon aus, dass ich den Wettkampf wie geplant nicht beenden würde.
Auf dem 1. Kilometer durch den von Zuschauern stark frequentierte Start-/Zielbereich verstärkte sich das Vorhaben auch noch.
In Anbetracht meiner guten Zwischenzeit begann ich kurz zu überschlagen: 6:44 Stunden hatte bisher „erste“ benötigt. Bis zum Zielschluß blieben mir also noch mehr als 10 Stunden – in denen ich die 42 Kilometer so oder so irgendwie hinter mich bringen können würde. Selbst auf dem Zahnfleisch. Schon jetzt fiel also die Vorentscheidung, die ich mir bis zum Halbmarathon vorbehalten wollte. Ich ließ es recht ruhig angehen. 5:20-5:30 Minuten/KM lief ich auf den ersten 10 KM, bei den Verpflegungsstationen, ca. alle 2,5 KM ging ich zügig und verpflegte mich. Vor allem mit Getränken und Schwämmen. De Hitze und die Luftfeuchtigkeit machten mir neben den erwarteten Schmerzen im rechten Bein zusätzlich zu schaffen. Aber damit war ich bei weitem nicht alleine. Viele gingen und viele mussten aufgeben bzw. sich in ärztliche Versorgung begeben. Ungefähr 250 Teilnehmer/Innen sahen das Ziel nicht.
Christine und die Kinder sah ich zum ersten Mal kurz nach der Halbmarathonmarke (02:16:34h) . Auf die Frage, ob ich weiter mache antwortete ich: Ich bin jetzt auf dem Weg nach Westen – also muss ich den zweiten Halbmarathon zu Ende laufen.“ Logisch? Nicht wirklich. Genau 9 Stunden waren jetzt seit dem Start Start vergangen – das war nicht so übel wie befürchtet, ob die Schmerzen so eintraten wie ich es trotz der Laufpause erwartet hatte. Platz 854. Allmählich wurde ich nach hinten durchgereicht.
Endlich zogen die herbeigesehnten Regen- und Gewitterwolken auf und kamen schnell näher. In den Genuss der Abkühlung kam ich jedoch nicht. Ich wanderte zu diesem Zeitpunkt nach Krumpendorf in die falsche Richtung. Der Regen kam im Bereich Klagenfurt / Start-Ziel-Bereich herunter.
Auf der zweiten Runde wechselte ich kurze Laufstrecken von vielleicht 100 – 300 Metern mit Gehpausen ab.
Als ich Klagefurt wieder erreichte, bekam ich zwar noch etwas Regen ab, da aber die Sonne von Westen schon wieder mächtig brannte, wurde die Luft noch einmal feuchter. 2 Stunden und 34 Minuten sollten noch vergehen, bis ich auf den zweiten Halbmarathon hinter mich gebracht hatte.
Der Zieleinlauf nach 11:34:42 Stunden war emotional überwältigend und nicht mit denen in Roth und Glücksburg im letzten Jahr zu vergleichen – obwohl beides sehr (!) schöne Veranstaltungen sind. Schon eher mit Frankfurt 2007, aber das wird wohl für immer unvergesslich bleiben. Vielleicht auch ein Grund, warum ich mit in der letzten Woche schon für den Ironman Frankfurt 2010 angemeldet habe? Oder liegt es doch am „Label“ IRONMAN?
4 Starts über diese Distanz, 4 mal gefinished. Klagenfurt war nur unwesentlich schneller als die beiden Rennen im letzten Jahr, hat mir aber trotz der Beschwerden sehr viel Spaß gemacht. Wahrscheinlich auch, weil ich es ohne Druck angegangen bin – weil ich ja eigentlich spätestens auf der Laufstrecke aussteigen wollte… Aber das ist der der langen Wettkampfzeit auch irgendwie blöd.
Die Splitzeiten
Swim 3,8 KM 01:08:25h
Wechsel 1 00:04:56h
Bike 180 KM 05:25:28h
Wechsel 2 00:05:14h
Run 42 KM 04:50:37h
Platz 1028
Top
-
21.06.2009 - Triathlon Münster
War das eine Nacht. Die Knochen taten weh ohne Ende - Nachwirkungen vom 4,8 KM-Läufchen gestern Abend. Um kurz vor 7 klingelte brav der Wecker, der prompt einen auf den Kopf bekam. Um 8 Uhr weckte mich dann irgendetwas...
Kein Problem, ich wollte ohnehin erst gegen 8:30h nach Münster fahren - nur wollte ich meine Sachen in Ruhe zusammensuchen und einpacken. So wurde alle ein wenig hektischer.
Im Auto fiel mir nach 10 Minuten zum Glück noch ein, dass ich die Schwimmbrille vergessen hatte.
Nun war also also soweit alles klar für meinen 31. Triathlonstart - den ich zum 30. Mal finishen wollte. Die Zeichen dafür standen nicht zu gut, wenn man die letzten Postings liest.
Im Startbereich am Münsteraner Hafen ging es irgend wie es irgendwie unkoordiniert zu. Der (gedachte) Weg zur Wechselzone war gesperrt ("Hier ist die Hölle los, Ihr könnt auf eigene Gefahr dahinten lang gehen").
Geht gar nicht. Keine Ausschilderung. Auch nach dem Wettkampf war es undurchsichtig, wie man zurück zum Rad und mit dem Rad aus dem Parc Fermé kommt (auf jeden Fall hat mich niemand kontrolliert, was für gewöhnlich üblich ist)
Die Wechselzone ist einer ehemaligen Industriehalle unterbracht, deren Charme ich einfach mal als bedrückend und kühl beschreiben möchte. Die Stimmung hier war allerdings gut. Sowohl von der Moderation mit Musik und Großbildleinwand als auch später von den Zuschauern her.
Der Schwimmstart fand 500 Meter weiter im Kanal statt. Der Weg dort hin war zum Teil steinig, weil unbefestigt; einige Glasscherben lagen zwischen dem Kopfsteinpflaster. Nicht so ganz ideal also.
Die Wettkampfbesprechung im Startbereich gab im Wesentlichen das wieder, was auch zwischendurch in der Wechselzone schon immer durchgesagt wurde.
Punkt 11:00 Uhr kam die Sonne zwischen den Wolken heraus und ich startete in der ersten Startgruppe - wie immer von hinten. Dennoch gab es wieder einiges auf die Mütze, woran man sich aber gewöhnt. 18°C hatte das trübe Wasser - erträglich. Es kam mir deutlich wärmer vor, als die 17,5 Grad in Hannover vor zwei Wochen. Der Rest des Schwimmens war unspektakulär. Ich hatte keine Probleme mit der Orientierung, obwohl ich mich aus den Gruppen heraushielt. Die Bojen waren gut sichtbar.
Schwimmausstieg nach 26:37 Minuten , damit kann ich gut leben, obwohl ich dieses Jahr im Becken mit Neo schon schneller war.
In der Wechselzone hatte ich stärker als sonst üblich mit Krämpfen in den Beinen beim Ausziehen des Neo's und Anziehen der Radschuhe zu kämpfen. Auch die Technik ärgerte mich - ich hatte die Pulsuhr zunächst ganz ausgedrückt und musste sie neu einstellen, dann wieder ausgestellt und von Neuem probiert... Zu guter letzt noch den Helm und die Brille herunter geschmissen.
Aber dann ging's doch noch auf die Radstrecke. Hier versuchte ich das an Druck zu machen, was ich glaubte, meinen Beinen zumuten zu können. Die meckerten zeitweilig ganz schön. Dennoch wurde ich relativ wenig überholt und konnte im Gegenzug auch einige überholen. Irgendwie spürte ich den Atem meines Vereinskollegen Holger Steuer, der 10 Minuten nach mir gestartet war und ein super Radfahrer ist, schon im Nacken.
So freute ich mich, dass ich ohne von ihm eingeholt worden zu sein, noch die WZ 2 erreichte. 01:04:30h brauchte ich für den Radabschnitt inkl. schieben beim ersten Wechsel. Die Radstrecke war mit 37,1 KM aber auch zu kurz geraten.
Nach 01:12 Minuten war ich dann auf der Laufstrecke. Oh weh. Schon nach wenigen Metern wollte ich raus. Alles schrie in mir und die Vernunft sagte "aufhören, sofort". Das Kleinhirn meldete den Ernstfall an das Großhirn: "Faust geballt, fertig für den Abschuss auf den nächsten Zuschauer, der "schneller" oder ähnliches ruft".
Die Blöße wollte ich mir dann aber doch nicht geben. Ich beschloss sehr langsam zu laufen und nach 5 KM auszusteigen. Zwischen KM 1 und 3 war ich die "erste Frau", die dann aber überholt wurde ;-)
Die erste Runde ging zu Ende, ich lief durch die Halle, ballte wieder die Faust und lief auf die zweite Runde. Kurz vor KM 7 kam Holger dann und brachte sicher gute 2-3 Minuten plus die 10 Minuten vom Schwimmen ins Ziel. Chapeau.
Das offizielle Ergebnis fehlt noch. Ich denke, dass ich ca. 2:17:46h gebraucht haben dürfte, denn auch die Laufstrecke war vermutlich nur 9,3 KM lang. Dafür benötigte ich 42:32 Minuten, wobei die Schmerzen ab KM 6 etwas erträglicher wurden.
Auch heute Abend fühle ich mich wesentlich besser als gestern...
Top
-
20.06.2009 - Firmenlauf in Borgholzhausen
Zum dritten Mal waren wir gestern beim Firmenlauf in Borgholzhausen und haben unsere Firma mit 3 Teams á 3 Läufer/innen vertreten. Leider hatten wir zwei kurzfristige Ausfälle, von denen wir nur einen ersetzen konnten. Das hat zur Folge, dass nur zwei Teams in die Wertung gekommen sind.
Insgesamt wurden 141 Teams in den Kategorien Männer/Frauen/Mixed/Walker = 423 Athleten, gewertet.
Aufgrund meiner Beschwerden war ich deutlich langsamer als ich gehofft hatte. Einen ähnlich langen Kurs (4,8 KM) hatte der Triathlon in Hameln, den ich in 16:13 min gerannt bin. So hatte ich auf eine 17-er-Zeit gehofft. Schon nach wenigen Metern machten sich die Schmerzen im rechten Bein, die nun langsam auch ins linke ausstrahlen bemerkbar. Erschwerend kam eine drangvolle Enge auf den ersten 3-400 Metern hinzu, obwohl wir uns schon recht weit vorne rein gestellt hatten.
Der schöne Kurs, mit reichlich motivierten Zuschauern, war zweimal zu durchlaufen, was an den Beschwerden nichts änderte, außer, dass die Bratwurst, die ich 2 h vorher gegessen hatte, auf der zweiten Runde etwas "quer" lag ;-))
Nach 19:10min war ich mit dem Thema durch, die Kollegen folgten in relativ kurzen Abständen. Mit einem Team bin ich 27. geworden, das zweite gewertete steht auf Platz 54.
Die 19 Minuten dürfen für ca. Platz 19 in der Einzelwertung reichen.
Die Folge: Schon beim Bier danach konnte ich kaum stehen (lag nicht am Bier), während der Nacht kam ich mir trotz Schmerzmittel wie ein Brummkreisel vor, weil ich keine schmerzfreie Lage finden konnte.
Spaß gemacht hat's mir trotzdem. So!!
Top
-
14.06.2009 - Irgendwie ist alles Käse
Gesteigerte Schmerzen, vor allem im rechten Bein habe ich ja schon seit dem Hamburg-Marathon zu verzeichnen. Spätestens.
Seit gut einer Woche kann ich das Laufen im Prinzip fast ganz vergessen. Es sind dieselben Schmerzen wie vor 5 Jahren bei meinem ersten Bandscheibenvorfall. Nur davon abgesehen, dass ich mit dem Bein bislang noch nicht am Teppich hängen geblieben bin :-)
Laufpausen, Wärmebehandlung, Dehn- und sonstige Übungen schlagen bislang nicht an.
Am letzten Sonntag war ich ja noch einigermaßen froh, das ich in Hannover ausgestiegen bin und dadurch den Halbmarathon vermieden habe. Montag habe ich mich über 11 KM geschleppt und am Freitag über 16 KM. Letzteres war zwar kein Vergnügen, aber zwischenzeitlich dachte ich, sooo langsam könnte ich auch einen Marathon überstehen. Die Beschwerden am Abend und gestern waren da eher gegensätzlich.
Deswegen habe ich heute auch den Kurztriathlon in Lohne, auf den ich mich doch gefreut hatte, ausfallen lassen. Statt dessen bin ich mit Jennie locker 50 KM Rennrad gefahren, bis uns der Regen nach Hause getrieben hat.
Mein Bewegungsdrang zwingt mich also derzeit mehr zu schwimmen und Rad zu fahren. Schwimmen ist ja kein Problem (mal vom Spaßfaktor abgesehen), auf dem Rad lässt es sich einigermaßen aushalten.
Am kommenden Samstag laufen wir in Borgholzhausen den Firmenlauf mit. 3 englische Meilen, rund 4,8 KM also. Das wird wohl irgendwie gehen. Außerdem habe ich meine feste Zusage zum Start gegeben. Nachdem ich vor 3 Jahren als Initiator schon wegen eines Radunfalls ausgefallen bin, will ich mir/uns das nicht schon wieder antun. Also: alles geben und mal sehen wie es läuft.
Für den Sonntag habe ich den Start beim Münster-Triathlon fest eingeplant. Das werden dann auch wohl die beiden einzigen Laufeinheiten in der kommenden Woche.
15 KM - eine wirklich miese Ironman-Vorbereitung...
Keep the fire burning!
Top
-
07.06.2009 - Hannover-Wasserstadt-Triathlon D.N.F.
Ich war als erster unter Dusche – auch als einziger. Das ist wohl das Positive der heutigen Veranstaltung.
Nachdem es die ganze Nacht und den Morgen hindurch leicht geregnet hatte (wie in Roth letztes Jahr), war das Schwimmen ja noch OK und gut auszuhalten. Außentemperatur knapp über 10 Grad (Mittags), Wasser 17,5°C. 33:04 Min. War nicht überragend schnell, aber soweit in Ordnung.
Auf dem Rad kam ich erst gar nicht in den Tritt. Zu kalte Füße und Hände, Schmerzen im rechten Bein und im Rücken, richtig sitzen konnte ich auch nicht. Das legte sich erst nach knapp 20 KM. Die Temperatur stieg nahezu rasant auf 13/14 Grad.
Als ich anfing, mich etwas wohler zu fühlen, riss mir direkt hinter der Verpflegungsstelle am ersten Wendepunkt der Schaltzug für den Umwerfer, als ich wieder hoch schalten wollte. Das war’s dann. Nur mit dem kleinen Kettenblatt wollte ich die letzen beiden Runden auch nicht abstrampeln.
Von dort aus waren es nur wenige hundert Meter zurück zur Wechselzone. Von daher ein idealer Ausstiegspunkt. Wäre mir das eine Runde später nach 60 KM passiert, wäre ich vermutlich weiter gefahren.
Im Grunde genommen war ich zunächst nicht so furchtbar enttäuscht darüber, aber nachdem mir wieder warm geworden ist, ärgere ich mich doch ein wenig ;-)
Andererseits: das Laufen wäre wohl eine Tortour geworden mit den Schmerzen im Bein.
Das erste D.N.F (did not finish) im 30. Triathlon-Wettkampf muss ich jetzt verdauen und mein Bein schonen. Wenn alles gut geht, starte ich am nächsten Sonntag auf der Kurzdistanz in Lohne und in zwei Wochen in Münster (sowieso).
Top
-
24.05.2009 - Radmarathon Greffen
So lang / weit bin ich bislang noch nicht Rad gefahren. 205 KM Radmarathon plus 38,5 KM An- und Abfahrt bis Greffen. 243,5 KM also.
Schon früh morgens um 6:45h haben wir uns in Versmold getroffen um dann gemütlich nach Greffen zu radeln. Die Sonne kam schon gut hoch, die Temperaturen waren eher noch Maikühl und erforderten das Tragen einer Windjacke oder Armlingen. Pünktlich um 07:30h wurden die ca. 60 Starter der Marathon-Distanz auf die Runde geschickt.
Ziemlich unkoordiniert und sehr locker fuhren wir die ersten 20-30 KM. Gruppen bildeten sich erst in den Hügeln des Teutoburger Waldes, fielen aber an den Anstiegen und Abfahrten schnell wieder auseinander. So ab ca. KM 130 zwischen Hilter und Bad Laer hatte sich eine Gruppe um uns von ca. 10 Personen zusammengefunden, die recht homogen im Verband gegen den Wind arbeitete und das Tempo hoch hielt. Auf diesem Teilstück hatte ich meinen persönlichen Tiefpunkt. Die zügig gefahrenen Berge und jetzt das Kämpfen gegen den Wind hatte mehr Körner aufgebraucht, als gut war. Nach dem nächsten Verpflegungspunkt in Füchtorf ging es wieder besser.
Der Kern der Gruppe mit 8 Teilnehmern fuhr den Marathon bis zum Schluss durch, so dass wir trotz der "Bummelfahrt" am Anfang und den zeitraubenden Anstiegen auf einen Schnitt von über 30KM/h kamen. 225 KM zeigte mein Tacho an, als wir wieder in Greffen waren.
Zu zweit fuhren wir bis Versmold zurück, mir blieben dann noch 10 mühsame KM bis nach Hause. Auf dem Weg dahin fuhren die Systeme des Körpers allmählich herunter. Ich kam total platt an und erst nachdem ich ausgiebig getrunken und etwas gegessen hatte sowie ein kurzes Nickerchen im Garten hinter mir hatte konnte ich duschen und den angenehmen Dingen des Lebens nachgehen ;-))
Die RTF selbst war super organisiert. 6 gut ausgestattete Kontroll-/Verpflegungsstationen mit ausreichend Getränken und Rosinenbrot sowie teilweise Käse-/Wurstbrot, Knoppers, und einmal mit warmer Hühner-Nudelsuppe sorgten für ausreichen Nachschub.
Ziemlich genau 10 Stunden war ich unterwegs. Reine Fahrzeit: 08:14h
Top
-
23.05.2009 - Neoprenschwimmen
Allmählich wird es ja mal Zeit:
In zwei Wochen steht die Mitteldistanz in Hannover-Limmer an. 2 KM im Kanal schwimmen - heißt: Neopren. Pflicht für mich sowieso.
Das heißt aber auch: Bei Zeiten muss das gute Teil mal geschwommen werden, damit man sich daran gewöhnt. Seit einiger Zeit habe ich damit geliebäugelt, morgens früh für der Arbeit im Feldmarksee zu schwimmen - aber na ja. Was soll ich sagen. Ich komme halt schlecht aus den Federn in diesem Jahr.
Heute Vormittag musste es dann sein. Im Versmolder Freibad. Das Wasser war mit knapp 21 Grad angenehm kühl und die meisten anderen Schwimmer blieben lieber im warmen Hallenbad.
Wenn ich das Ding dann schon einmal anhabe, dachte ich mir, müssen es auch 3,8 KM sein, Ernstfall-Probe also. 01:06:43h im Becken, das ist ganz anständig für meine Verhältnisse, erfordert aber noch die eine oder andere lange Trainingseinheit vor dem Ironman.
Der Neopren bringt mir auf dieser Strecke und bei der derzeitigen Form ziemlich genau 10 Minuten!
Morgen steht der Radmarathon in Greffen an. 207 KM plus An- und Abfahrt mit dem Rad. Das werden dann rund 250 KM. Das Wetter soll gut werden, also... auf geht`s
Ach ja: Das Laufen macht mir noch immer keinen Spaß. Es zwickt und schmerzt überall. Kann nur noch besser werden.
-
17.05.2009 - na, willst Du auch mal im warmen Wasser schwimmen?
... das war die Frage eines Triathleten auf dem Parkplatz vor dem gestrigen Hameln-Triathlon. Hintergrund ist das wirklich sehr kalte Wasser vor einer Woche bei uns in Versmold ;-)
Die Veranstaltung mit über 400 Teilnehmern war ein voller Erfolg. Wir konnten die Kritik und Anregungen aus dem letzten Jahr umsetzen. Die Rückmeldungen der Teilnehmer in Mails und im Internet sowie in der Presse war durchweg positiv.
Morgen beginnen wir bereits mit den Planungen für 2010 – jedes Jahr ein bisschen besser.
Das ganze Drumherum hat mich doch zeitlich sehr in Anspruch genommen, was sich negativ auf meine Trainingsaktivitäten ausgewirkt hat. Nach dem Veranstaltungswochenende selbst hatte ich das Gefühl, eine Mitteldistanz hinter mich gebracht zu haben. Platt.
Mein eigener Einstieg in die neue Triathlonsaison liegt nun auch schon hinter mir.
Nachdem ich am Samstag noch 80KM zügig durch den Teuto, Berg- und Tal gefahren bin, was mir trotz des Windes Spaß gemacht hat, habe ich wie im letzten Jahr am Sonntag mit der Sprintdistanz in Hameln angefangen.
Da sich so früh am Sonntag aus der Familie niemand zum Mitkommen aufraffen konnte oder wollte, bin ich also alleine in den Sonnenaufgang geritten. Ein gutes Vorzeichen – der Wetterbericht sagte Regen an und nahm mir schon im Vorfeld die Lust auf einen Start. Um kurz nach 8 Uhr hatte ich die Startunterlagen in der Hand und richtete meine Wechselzone im weitläufigen Weserbergland-Stadion ein. Die Starts erfolgten nebenan im 50-Meter-Freibad nach Altersklassen getrennt. Im meinem fortgeschrittenen Alter ;-) kam ich schon um 09:30h an die Reihe. Die Sonne hatte sich mittlerweile verkrümelt und die Luft war im Wind entsprechend kalt. 12-16 Grad wurden es dann auch nur. Das „warme Wasser“ (s. Überschrift) kam mir gar nicht so warm vor – ich konnte nicht so schnell zittern, wie ich fror.
6 Mann auf einer Bahn, das war in Ordnung. Da 4 von denen in etwa gleich stark waren, gab es aber trotzdem reichlich auf die Mütze. Die erste Bahn kämpften wir noch zu dritt nebeneinander, wobei die Wende etwas eng wurde. Zunächst schwamm ich an vorletzter Stelle, konnte aber nach 250 Metern zwei Plätze gut machen. Die 09:27h bei Ausstieg aus dem Wasser enttäuschte mich dann doch sehr: zum einen hatte ich das Gefühl schneller unterwegs gewesen zu sein, zum andern kam die Erkenntnis, dass mein Wintertraining nicht so furchtbar viel gebracht hatte. Im Training steige ich bei gleichen oder etwas schnelleren Zeiten deutlich entspannter aus dem Becken.
Aufgrund der langen Wege dauerte der erste Wechsel 3:38 min. Der anschließende Radkurs auf einer 5-KM-Wendepunktstrecke war zweimal zu fahren. Die Beschaffenheit der windanfälligen Strecke ließen hohe Geschwindigkeiten zu, die lediglich während eines ca 1 KM langen Anstiegs mit 1-2% Steigung vor dem Wendepunkt absanken. Nach 33:04 Minuten waren die exakt 20 KM absolviert und der sich zwischenzeitlich eingestellte Spaß hatte schon ein Ende. Ein Schnitt von 36,29 KM/h – da brannten die Oberschenkelmuskeln doch schon...
Der zweite Wechsel ging nach 2:03 min über die Bühne. 5 KM sollte die wie zum letzten Jahr identische Strecke lang sein. Da kann man alles geben – was ich auch tat. 17:12 Minuten stehen zu Buche – 1 Sekunde schneller als 2008 - und lassen vermuten, dass die Runde vielleicht nur 4,7 KM lang ist. Dennoch wieder eine Superzeit für mich.
Am Schluss steht als eine 1:05:25h – 1 Minute und 11 Sekunden schneller als letztes Jahr.
Platz 119 (2008 = 150) von 498 Finishern, Platz 14 in der Altersklasse (da hatte ich mehr erwartet).
Jetzt geht es weiter mit den Planungen.
Zunächst muss ich das Training wieder intensivieren. Besonders am Laufen habe ich seit dem Hamburg-Marathon noch keinen Spaß wieder gefunden. Lange Radeinheiten müssen her. Wir haben vor bei gutem Wetter am kommenden Sonntag einen Radmarathon (200 KM) zu fahren. Spätestens zu Pfingsten bzw. in der Urlaubswoche danach will ich einige Tage auf dem Rad verbringen und eine Art Trainingslager zuhause machen. Der nächste Triathlon-Start ist die Mitteldistanz in Hannover im Anschluss an die Trainingswoche.
-
03.05.2009 - Hannover-(Halb-)Marathon
Na also.
Es geht doch noch ein bisschen. Nach dem ernüchternden Ergebnis in Hamburg vor einer Woche in den Knochen bin ich mit meinem Abschneiden auf der Halben Marathon-Distanz in Hannover doch recht zufrieden.
Es war mit 1:26:12h zwar nicht mein bestes Ergebnis auf dieser Strecke, aber das beste nach einem Marathon und in jedem Fall die beste Platzierung in Hannover bei 5 Starts ;-)
Gesamt Platz 68 (von 3.588 Männern im Ziel, Altersklasse 9. von 587)
In Anbetracht der Tatsache, dass wir am Samstag Abend unser Betriebsfest gefeiert haben, das ich um Mitternacht nachdem ich in der 3-Liter-Klasse gestartet war, beendete, war das gut. Auch jeden Fall gut hydriert.
Am kommenden Wochenende richten wir in Versmold unseren eigenen Triathlon aus, der bereits in der Voranmeldung alle Rekorde schlägt. Das wird wieder eine tolle Sache und meinen vollen Einsatz fordern. Somit wird diese Woche wohl eher eine Regenerative.
-
27.04.2009 - Hamburg - und ewig grüßt das Murmeltier
Der Titel sagt es bereits und die nackte Zielzeit auch: 03:10:23h.
Meilenweit am Ziel vorbei geschossen. Bei den Bayern wäre (ist) der
Trainer Klinsmann entlassen worden, bei mir sehen die Konsequenzen
und deren Folgen konkreter aus: Ich laufe keinen Marathon mehr!Zumindest nicht um die 3 h zu knacken. Aus vorbei, Ende.
Auch heute, einen Tag nach dem letztendlich erfolgreichen Finish steht der Entschluss.
OK, gestern habe mir mir noch geschworen, frühestens 2010 wieder einen Marathon zu laufen, heute kann ich mir vorstellen, weitere, aber ohne selbst auferlegten Zeitdruck zu absolvieren. Aber, um das von klar zustellen und keinen Raum für Spekulationen zu lassen: zu einen "ich-möchte-nur-ankommen-Läufer" werde ich nicht mutieren! Das ist und bleibt Sport und Wettkampf, bedeutet also Anstrengung und ein gerüttelt Maß an Schmerzen.Es ist einfach, eine Ausrede oder Entschuldigung zu finden, warum es wieder nicht geklappt hat.
- klar, die Bandscheibenprobleme drängen sich vordergründig auf und waren auch nicht zu vernachlässigen, aber erst in der zweiten Hälfte des Rennens, was ja mittlerweile für mich normal geworden ist.
- Das Wetter: herrlich warm, 12 Grad vor, 15 Grad beim Start, während des Marathons bis auf 26 Grad ansteigend, prima Sonnenschein - "Reiner-Döpke-Wetter" also.
Sollte man meinen, denn schließlich bin ich meine besten Marathons bei warmen Wetter gelaufen. Vielleicht sollte ich das "Reiner-Döpke-Wetter" mal neu definieren?
Glaube ich kaum, denn lieber schwitze ich, als ich friere; und ich friere wirklich leicht...
- Leichte Krämpfe in der Wade: nur anflugsweise zwischen KM 19 und 20, danach "vergessen" weil...
- ... ab KM konnte ich ohne heftige Seitenstiche nichts mehr essen (Gel) oder trinken; hier musste ich das erste Mal kurz stehen bleiben.Eine genauere Analyse fällt schwer. Ich war wieder Trainingsweltmeister, habe den ganzen Winter über ordentlich trainiert, und konnte das im Wettkampf nicht umsetzen. Die Probleme aus der letzten Woche (Bandscheibe / verdreht...) waren vermutlich nicht die Ursache, die Schmerzen hatte ich nur auf den ersten, vielleicht 10, Kilometern - und die bin ich super gelaufen:
10 KM - 0:40:41 h - das kann sich sehen lassen
20 KM - 1:22:18 h
21,1KM- 1:27:14 h - mit Seitenstechen schneller als der Halbmarathon vor 2 Wochen; und das locker,, mit "gebremsten Schaum"
30 KM - 2:07:15 h - noch alles im grünen Bereich (zeitmässig zumindest)
40 KM - 2:59:30 h
42,2KM-3:10:23 h15 "Solo"-Marathons habe ich jetzt gelaufen.
- 03:05h - 6 x
- 03:10h - 3 x
- 03:15h - 4 x
- 03:20h - 1 x
- 03:25h - 1 xDie besten Zeiten habe ich (fast) jedes Jahr im Herbst gelaufen , nicht nur, weil ich 1/3 der Rennen im Frühling und 2/3 im Herbst bestritten habe, sondern vielleicht auch, weil ich mir über die (Triathlon-)Saison eine bessere Kondition erarbeitet hatte. Das wollte ich in diesem Jahr durch die 3 Halbmarathons im Vorfeld kompensieren, auch das hat nicht geklappt.
Einen Race-Report schreibe ich demnächst.
Top -
24.04.2009 - Hamburg -2
Übermorgen geht's los.
Allmählich freue ich mich. Zumindest darauf, dass ich mit den Mädchen ein Wochenende in Hamburg verbringen werde.
Nachdem ich es die ganze Woche nicht geschafft habe, zu schwimmen, habe ich mir kurzfristig heute einen Tag Urlaub genommen. Um kurz vor 9 war ich dann im sonnendurchfluteten Osnabrücker Nettebad und spulte 3,8 KM ab. Das ging ganz locker, insbesondere die 1000 Meter, die ich mit Paddles geschwommen bin. Gut, zugegeben, beim 200 Meter Ausschwimmen waren die Arme ganz schön schwer. Ich hätte aber unter normalen Umständen auch noch weiter schwimmen können. Das Becken wurde dann aber eh zu voll.
Am Nachmittag habe ich recht viel leichte Gartenarbeit gemacht und einen Teil der Gartenmöbel gestrichen.
Das Schwimmen und die ständige Bewegung des Rückens hat mir gut getan. Heute Abend komme ich wieder mit den Fingerspitzen auf die Erde - gestern morgen haben mir noch gute 15 cm gefehlt, dazu das Gefühl, durchzubrechen.
Morgen fahren wir gegen halb 9 Richtung Hamburg, werden dort also kurz vor Mittag eintreffen Lisa und ihre Freundin wollen shoppen und abends ins Musical "Tarzan". Da wir kurzfristig auf ein anderes, weiter vom Start (ca. 4 KM) entferntes Hotel umgebucht worden sind, nehme ich mein Rad mit und werde mir zwischendurch auch ein paar schöne Stunden auf der Marathonmesse und vor allem am Elbstrand bei einer Tasse Bier machen.
Das Ziel für Sonntag? Wie immer: locker angehen und mal sehen, ob hinten raus noch was geht. Die 3-Stunden-Marke habe ich nicht aus den Augen verloren.
Warm soll es werden - bis 23 Grad um die Mittagszeit; das ist ja normalerweise mein Ding.
Ich habe mein Ernährungskonzept etwas geändert. Werde jetzt bei KM 10, 20 und 30 (vorher KM 15 und 30)jeweils ein Gel nehmen und versuchen, noch mehr zu trinken.
Also: zwischen 2:55h und 3:15h. Das sind zwar Welten, aber so ist das (Läufer-)leben
Bis Sonntag Abend
Reiner -
22.04.2009 - Probleme
Schiet!
Ich habe mir am Samstag den Rücken verdreht, als ich diverse Gießkannen mit Wasser durch den Garten geschleppt habe. Die Hoffnung, dass sich das kurzfristig von selbst erledigt, hat sich als trügerisch erwiesen.
Nach einigen Tagen Ruhe war ich heute noch einmal 18,5 KM laufen. Die Bandscheibe und die Beine jaulen wie nichts Gutes. Ich bin jetzt doch ehr negativ eingestellt, was das Rennen in Hamburg angeht. Wenn ich überhaupt an den Start gehen kann. Aber so wie ich mich kenne, werde ich den Versuch in jedem Fall wagen :-|
Ich hoffe, dass ich noch ein oder zwei Mal Schwimmen kann - wenn's hilft.
-
19.04.2009 - Selbstzweifel und Zwiegespräche
So.
Die Woche der Wahrheit bricht an oder über mich herein ;-)
Die üblichen Zweifel tun sich auf. Habe ich genug und qualitativ gut trainiert? Der "Schweinehund" und "Engelchen", die gute Seele duellieren sich, wie jedes Mal, wenn ich mir etwas vorgenommen habe.
"Engelchen"
Ja sicher: 1.014 Lauf-KM in diesem Jahr sprechen eine deutliche Sprache.
Ja sicher: Schließlich war ich schon im Winter Trainingsweltmeister!
"Schweinehund"
Nein, Blödmann: Was kümmert dich der Winter? JETZT muss die Form da sein. Statt dessen bist du müde, kaputt und durch die Bandscheibenschmerzen kannst du nicht laufen! Idiot!
"Engelchen": nicht jetzt: am nächsten Sonntag. Außerdem bin ich 3 gute Halbmarathons im Vorfeld gelaufen
"Schweinehund": Aber in dieser Woche hast du's übertrieben! Musste das Radrennen sein ("Engelchen" murmelt: ja!)?
"Schweinehund": Und gestern? Was war da? 2,7 KM Schwimmen, 44 Radfahren und anschließend noch 10,5 KM Tempolauf?
"Engelchen": OK, das war nicht so clever, ich war aber einfach gut motiviert und gut drauf
"Schweinehund": und warum bist du heute schon nach 40 Sekunden wieder zurück gewesen, als du 2 Stunden laufen wolltest?
"Engelchen": das hat mit Sport nichts zu tun, ich habe mir gestern den Rücken verdreht. Außerdem bin ich heute Nachmittag laufen gewesen, zwar keine 2 Stunden, aber doch 15 KM.
"Schweinehund": 5,2 KM Schwimmen, 251 KM Rad und 56 KM Laufen - eine Woche vor dem Marathon sind Schwachsinn!
Theoretisch: ja. Praktisch vielleicht auch. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.
Daher werde ich es in der nächsten Woche etwas ruhiger angehen lassen. Samstag ist dann bestimmt ein Ruhetag, abgesehen vom Herumgerenne in Hamburg.
Den Rücken werde ich wahrscheinlich durch schwimmen wieder hinbekommen. Das allerdings gestaltet sich etwas komplizierter: Das Bad in Versmold hat jetzt für 2 Wochen geschlossen, d.h. ich muss nach Osnabrück ins Nettebad ausweichen. Da die dort erst um 6:30 h aufmachen, und ich ca 1 Stunde schwimmen muss, damit der Rücken etwas davon hat, kollidiere ich etwas mit meiner Arbeitszeit :-o
Dienstag wird wohl auch ein Ruhetag, der erste seit 5 Wochen: Da haben wir abends eine Geburtstagsfeier vom Chef. So mit Grillen und Bier... Na ja - ich komme besser mit dem Rad und schreibe mir ein paar gemächliche KM ins Trainingstagebuch.
-
13.04.2009 - Platz 65 (6) beim Osterlauf in Paderborn
Erstes Radrennen bei "Rund um Köln"juuut!
Ein Wetter zum Helden zeugen - oder so.
Die Kar-Woche fing recht anstrengend an. Nachdem ich am Sonntag 32 KM gerannt war, bin ich am Montag 20 KM und am Mittwoch noch einmal 18,5 (mit Bergwertung) gelaufen. Das war dann auch genug des Guten für die Laufmuskulatur; zumindest bis Samstag.
Geschwommen bin ich auch. Immerhin zweimal.
Das XXL-Osterwochenende:
- Karfreitag: 100 Rad mit Tim, Ralf und Dave Richtung Warendorf/Telgte/Ostbevern. Sagenhaft, was die drei für (fahrbare) Wege kennen. Es passiert mir selten, dass ich nicht weiß, wo ich gefahren bin. Freitag war es soweit. Hat mir, besonders bei dem Bilderbuchwetter, großen Spaß gemacht und es war nicht zu anstrengend.
- Samstag: Nach ein wenig Haus- und Gartenarbeit bin ich mittags nach Paderborn zum Osterlauf gefahren. Hier hatte ich mir ja eine neue persönliche Bestzeit erhofft und darauf hin trainiert.
Es war "Reiner-Döpke-Wetter". Sonne, 25 Grad. Aber: Für die Jahreszeit zu warm. Damit kam ich wohl noch nicht klar. Ab KM 13/14 bin ist stetig etwas langsamer geworden. Immerhin bin ich erst auf den letzen beiden KM von zwei Läufern überholt worden, bis dahin war ich trotz aller Widrigkeiten, auf der Überholspur.
Als Gesamt-65. (Altersklassen Pl. 6) habe ich das Ziel ziemlich am Limit nach 1:27:31h erreicht. 1:24 Minuten langsamer als vor zwei Wochen in Gütersloh. Es scheint mir allgemein ein recht langsames Rennen gewesen zu sein, was wohl dem Wetter geschuldet sein wird. Von daher bin ich dennoch gut zufrieden.
Zufrieden auch deshalb, weil mir nach dem doch anstrengenden Laufs nichts (!) weh getan hat. Auch kein Muskelkater oder so.
- Sonntag: Mehr oder minder ein Ruhetag. Zunächst habe ich die Startunterlagen in Köln für das Radrennen abgeholt und bin anschließend mit Jennie noch knapp 50 KM Rennrad gefahren.
- Ostermontag: Rund um Köln - 100 KM Challenge.
Um kurz nach 5 Uhr früh bin ich dann mal los. Dunkelheit ist ja um die Uhrzeit nichts Ungewöhnliches - aber die Nebelbänke erforderten dann schon um die Uhrzeit hohe Konzentration.
Um kurz nach 7 Uhr war ich pünktlich am Messegelände in Köln und baute bei frischen Temperaturen, so um die 11 Grad mein Rad zusammen. Eine große Kleidungsfrage stellte sich nicht wirklich. Ich war aufgrund der positiven Wettermeldungen auf Wärme eingestellt. Also: kurz/kurz und als notwendiges Übel ein Hauch von Windjacke darüber, um auf dem Weg und vor dem Start nicht komplett auszukühlen. Um 8:30h war ich dann am Start in Leverkusen, eine Stunde vorher. Es wurde zwar hell, aber der Nebel lichtete sich nicht - was auch während des ganzen Rennens so bleiben sollte.
Vom LC Solbad traf ich im Startblock B dann noch Holger Steuer aus Dissen, der mit seiner Truppe ebenfalls das erste Mal bei einem Radrennen dabei war. Kurz vor dem Start verstaute ich die dünne Jacke in meinem Shirt, noch immer in der Hoffnung auf wärmeres Wetter. 12°C zeigte das Thermometer jetzt an. Pünktlich um 09:30h ging es los. Zunächst Block A, zwei Minuten später wir. Es ging gleich richtig zur Sache. Na ja - ein Radrennen halt und keine RTF.
Ich versuchte, auf den ersten Kilometern nicht direkt mitzuhalten, war mir sicher, dass sich das Tempo noch regulieren würde. Dennoch: die ersten 10 KM lagen schon nach etwas über 15 Minuten hinter uns...
Um ehrlich zu sein: Ich habe von der Strecke nicht so furchtbar viel mitbekommen, war überwiegend damit beschäftigt, Anschluss zu halten und nicht zu stürzen. Hinzu kam der Nebel, der sich unangenehm auf der Brille niederschlug und die Sicht zusätzlich verschlechterte. Ohne Brille geht’s auch nicht, dann werden die Kontaktlinsen zu trocken :-(
Besonders das Anschluss halten an einen Zug war wichtig. Einen Moment nicht aufgepasst und die Gruppe, will sagen: der Windschatten war weg. In dem Fall wurde es schwer, das Loch zu zufahren und wieder Anschluss zu bekommen. Das kostet unnötig Energie. Fallweise hatte ich noch einige andere Fahrer hinter mir, so dass wir uns mit der Führungsarbeit abwechseln konnten. Im ungünstigsten Fall muss man eben warten, bis der nächste Zug kommt...
Insgesamt gesehen kam ich recht gut durch, besser noch als erwartet.
Zwei oder dreimal hatte ich die Situation allerdings nicht so ganz unter Kontrolle. Eine Kurve fast zu spät gesehen und so eben noch geschafft, einmal verbremst und irgendetwas war noch...
Insgesamt 8 Anstiege mit bis zu 12% Steigung lagen auf der Strecke, knapp 1200 Höhenmeter insgesamt. Mit dabei war die Kopfsteinpflasterpassage am Schloss in Bensberg, die zweimal zu fahren war. Das erste Mal war OK, beim zweiten Mal waren auch die Teilnehmer der 60-KM-Challenge mit dabei. Das führte dazu, dass das Nadelöhr am Anstieg schnell zu war, und wir schieben müssten. Na ja...
Dummerweise sprang mir auf der unmittelbar danach folgenden Abfahrt die Kette ab, so dass ich zunächst "meine" Gruppe und geringfügig Zeit verlor. Trotz beidem (Schieben und Kette) hatte ich noch einen Schnitt von 31,8 KM/h auf diesem 10-KM-Abschnitt.
Die letzten 30 KM waren dann wieder easy und schnell zu fahren.
Nach ca. 3:15:25h war ich im Ziel in Köln. Das bedeutet Platz 358 v. 825 Männern (AK Platz129, Masters 2)Holger Steuer kam kurz nach mir in 3:18:07h auf Platz 419 ins Ziel und klagte ebenfalls, dass er „fast erfroren“ wäre.
Die Organisation bei dieser Traditionsveranstaltung, die sich immerhin das „älteste, kontinuierlich durchgeführte Radrennen Deutschlands“ nennt und zum 93. Mal gestartet wurde, ist allerdings sehr fragwürdig. Zum einen ist der Zeitpunkt der Zusammenführung der beiden Jedermannrennen 60/100 KM zu kritisieren (drangvolle Enge auf der Strecke). Die morgendliche Anfahrt über 14,5 KM vom Messegelände zum Start kann man noch als „Warmfahren“ hinnehmen (wenn man danach 1 Stunde im Startblock steht, ist der Sinn wieder fraglich), allerdings ist die Abfahrt vom Ziel bis zum Messegelände (ca. 5 KM) wenig erhebend. Der Zielbereich muss zügig verlassen werden, um einen Rückstau und damit ein unmögliches Überqueren der Ziellinie später eintreffender Teilnehmer zu vermeiden. Verpflegung unterwegs, im Ziel, oder am Messegelände ist Fehlanzeige. Somit erscheint es auch wenig sinnvoll, den eigenen „Fanclub“ mit nach Köln zu nehmen.Duschen sind nicht etwa am Messegelände oder im Zielbereich, sondern müssen separat angefahren werden. Das Für und Wider dieses Events wird derzeit sehr kontrovers im Forum der Veranstaltung diskutiert – die Veranstalter hüllen sich aber leider in Schweigen.
Das war dann auch mein erstes Radrennen. Eine Erfahrung, die es wert war, gemacht zu werden - allerdings auch mit einem relativ hohen Risiko verbunden. Eine tolle Strecke, deren Reiz zweifellos die Steigungen und teilweise rasanten Abfahrten sind. Der Reiz der Geschwindigkeit und des Gruppenerlebnisses auf der einen - das potentielle Verletzungsrisiko auf der anderen Seite. Ich muss das erst einmal sacken lassen und dann entscheiden, ob ich vielleicht im Oktober ein zweites Radrennen in Münster angehe.
Die nächsten beiden Wochen werden ich nun ruhig angehen lassen und mich auf Hamburg vorbereiten.
-
05.04.2009 Rolle ade
... hoffe ich jedenfalls für diese Saison.
Das Wetter und die Temperaturen sind ansprechend und laden quasi selbst mich zum Radfahren auf der Straße ein. In dieser Woche habe ich die Einladung dreimal angenommen. Montag nach Feierabend mit dem Büffelrasch eine 51 KM-Runde, Freitag hat es dann nur zu 36 KM mit dem Rennrad, das ich frisch aus der Inspektion abgeholt hatte, gereicht. Ausfallen musste die geplante lange Radeinheit am Wochenende - zugunsten von Gartenarbeit und dem säubern unseres kleinen Teiches. Allerdings bin ich danach noch gut 43 KM zusammen mit Jennie locker ge-rennradelt. Flach um den Feldmarksee. Jennie war danach ganz schön platt ;-))
Laufen: Am liebsten hätte ich das diese Woche komplett eingestellt und nur Rad gefahren. Am Montag nach dem Halbmarathon ließen sich die Schmerzen noch einigermaßen aushalten, Dienstag (zwei Tage nach einem Wettkampf ist es immer am Schlimmsten): Jede Bewegung habe ich gemerkt, jede Muskelfaser in den Beinen und im Rücken meckert. Am Donnerstag wurde alles langsam besser. Heute (Sonntag musste dann der lange Lauf sein. 31,8 KM. Temperaturen knapp über 10 Grad, wenig Wind, wolkig, zwischendurch Nieselregen. Ideale Trainingsbedingungen. Nach knapp 5 KM verschwand auch der Muskelkater von der Gartenarbeit und die Beine liefen fast alle. Entgegen den üblichen Beschwerden der Dehydrierung ab KM 20 konnte ich diesmal locker durchlaufen 2:24:16h sind recht ordentlich und geben Selbstvertrauen für den Hamburg-Marathon in 3 Wochen. Ehrlich gesagt: vor dem Lauf hatte ich Angst, unterwegs liegen zubleiben. Warum auch immer...
Schwimmen: Muss auch mal sein, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Letztendlich hat mich nur das Ziel, mindestens einmal pro Woche schwimmen zu gehen, ins Bad getrieben. 2,6 KM - das sind zu wenig, nächste Woche mindestens 2, besser 3 Mal. Das würde sich auch ganz gut treffen, weil ich ja mit dem Laufen etwas kürzer treten muss.
Gut es sonst noch etwas Neues? Ich glaub' nicht. Außer, das schon das erste Quartal 2009 passé ist.
Das macht in Summe:
Schwimmen: 22x 57,1 KM 20:07h
Rad fahren: 37x 1.862 KM 57:50h
Laufen : 50x 909 KM 67:42h
Karfreitag: eventuell eine RTF oder längere Radausfahrt
Ostersamstag: Halbmarathon Paderborn: Ziel: 1:25 oder schneller
Ostermontag: Radrennen 100 KM "Rund um Köln"
Ach so, ja was auch noch wichtig ist: Wir haben heute Abend endlich angegrillt und der (Weizen-)Bierkonsum stiegt auch (noch schön, aber notwendig und lecker ;-))
Top
-
29.03.2009 - Frühling: der Regen wird wärmer und die (Lauf-)Zeiten kürzer
Puuh...
Die Woche war einmal mehr anstrengend. Zumindest gefühlt, weil ich mich gesundheitlich nicht so richtig auf der Höhe fühle. Wohl noch Nachwirkungen der Erkältung.
Los ging es am Montag mit dem Läufchen über 24 KM, bevor ich mich am Dienstag tatsächlich zum Frühschwimmen und abends zu einer 16 KM-Runde aufraffen konnte. Am Mittwoch dann eine ziemlich anstrengende Radeinheit auf der Rolle, die mir nachhaltige Schmerzen in beiden Oberschenkeln einbrachte. Donnerstag dann eine schnelle 11 KM-Runde. Freitag Frühschwimmen und abends locker mit noch immer "dicken" Beinen auf der Rolle gestrampelt.
Samstag war dann Schietwetter, selbst die Gartenarbeit fiel dem Regen zum Opfer, als ich endlich soweit war und beginnen wollte (habe ich auch). Alternativ noch einmal 45 KM zügig auf der Rolle. Das obligatorische Wochenend-Mittags-Nickerchen, nicht zu vergessen. Das sollte ich jeden Tag machen...
Heute früh habe ich mich dann entschieden, doch in Gütersloh und nicht in Lohne zu starten. Eine äußerst gute Entscheidung, wie sich später im Gespräch herausstellen sollte: Der Lauf in Lohne fand bereits gestern statt ;-)))
In Gütersloh hingen die letzen Regenwolken noch am Himmel, als wir um 11:25h an den Start gingen. 6 Grad, feucht-kalt - eigentlich gar nicht mein Wetter. Aber wider Erwarten liefen die Beine fast von selbst, zumindest auf den ersten Kilometern. Ich befürchtete schon, dass sich das schnelle Anlaufen im weiteren Verlauf bitter rächen würde, aber ich konnte ein konstantes Tempo von zwischen 3:58 und 04:06 Minuten/KM laufen. Auch auf einem sehr matschigen / rutschigen Teilstück änderte sich das nicht wesentlich.
Eine kleine Schwäche konnte ich mit etwas trinken bei KM 11, 13 und 16 überbrücken. Das erste Mal, dass ich bei einem Halbmarathon was Wasser getrunken habe.
Schwerer wurde es ab KM 13/14, als ich die letzten vor mir sichtbaren Läufer ein- und überholt hatte. Ich hatte dann das Glück, dass einer von ihnen mitlaufen und wir uns gegenseitig ins Ziel ziehen konnten. Witzig: mit dem Läufer war ich schon in Münster vor zwei Wochen die letzten KM gelaufen.
Die letzten 4 KM waren richtig schwer. Mehr ging dann nicht.
Platzierung: 01:26:07 / Platz 18 gesamt / Platz 2 Altersklasse 45. Immerhin und unerwartet mehr als 2 Minuten schneller als in Münster.
Im Ziel: Männer 246, Frauen 54
In zwei Wochen, am Ostersamstag steht in Paderborn der dritte Halbmarathon auf dem Zettel. Mal sehen, was da noch geht.
Zu sehr überziehen darf ich das nicht, wenn ich Ostermontag tatsächlich die 100-KM-Runde beim Radrennen "Rund-um-Köln" gut fahren und den Hamburg-Marathon unter 3 Stunden finishen will. Letzteres wird trotz der derzeit guten Zeiten auf den Unterdistanzen ein sehr schweres Stück Arbeit - ich wüsste momentan nicht, wie ich die doppelte Distanz in einem ähnlichen Tempo laufen könnte.
Apropos Radrennen: Mein Rennrad habe ich zur Inspektion und Durchsicht gegeben. Da wird einiges fällig werden: 2 neue Kettenblätter vorne, das Ritzelpaket hinten und eine neue Kette sowieso... Donnerstag soll es spätestens fertig werden. Dann kommt vor Ostern auch noch der Büffel dran. -
15.03.2009 - Grippostad-Gedächnislauf und der Sprung aufs (Altersklassen-) Treppchen
Schon wieder so eine vergurkte Woche.
Montag: wieder ziemlich platt und daher - Ruhetag
Dienstag: der Ruhetag hat nichts gebracht, Schietwetter - kein Laufen möglich, also
50 KM auf der Rolle. Die Schwimmeinheit musste ich sausen lassen
Mittwoch: Die Beine brennen, aber die 16 KM Laufen sind Pflicht.
Wieder kein Schwimmen, ich komme nicht aus dem Bett
Donnerstag: Schwimmen am Morgen vertreibt...
Zumindest 2 KM werden es, bevor die Arbeit ruft. Abends noch einmal 50 KM auf der Rolle in 1:25h
Freitag: Eine schlechte Nacht hatte ich. Fiese Halsschmerzen kündigen eine fiese Erkältung an. (Anhand der Stärke und Dauer lässt sich bei mir meistens die Stärke der Erkältung ausmachen) Noch ein zügiger, aber weitgehend lockerer 16-KM-Lauf auf dem HM in Münster am Samstag. Das ich wieder nicht schwimmen war, muss ich wohl nicht betonen. Die Jahreshauptversammlung vom LC habe ich mir auch sparen (müssen).
Samstag: Kaum richtig geschlafen. Kopf wie eine Kirchturmuhr. Die Schwimmeinheit fällt wieder aus. Zugunsten von Wagenpflege und (Getränke) einkaufen.
Um 14:05 ist Start um Halbmarathon in Münster. Endlich.
Endlich beginnt die Saison. Ich hatte mir vorgenommen, es locker angehen zu lassen und unter dem Marathon-Tempo zu laufen. Das Wetter meint es gut mit uns: Knapp 14 Grad, wolkig, etwas kühler Wind. Zu kühl für mich. Schon während des Einlaufens laufe ich zurück zur Umkleide und ziehe mir noch eine dünne Weste über die zwei kurzen T-Shirts. Ich bin halt ein Warmduscher :-)
Pünktlich geht's los. Aufgrund der Erkältung habe ich schon vorab einen Puls von 80 - normal wären vielleicht 55 - 65... Ich starte wie schon beim Silvesterlauf an selber Steller ziemlich weit vorne, lasse mir aber Luft. Nach 1,5 Stadionrunden sind vier Laufrunden zu absolvieren. Da bleibt genügend Zeit zum taktieren - und das mache ich gerne. Lieber Jäger als Gejagter. Ich schaffe es, gleichmäßig zu laufen, so wie ich es mir vorgenommen hatte. Die Durchgangszeiten der 10-KM-Blöcke liegen zwischen 20:56 und 20:47 (zum Ende, als mich der Ehrgeiz packte). Auf der zweiten Runde, bei ca. KM 13 überrunden wir die ersten langsameren Läufer. Kurz vor dem Ende der 3. Runde überhole ich noch eine Gruppe von 4 Läufern, von denen einer kurz danach auf und davon zieht. Er bleibt bis ins Ziel ca. 200-300 Meter vor mir - keine Chance ihn wieder einzuholen. Die anderen fallen zurück. Auf der letzen Runde kann ich noch zwei Läufer (abgesehen von den ständigen Überrundungen) kassieren.
Zeit im Ziel: 1:28:11, mit angezogener Handbremse. Nichts dolles aber immerhin 3:30 Minuten schneller als zum Saisonauftakt vor 12 Monaten beim Halbmarathon in Paderborn (und da habe ich total Schei... gefühlt) - der steht in 4 Wochen an. Dazwischen noch ein weiterer Halbmarathon in Lohne am 29. März.
Ich bin letztendlich schneller gelaufen als geplant. Genau im Marathon-Tempo - 04:10 Minuten/Kilometer. Momentan denke ich, dass ich das Tempo so nicht über die ganze Distanz halten kann. Aber ein wenig Zeit bleibt ja noch.

Gesamtplatz 26 - AK 3./ M 45 (nicht schlecht für den ersten Start in der neuen Altersklasse - oder?)
Sonntag: Ach so. Fast hätte ich es vergessen: Letzte Nacht habe ich geschlafen wie ein Stein. Das Bier - ähh Grippostad, bzw. beides in Verbindung, hilft wohl. Heute musste die Laufeinheit wegen des permanenten Regens ausfallen. Dafür 1:30h Rolle und wenigstens kurz im Pool.
Die Nächste Woche wird etwas kompliziert, da ich von Dienstag Früh bis irgendwann Donnerstag oder Freitag in England und am Samstag/Sonntag in Hamburg bin. Da werde ich mich zwischendurch auf das Nötigste beschränken müssen und regenerieren.
Top
-
08.03.2009
Na, dass war ja eine Woche. Total. z.K....
Montag: Platt wie eine Flunder - Ruhetag
Dienstag: ich habe ich einem 16-Km Lauf aufgerafft. Tempo-Lauf ist übertrieben, war froh, als die Sache nach 1:09 beendet war. Mehr ging nicht. Fast 1,5 Minuten langsamer als vor 1 Woche, bei wesentlich höherem Aufwand.
Mittwoch: langsame 16 KM, müde und kaputt, auch im Kopf
Donnerstag: als ich von der Arbeit kam, wollte ich am liebsten direkt in Bett und nur noch schlafen. Am Besten tagelang und und tief. Nichts mehr merken.
Statt dessen: 30 Minuten Wannenbad und anschließend Schwimmtraining mit dem Verein in Versmold. Das war so OK.
Freitag: Noch eine 16-KM-Laufeinheit. Ich war mit meinem Trainingsplan sowieso schon total ins Hintertreffen geraten und setzte alles auf die Karte "Radfahren am Samstag - lang und schmutzig"
Samstag: Schlecht geschlafen und ständig dem andauernden Regen gelauscht. Der lies dann kurz vor dem Hellwerden nach.
7:00 Uhr: draußen alles pitschnass. Bin trotzdem zum Bäcker gefahren und habe anschließend Frühstück für die noch schlafende Familie gemacht. Der Regen hatte inzwischen aufgehört.
08:00 Uhr: Total müde. Aber erste Wolkenlücken. Also habe ich dass Rennrad gesattelt.
09:15 Uhr: Wolkenlücken, kein Regen, tropfnasse Straßen und Wind aus Nord-West. Familie schläft noch immer. Ab geht's Richtung Nienburg. Über Dissen, Borgholzhausen, Altenmelle, Melle, Buer, Holzhausen, Blasheim (da gibt es übrigens keinen Markt!!), Espelkamp, Rahden, Warmsen, Uchte, Stolzenau.
4:55h später war das ganze dann auch (leider) schon vorbei. Der Wind stand günstig und geregnet hatte es auch nicht auf den knapp 150 KM. Zwischen 3 und 7 Grad waren an dem Tag OK, lediglich die Füße spürte ich erst unter der Dusche bei meinen Eltern wieder. Das war schmerzhaft. Der Rücken fand das Ganze auf den letzten 30 KM nicht mehr so spaßig, hat es mir aber verziehen.
Sonntag: Lang war's und schmutzig auch: Vormittags 3 Stunden Rad putzen (es regnete ohnehin), Mittags, ein kurzes Schläfchen, Nachmittags ein weiterer 16 KM - Lauf mit ziemlich dicken Oberschenkeln, aber ohne Muskelkater oder ähnlichen Tieren. Der darauf folgende Nickerchen wurde schon in der Landephase durch das Klingeln des Telefons jäh abgebrochen, so dass ich jetzt schon wieder müde bin, und ins Bett gehe.
Gute Nacht!
Reiner -
24.02.2009
Soo,
wir schreiben heute bereits den 24. Februar 2009! Die Saison 2008 ist seit Mitte Oktober 2008 abhakt und und die 2009-er direkt eingeläutet - ohne die Ruhepause der letzten Jahre, die mir nie sonderlich gut bekommen ist. Sowohl was Verletzungen angeht, als auch was das Tempo, besonders beim Laufen, angeht. Die ersten Wettkämpfe im Frühjahr sind immer in die Hose gegangen - meine Form konnte ich erst in zweiten Saisonhälfte entfalten.
Es ist schon merkwürdig: Die Erfahrung der Trainingslehre bestätigt eine höhere Verletzungsanfälligkeit bei intensiveren Trainingseinheiten, als bei eher mäßigen oder gering intensiven Einheiten. Meine persönliche Erfahrung der letzen Jahre weist mehr darauf hin, dass ich bei höherem Lauftempo offenbar einen sauberen Laufstil entfalte, der mich vor Verletzungen schützt. Natürlich zwickt und zwackt es öfter auch hier und da, aber nicht anhaltend. Es ist aber klar: permanente "geknallte" Einheiten sind auch nicht angebracht!!
Was will ich sagen: Von Dezember bis heute bin ich auf verschiedenen Trainingsrunden Streckenrekorde gerannt, die ich nicht mehr für möglich gehalten habe.
16,27 KM: 01:07:53 - Rundenrekord
18,4 KM: 01:22:42 - so schnell wie seit August 2004 nicht mehr
23,78 KM: 02:03:44 - so schnell wie seit September 2007 nicht mehr
31,76 KM: 02:23:58 - Rundenrekord
Schön. Und darüber freue ich mich über alle Maßen, lassen die Zeiten doch auf gute Ergebnisse im Halbmarathon in Paderborn und beim Marathon in Hamburg hoffen. Dazu darf ich das ganze aber nicht überziehen. Will sagen: die nächsten Einheiten dieser Woche müssen langsamer werden. Nächste Woche müsste eine Entlastungswoche anstehen, danach wieder angreifen.
Beim Triathlon setze ich dieses Jahr also einmal mehr auf die Abschlussdisziplin. Allerdings denke ich, dass ich auch im Schwimmen nicht viel, aber doch ein wenig herausgearbeitet habe. Auf dem Rad kann ich das ganze noch nicht so einschätzen. Gefühlt bin ich schneller, allerdings fehlt mir in diesem Jahr die Erfahrung auf der Straße. Der erste Ausritt vor zwei Wochen war zwar nicht repräsentativ, aber auch keinesfalls schnell.
Momentan setzt mich eine Erkältung ein wenig außer Kraft. Ich fühle mich einfach schlapp müde und kaputt. Hoffe, dass sich das bessert und ich mein Training diese Woche durchziehen kann. Vielleicht kann ich ja den Büffel am Samstag oder Sonntag (ein Tag ist für einen langen Lauf geblockt) auf die Weide treiben kann.
Meine Mitgliedschaft im Fitnessstudio habe ich zum Ende des Monats gekündigt und möchte die freie Zeit für eine regelmäßige zweite Schwimmeinheit nutzen. Ich merke, dass dem Rücken das Schwimmen gut tut.
Allaaf.
-
Läuft's?
... na ja. So richtig nicht.
Das befürchtete nasskalte "Februar-Wetter" hat uns im Griff. Das soll nächste Woche auch nicht besser werden. Triefnasen sind an jeder Ecke zu finden, zuhause auch. So ist es kein Wunder, das es auch mich erwischt hat. Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen - wenig komfortabel.
Gerade jetzt stehen längere und vor allem intensive (Lauf-)Einheiten für die kommenden Halbmarathons und den Marathon in Hamburg im Trainingsplan. Die vergangene Woche war schon eine ziemliche Quälerei. Noch ist alles bei scheinbar höherem Kraftaufwand und vor allem höherem Puls, im Lot, aber nächste Woche muss ich beim Laufen an die Grenze gehen. Ob das klappt?
3 Wochen noch bis zum ersten Halbmarathon in Münster. Den möchte ich im angepeilten Marathon-Tempo laufen: 01:27:33h (04:09 Min/KM).
Zwei Wochen später der nächste. Ziel: 01:26:00 (04:05 Min//KM).
Osterlauf in Paderborn weitere 2 Wochen später: 01:24:00 (03:59 Min/KM)
Das sind zwar alles keine herausragende Zeiten (alleine die Zeit in Paderborn würde gerade so eine neue persönliche Bestzeit bedeuten), aber ich komme im Frühjahr erfahrungsgemäß nur schleppend aus dem Quark.
Das wird schwer und hängt vor allem vom Wetter in der Gesundheit in den nächsten Wochen ab.
Schaun 'mer mal...
-
15.02.2009
Katastrophaler Beinschlag und die Luftgitarre auf dem Rennrad
Die Erkenntnis ist zwar nicht neu, trifft mich aber seit drei Wochen ziemlich hart: Mein Beinschlag beim Schwimmen ist eine einzige Katastrophe und bringt mir keinerlei (!) Vortrieb. Ich habe es beim Training ausprobiert - Fortbewegung mit einem Schwimbrett und nur mit Kraul-Beinschlag. Da passiert nach dem Abstoß und der Gleitphase so gut wie nichts. Um die Bewegung zu üben, habe ich jetzt zusätzlich das Training mit kurzen Flossen mit eingebaut. Mal sehen ob es was bringt.
Auf längeren Distanzen ist der Beinschlag eher zu vernachlässigen, aber gerade beim Sprint oder auf der Kurzdistanz könnte ich noch wertvolle Zeit gut machen.
Es wird sich wohl nicht umgehen lassen, dass ich meine Saison mit einer Sprintdistanz in Paderborn am 17. Mai beginne. In diesem Jahr werde ich voraussichtlich dreimal für den Verein in der Verbandliga starten. Nach Paderborn (Sprint) stehen noch Verl (Kurz) und Hückeswagen für mich an.
Im Training geht es recht gut voran. Beim Laufen jedenfalls. Hier stimmt der Kurs für den Hamburg-Marathon. Bis dahin will ich 3 Halbe laufen:
-> den ersten am 14. März in Münster - etwas langsamer als Marathon-Tempo
-> den zweiten am 29. März in Gütersloh oder Lohne - im Marathon-Tempo
-> den dritten am Ostersamstag in Paderborn. Schneller als Marathon-Tempo. Alles was geht.
Für den Ostermontag habe ich mich übrigens wieder zum Radrennen in Köln angemeldet. Mein erstes, nachdem die Veranstaltung 2008 wegen Schnee und Eis abgesagt wurde.
Im Training habe ich das Rennrad leider erst einmal auf die Straße bringen können. Letzte Woche Sonntag kamen 78 KM zusammen. Kalt aber schön. Der Rest auf der Rolle - 1.128 KM bislang.
In dieser Woche war ich viermal laufen. 76 KM. Das bringt mich auf eine durchschnittliche Lauflänge von 18,3 KM und 440 KM insgesamt in diesem Jahr.
Nach der heutigen 20-KM-Einheit bin noch eine Stunde auf die Rolle gegangen. Trittfrequenz-Training - 35 KM in 1 Stunde.
Obwohl ich nach der Woche schon recht müde war, lief es eigentlich recht gut: Das AD/DC Live-Video "Stiff upper Lipps" und es läuft von selbst. Das Spielen der Luftgitarre habe ich mir schweren Herzens verkniffen, weil sonst das Tempo auf dem Rad gelitten hätte. Freihändig geht's nicht so gut ;-) -
31.01.2009 ... noch 11 Wochen
Langsam wird es unheimlich.
Ich habe zwar zunehmend mit Schmerzen an der Bandscheibe zu kämpfen, laufe aber immer schneller, bei gefühlt abnehmender Belastung.
Über 31,8 und 27,4 KM bin ich in einer Woche jeweils Rundenrekord gelaufen, die 18,4 KM-Runde so schnell wie seit August 2004 nicht mehr. Und das, wie gesagt, gefühlt locker.
Hoffen wir, dass ich in den nächsten Wochen verletzungs- und erkältungsfrei bleibe - dann wird's was in Hamburg
In dieser Woche war ich einmal, zum ersten Mal nach mehr als 10 Wochen, im Fitnessstudio. Das hat mir mächtigen Muskelkater bereitet und mich vom geplanten Schwimmen abgehalten. Dem Rücken hat es jedenfalls nicht geschadet. Zweimal war war ich in dieser Woche im Pool - 5,8 KM. Technik, Ausdauer und Intervalle.
Das Radfahren beschränkt sich nach wie vor auf Aktivitäten auf der ungeliebten Rolle. Zum Rennrad fahren ist es mir einfach zu kalt, zum Mountainbike fahren konnte ich mich bis heute nicht aufraffen - vielleicht morgen??
Das Monatsergebnis Januar:
Schwimmen: 19,1 KM / 7:03h (zu wenig)
Bike : 645 KM / 19:04h / Rolle (OK)
Run : 301 KM / 23:06h (OK)
Kraft : 1x / 1:16h (zu wenig)
-
25.01.2009: 12 Wochen zum Hamburg-Marathon
Heute in 3 Monaten war es schon wieder soweit - der Hamburg Marathon wird Geschichte sein. Mein 5. in Hamburg und der 15. (Solo-) Marathon insgesamt seit Hamburg 2003.
Das Training dafür nimmt Gestalt an, mit den Ergebnissen bin ich trotz des zwischenzeitlichen Wintereinbruchs gut zufrieden. Meine 27,4-KM-Runde zum Feldmarksee bin ich heute bei kühlem aber sonnigem Wetter und einem Durchschnittspuls von 136 in 02:03:44 h gerannt. Gut ist, dass ich die zweite Hälfte deutlich schneller gelaufen bin.
Geschwindigkeit und Ausdauer sind also bis hier hin OK. An der mentalen Ausdauer muss ich noch arbeiten, vor allem aber auch an der Rumpfstabilisation. Seit 10 Wochen war ich nicht mehr im Fitnessstudio; das macht sich langsam immer deutlicher bemerkbar. Der Rücken meckert häufig.
Heute habe ich mir meine spärlichen Kommentare zu den Läufen im Januar 2005 im Trainingstagebuch angesehen. Damals war ich bei zugegebenermassen ertwas höheren Kilometerumfängen, wesentlich schlechter drauf. Verletzungen, hoher Puls, langsamere Geschwindigkeiten.
Den Marathon habe ich dann in 03:04h gelaufen, locker und mit der Gewissheit, dass ich damals die 3-Stunden-Marke spielend hätte knacken können, wenn ich sie mir nicht für "Berlin" im Herbst aufgehoben hätte - was ja aufgrund des Bandscheibenvorfalls im Sommer gründlich in die Hose ging.
Nach den ersten vier Wochen
- Laufen: 245 KM (Durchschnittl. 17,4 KM p. Lauf / 61 p. Woche)
- Bike : 643 KM (Rolle)
- Swim : 15,7 KM (oh oh...)
- Ruhetage: 1
Also: Rückentraining wird wieder aufgenommen, Schwimmen zweimal pro Woche, Laufen und Bike 3x wöchentlich, wenn es das Wetter zulässt.
Der Wettkampfkalender nimmt auch allmählich Gestalt an. Ein wenig muss ich noch daran feilen, aber Start wird wohl am 14. März ein Halbmarathon Münster sein.
Näheres dazu in Kürze.Die Tage werden wieder länger
... täglich um fast zwei Minuten. Und das schon seit knapp 3 Wochen!
Besonders macht sich das beim abendlichen Laufen bemerkbar. Zugegeben, in den letzen zwei Wochen bin ich nicht auf die KM-Umfänge gekommen, die ich mir gewünscht hätte. Schnee- und Eisglätte liessen das nicht zu.
Ich bin nach Feierabend einige Male meine 16,3-KM-Hausrunde gelaufen. Aber nur, weil ich da jedes Schlagloch kenne. Trotzdem war es mindestens dreimal sehr grenzwertig. Jedes Mal eine tolle Herausforderung und Erfahrung - aber was passiert, wenn ich mich mal so richtig auf's Mett packe? Ein Telefon habe ich nicht dabei. Auf einigen Abschnitten ist schon an einem muckelig warmen Sommerabend selten eine Läuferseele antreffen, geschweige denn, bei den neulich vorherrschenden Wetter- und Wegbedingungen. Letzte Woche habe ich bei Glatteis mehr als einmal die gesamte Breite des Wirtschaftsweges ausgenutzt und bei Schneeglätte öfter den "Sterbenden Schwan" gegeben.
Die längste Runde nach Weihnachten betrug nur 20 KM.
Einfacher ist es da, sich 4 Mal in der Woche im Keller auf die Rolle zu setzen. Einfacher, aber viel weniger motivierend. Schon nach 15-20 Minuten spritzt mir der Schweiß im ungeheizten Kellerraum förmlich aus den Poren. Nach 1,5 Stunden bildet sich trotz Handtüchern auf dem Rad eine deutliche Pfütze darunter. Nach 2,5 Stunden sind 3 Liter ausgeschwitzt und 4 Handtücher aufgebraucht. Die benötige ich dann auch, um die Wasseransammlung unter dem Rad wieder zu beseitigen.
Im Pool sieht es gemein aus.
Ich schwimme nicht gerne und zu dem leistungs- und motivationsmässig im unteren Drittel. Nun ist es so, dass wir in unserer Region sowohl eine Starterin in der Triathlon-Bundesliga (Ilona Pfeiffer) als auch Mitglied der 2. Bundesliga-Mannschaft des Triathlon-Teams Buschhütten (Daniel Knoepke) beherbergen. Klasse Sache und Aushängeschild für unseren Verein.
Frau Pfeiffer war zudem noch die deutsche Marathon-Meisterin 2007 und räumt hier in der Region so ziemlich alles ab was sich Lauf- oder Triathlon-Wettbewerb nennt.
Soooo. Sonntag vor einer Woche (weil ich ja nie zum Vereins-Schwimmtraining gehe) war ich mal wieder im Versmolder Hallenbad.
Das Auto von Daniel hatte ich schon auf dem Parkplatz gesehen. Das passiert öfter - wir schwimmen dann neben- bzw. hintereinander her. Ich ging davon aus, dass er sein Training schon fast beendet haben würde.
Gleichzeitig mir mir ging die Familie Pfeiffer ins Schwimmbad. Im guten Glauben an eine Familien-Plansch-Veranstaltung habe ich mich zusammen mit Daniel auf der einzigen abgesperren Schwimmbahn in die Fluten gestürzt, bis noch eine gelbe Badekappe (Ilona) auftauchte und für zusätzlichen Wellengang sorgte. Zudem ging noch eine langsamere Schwimmerin auf die Bahn.
Es ist unglaublich. Ilona und Daniel schwimmen zu sehen, ist Klasse. Das sieht so locker und einfach aus, das ich neidisch werde.
Allerdings war ich während des Schwimmens mehr damit beschäftigt, dafür zu sorgen, dass ich niemanden durch meine Langsamkeit behindere, als meinen eigenen Rhythmus zu finden. Nach einiger Zeit habe ich dann aufgegeben und bin in das "normale" Schwimmbecken gewechselt, um locker einige Bahnen ziehen zu können.
Auf der Bahn war mir zu viel Unruhe entstanden. Schade eigentlich, denn von beiden kann ich viel lernen, wie ich am letzten Samstag erfahren durfte, als ich mit Daniel alleine auf der Bahn war und er sich die Zeit genommen hat, mit mir zu trainieren. Er hat sich letztendlich meinen langsamen Schwimmzeiten angepasst (hat dann immer mehr geschwommen) und hat mir vor allem meine Schwächen erklärt. Danke dafür!!
Noch gut 13 Wochen bis zum Hamburg-Marathon.
Ich habe das gute Gefühl, dass ich, wenn ich weiter so trainieren kann und verletzungs-/erkältungsfrei bleibe, die 3-Stunden-Marke knacken kann. Nur selten war ich in dieser Jahreszeit so gut drauf wie jetzt. -
31.12.2008 - Silvesterlauf Münster
Schweinekalt aber Sonnenschein - so ist's recht zum Jahresausklang.
Nach 10 KM habe ich heute zusammen mit weiteren 688 Männern und 231 Frauen das Laufjahr beendet. Zweimal zu durchlaufen war ein im Prinzip flacher5 KM-Rundkurs. Glücklicherweise hatte ich mich recht weit vorne eingereiht, denn die ersten ca. 500 Meter waren recht eng und machten ein Überholen schwierig. Anschliessend zog sich das Feld schnell auseinander. Ich wurde lediglich nach rund 3 KM einmal überholt, ansonsten war ich auf der Überholspur und finishte auf Platz 28 in 38:46h. Das war so weit OK, obwohl ich auf eine Zeit unter 38 gehofft hatte. Da muss ich noch etwas tun.
Ein frohes und gesundes neues Jahr!
Reiner
-
30.12.2008: Das war's
Das Kalenderjahr 2008 hatte 52 Wochen und hat somit bereits am letzten Sonntag geendet. Will sagen: rein sportmäßig befinde ich mich schon seit 2 Tagen oder 3 Trainingseinheiten im neuen Jahr ;-)
Etwas zum lesen für die Statistiker, wie ich, unter uns:
In 2008 habe ich:
- 553,5 h Sport getrieben, 64:27h davon in Wettkämpfen
- 9.002,9 KM zurück gelegt, 1.225,3 KM davon in Wettkämpfen
174,9 KM Schwimmen (2007 = 1774,4 KM)
6.010 KM Rad fahren (2007 = 4.820 KM)
2.883,2 KM Laufen (2007 = 2.719,7 KM)
Das Ganze verteilt sich auf 365 Einheiten bei 73 Ruhetagen. 54 Mal war ich im Fitnessstudio
Durchschnittlich
habe ich pro Woche 10:38:40h trainiert bzw. Sport betrieben,
pro Sporteinheit 1:30:59 benötigt
Die durchschnittliche Streckenlänge im Laufen betrug 18,39 KM (154 x)
Das alles ist kein Hexenwerk, viele andere Amateure machen mehr, aber vermutlich an der oberen Grenze dessen, was ich mir von meiner Zeit abzwacken kann.
Seit Beginn meiner Trainingsaufzeichungen am 02.02.2002, die auch gleichzeitig den Beginn meines Marathontrainings bedeuten, habe ich mich durch Muskelkraft 37.040,5 KM fortbewegt. Inklusive Krafttraining und zeitweiliges Spinning komme ich dabei auf 2.650:42:22h ;-))
605 Mal bin ich seit dem auf meiner "Hausrunde" durch Glane gelaufen.
Glückauf!
-
Der Triathlet im Winter
Triathlon ist ja eine Sommersportart, wird also in etwa von Mitte/Ende Mai bis Anfang September betrieben. Dem entsprechend befinden wir uns jetzt in der Ruhephase, liegen für die nächsten 5-6 Monate tatenlos auf der faulen Haut und legen gute 5 bis 10 KG an Gewicht zu. In Zeiten an denen Nüsse und Schokolade an jeder Ecke locken, zumeist als Unterhautfettgewebe, weniger als vorantreibende Muskelmasse.
Jetzt, wo es zumeist wahlweise entweder zu dunkel, zu nass oder windig zum trainieren im Freien sein könnte, von übermäßiger Kälte ganz zu schweigen, kommt das regelmäßige Training zu kurz. Zwangsläufig, quasi. Da machen wir lieber die nächste Kerze am Adventskranz an und wärmen unseren Körper mit der einen oder anderen Tasse Glühwein. Am besten mit Schuss. Das Herz erwärmen wir aufgrund der wegen den ausbleibenden Wettkämpfen fehlenden Endorphine durch den gesteigerten Schokoladengenuss. Schokolade, besonders die dunkle, ist nachgewiesener Maßen gesund.
Damit uns vom lauter liegen auf dem Rücken keine Hornhaut wächst, die uns im nächsten Sommer wie eine Schildkröte aussehen lässt, bewegen wir uns ein bisschen. Zum Weihnachtsmarkt beispielsweise um Glühwein und andere zuckerhaltige Leckereien nachzufüllen. Wir Triathleten schleppen ja so einiges an Muskeln mit uns herum. Muskeln benötigen zum Überleben im harten Winter jede Menge Kohlenhydrate - sogar im Schlaf. Zucker und Alkohol wiederum enthalten diese lebenswichtigen Kohlenhydrate. Also steht schon jetzt fest: wir werden die harte Jahreszeit überleben.
Zeit also, um Wunden zu lecken und sich an den heroischen Glanztaten des vorüber gezogenen Jahres zu laben, zum 25. Mal die Fotos der Wettkämpfe zu begutachten und stundenlang mit wachsender Begeisterung die Ergebnislisten mit einander zu vergleichen.
Jetzt, gute 3 Monate nach dem letzten Triathlon und zwei Monate nach dem letzten Marathon (das sind gefühlte JAHRE) bewegen wir uns nicht nur zum Weihnachtsmarkt (zurück mit dem Taxi), sondern lassen auch Kalorien auf dem Weg zum Computer und bei der stundenlangen Benutzung desselben dahin schmelzen. Triathlonspezifische Foren werden gelesen, jeder Thread wird aufgesogen. Wer hätte gedacht, dass es zu jedem (noch so unwichtigen Thema) allerhand Fachleute in Form von selbsternannten Trainern, Doktoren und Schlaubergern gibt, die sich alle mehr oder weniger kompetent auslassen. Wer eine konkrete Lösung zu einem Problem sucht, wird verwirrt und greift besser wieder zum Glühwein. Kaufberatung zu Lenkern, Aerolaufrädern, Neoprenanzügen? Nahezu jede Antwort auf die Eingangsfrage empfiehlt ein anderes Produkt oder kritisiert das in der vorangegangenen Antwort. Die Zeit vergeht wie im Flug und das Jahresende steht vor der Tür.
Der erstaunte Dreikämpfer stellt fest, dass jetzt endlich die Wettkampftermine für das kommende Jahr veröffentlicht, die Websites der Wettbewerbe aktualisiert und spätestens im Januar auch die letzten Onlineanmeldungen freigeschaltet sind. Endlich.
Endlich beginnt die Saison wieder. Weit vor der Saison (siehe oben) mit der Vorbereitungsphase. Diese besteht wiederum im Wesentlichen aus der Selektion möglicher interessanter Triathlonwettkämpfe.
Den einen oder anderen (MICH!!) hat das unvorstellbare Glück ereilt, einen der begehrten und innerhalb von wenigen Minuten oder Stunden ausverkauften Ironman-Veranstaltungen zu ergattern. In diesen wenigen Fällen steht der Saisonhöhepunkt dann bereits fest - es sei denn, man ich so gut (ich nicht), dass man die Hürden für eine erfolgreiche Hawaii-Qualifikation erklimmt. Dann liegen die Dinge natürlich anders.
Otto-Normal-Triathlet also beschäftigt sich jetzt mit einer sinnvollen Saisonplanung. Vorab die eine oder andere Laufveranstaltung oder ein Radrennen, der Einstieg im Mai oder Juni mit Sprint-Triathlons, ggf. mit einer Steigerung auf längere Distanzen. Auch bei Duathlonveranstaltungen hat man Triathleten angeblich schon gesehen.
Bereits jetzt getätigte Anmeldungen für jedwedes Event belasten das gestresste Budget, steigern aber die Motivation und lassen den Athleten wieder zurückkehren. Zurückkehren in die Arena der alternden Frühschwimmer im (Versmolder) Hallenbad, auf die feuchten Laufstrecken, die matschigen Mountainbiketrails und Rennradrunden. Bereit für neue Schlachten und Heldentaten.
Triathlon - eine Sommersportart. -
03:01:31h - ich bleibe wohl für immer ein 3-Stunden-Läufer ;-)
Ich bin gut zufrieden.
Reiner-Döpke-Wetter, der befürchtete Nebel blieb aus, Temperaturen Mittags so um die 20 Grad in der Sonne. Ein super Lauf, was will man mehr.
Spaß gemacht hat es auch und ich habe mich nach der Dusche so gut gefühlt, wie noch noch nie nach einem Marathon!
Versiebt habe ich es wohl im Wesentlichen auf den letzten 6-7 KM, da hatte ich richtig zu beißen.
Aber: kurz vor KM 40 lag ein Läufer bewusstlos auf der Strasse. Einige Helfer versuchten ihn bereits zu reanimieren - was draus geworden ist weiß ich leider nicht. Der Notarzt kam kurz danach.
In einem solchen Moment ist es schietegal, ob man die 3h packt oder lieber beim Versorgungsstand bei KM 40 kurz stehen bleibt und noch etwas in Ruhe trinkt!Der komplette Rennbericht: hier
-
21.09.2008
Durch einen Fehler eines Streckenpostens bin ich gestern in Telgte über die 10 KM-Distanz 3. (Altersklasse M40: 1. ) geworden.
Doch der Reihe nach:
Nach einer, aus Sportlersicht, ruhigen Woche in England, in der ich lediglich 2 Mal 12,8 KM gelaufen bin, musste an diesem Wochenende wieder mehr Zeit investiert werden, damit ich in in München in 3 Wochen gut drauf bin.
Am Samstag Mittag bin ich locker 2,1 KM im Versmolder Hallenbad geschwommen, danach stand Gartenarbeit auf dem Zettel.
Gegen 15:00 Uhr bin ich dann mit dem Rennrad (und fast in Renntempo) die 31,2 KM nach Telgte gefahren. Hier hatte ich ich dann bei kühlem aber sonnigen Wetter noch knapp 45 Minuten Zeit zum "regenerieren". Bei einem Becher Erdinger Alkoholfrei gelang das ganz gut :-))
Kurz vor dem Start lief ich mich ein wenig auf der Tartanbahn im Stadion ein, 3 lockere Runden sollten genügen.
Der Start selbst fand etwas unkoordiniert und fast willkürlich irgendwo im Stadion statt, damit die 10 KM in etwa erreicht wurden. Wie immer reihte ich mich konservativ in hinteren 1. Drittel des ca. 150 Starter starken Feldes ein um ab dem Startschuss permanent zu überholen. Das letzte Mal kurz vor der 3-Kilometer-Marke.
Ab hier lief ich ein einsames Rennen. Die Läufer vor mir konnte ich nicht mehr sehen und die hinter mir nicht mehr hören. Erst weit nach KM 5, wir hatten jetzt eine 1,5 KM lange unbefestigte Strecke auf Acker- und Waldwegen zu überwinden, sah ich einen Läufer in ca. 500 Meter Entfernung vor mir. Auf den letzten 3,5 KM kam ich ihm zwar bis auf ca. 150 Meter näher, aber es reichte nicht mehr zum Überholen.
Im Ziel war ich dann 8. von 150 Teilnehmern. Mit 0:39:12 war das die "langsamste" 10 KM-Zeit ever!
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass eine Gruppe von 6 Läufern durch einen Streckenposten fehlgeleitet wurde und damit "nur" ca. 9,7 KM lief. Diese wurden aus der Wertung des 10_KM-Laufs genommen und in einer Sonderwertung separat gewertet. Ich rückte damit auf Platz 3 vor...
Die Siegerehrung habe ich nicht abgewartet, da ich a) nicht mit einer Platzierung gerechnet und b) noch über 30 kühle Rad-KM vor mir hatte. Die gestalteten sich gegen den Wind dann auch recht anstrengend.
2,1 KM Schwimmen, 31,15 Km Rad, 10 Km Laufen + 30,15 KM Rad -> fast eine Mitteldistanz ;-))
Hat Spaß gemacht!
-
Ich muss voran stellen: Dieses war meine 3. Teilnahme über die Mitteldistanz in Köln innerhalb von 3 Jahren. Von daher masse ich mir an, Kritik üben zu dürfen.
Vor drei Jahren war „die Welt noch in Ordnung“. Der Veranstalter sagte mir durch eine persönliche Mail zu, garantiert noch einen Startplatz als Nachmelder am Starttag zu erhalten. So war es dann auch. Samstag Vormittag wurde die Sprintdistanz (heute SMART-Distanz) ausgetragen, die Startunterlagen für die Mitteldistanz (damals noch 2,5 / 86,5 / 21 KM) konnten problemlos abgeholt werden.
Start am Sonntag in der frühe: Schwimmen im kühlen Fühlinger See (Regattastrecke, stracks geradeaus, glasklares Wasser, Bojen-Leinen unterwasser kennzeichnen den (geraden) Weg). Triathletenherz, was willst du mehr?
Die anschliessenden 86,5 Rad-Kilometer teilten sich in 4 gleiche Runden auf. Gelaufen wurde der Halbmarathon in 3 Runden um die Regattastrecke. Trotz Kälte, Nieselregen und fehlender Zuschauer hatte ich eine Menge Spaß.2007:
Der Veranstalter hat sich auf die Fahnen geschrieben, eine weitere Langdistanz in Deutschland zu etablieren. Super Idee (eigentlich). Damit verbunden war eine Verlegung des Ziels vor das Schokoladen Museum in der Köln der Innenstadt. Klasse. Die Schwimmstrecke war unverändert super. Auch die Wechselzone (fast logisch). Die Radstrecke wurde gravierend verändert und auf 2 Runden gekürzt. Damit verbunden waren einige Wendepunkte, die das Tempo herausnahmen. Für das Wetter kann der Veranstalter nichts – Wind gehörte wie im Vorjahr auf der windanfälligen Strecke dazu. Regen blieb diesmal aus. Auch die Laufstrecke wurde verändert. Einmal um den See, dann 14 KM durch ein verwahrlostes Waldstück und einsame Industrieanlagen, um dann endlich die letzen 6 KM am Rhein entlang zum Ziel zulaufen.
Die zufälligen Zuschauer hat es nicht interessiert, die Strecke war nicht abgesperrt, keine Pressemitteilung in der Wochenendausgabe der Lokalzeitungen. Somit brachte die Verlegung des Ziels keinen Vorteil. Im Gegenteil. Als die 30 Minuten nach den Langdistanzlern gestarteten Mitteldistanzler schon längst geduscht, und um die Erfahrung der Strapaze des unseeligen Bustransfers von der Innenstadt zurück zum Start reicher, das Rad ausscheckten, liefen noch immer einige unverwegene Ironmänner und –frauen um den See. Ohne Aufmunterung durch sonst wen.2008
Neben der Erhöhung des Startgeldes (aber noch immer wesentlich günstiger als etablierte Veranstaltung der Marke IRONMAN) gab es auch in diesem Jahr Änderungen der Rad- und Laufstrecke sowie des Zeitrahmens.
Vorausgeschickt: Die Organisation im Vorfeld war wie in den Jahren vorher nahezu reibungslos und fast perfekt. Die Teilnehmer der Langdistanz (Cologne226) starteten bereits um 07:00 Uhr. Der Start der nachfolgenden Mitteldistanz wurde auf 12:30 Uhr verlegt. Eine sinnvolle Maßnahme, da sich somit Teilnehmer beider Streckenlängen sowohl noch auch der Rad- als auch auf der Laufstrecke gemeinsam befanden. Das sollte wohl mehr Zuschauer (länger) an den See und an den Zielbereich locken. Das Konzept schien am Startbereich aufzugehen. Trotz kühler und Regen verheissender, windiger Witterung war dort mehr Zuschaueraufkommen als in den Jahren zuvor zu verzeichnen. Die nahezu unveränderte Wechselzone, die super Schwimmstrecke im „besten Schwimmbecken Kölns“ machten Hoffnung auf Besserung. Als Teilnehmer der Mitteldistanz kam ich in den Genuss von zwei erneut leicht geänderten Radrunden (Langdistanz 4) . Windanfällig wie zuvor (aber damit rechnet man ja), dafür mit weniger Wendepunkten. Die Laufstrecke: Einmal um den See (Langdistanz 3x 7 KM), danach 14 KM durch Industriegebiete (das „verwahrloste Waldgebiet“ fiel weg) und die letzen 6 KM am Rhein Richtung Ziel, das sich diesmal auf der gegenüberliegenden Rheinseite befand. D.h. eine Überquerung des Rheins auf der Deutzer Brücke, was wiederum einen den letzen Kräfte raubenden Anstieg auf dem letzen KM bedeutet, noch dazu über einen nicht abgesperrten stark frequentierten Rad-/Fussweg (=Zick-Zack-Lauf)! Nach etwas mehr als 21,1 KM dann endlich der Zieleinlauf mit persönlicher Gratulation des Veranstalters, einem (Plastik)Blumenkranz und der unvermeidlichen Blechmedaillie. Zuschauer? Unter den Betreuern bzw. Familienangehörigen befanden wohl kaum Fremde. Schade.
Der erneut eingerichtete Bustransfer zurück gestaltete sich wieder unprofessionell (zu wenig Busse, zu grosser Takt, „Absetzen in der unbeschilderten Wildnis“. Als Teilnehmer der Mitteldistanz war das geradeso hinnehmbar, für einen Finisher der Langdistanz ein unzumutbares „no go“. Auch in diesem Jahr „eierten noch einige Athleten/innen der Langdistanz bei einbrechender Dunkelheit mutterseelenallein um den See. Sie hatten noch mindestens (hoffentlich „nur noch“) 21 KM vor sich, als wir die Räder aus der Wechselzone holten. Hoffentlich gab es noch besetzte Verpflegungsstände auf der Reststrecke. Die Imbissbuden im Starbereich hatten schon geschlossen, so dass für die Finisher an einen Imbiss zwar zu denken, eine (für mich notwendige) Realisierung aber unmöglich war.
Fazit: Ich hatte damit geliebäugelt im nächsten Jahr nach dem Start in Klagenfurt in Köln eine weitere Langdistanz zu machen. Unter diesen Umständen werde ich das auch keinen Fall buchen. Eine Mitteldistanz vielleicht, aber nach den Erfahrungen der letzen 3 Jahre muss ich auch das in Frage stellen. Es sei denn, das Konzept wird (zurück-) verändert.
Mein Ergebnis bei meinem letzten Triathlon-Start in der M 40:
Swim 2,5 KM 0:42:45 (180.)
Bike 90 KM + 2 Wechsel 2:45:07 (200.)
Run 21,x KM 1:39:33 (86.)
Total 5:12:43 Platz 127 / AK 27 M.40 (Männer)
Finisher Mitteldistanz: 556 Männer + 93 Frauen
Obwohl ich etwas langsamer war, als in zuvor, bin ich in Anbetracht der extremen Windverhältnisse noch zufrieden. Mal sehen, wie es ab nächstes Jahr in der neuen Altersklasse wird ;-))
Top
-
Nach einer ehr durchwachsenen Saison habe ich überraschend doch noch eine neue Bestzeit aufstellen können.
Mit den Worten meines Kollegen Bernhard im Ohr: ..."und Sonntag alles rauslassen" bin ich bei sonnigem Wetter, 26 Grad Außen- und 19 Grad Wassertemperatur beim Riesenbeck-Triathlon über die olypmpische- (auch Kurz-) Distanz (1,5 KM Swim, 44 KM Bike und 10 KM Run) zunächst etwas lustlos und müde an den Start gegangen.
Kurz nach dem Schwimmstart habe ich aber einen guten Rhythmus gefunden und fand mich schon nach 23:42 Minuten wieder an Land. Das war der 24. Platz.
Der erste Wechsel kostete unnötig Zeit. Ich war total aus der Puste, zittrig und konnte mir den Neo nicht im Stehen ausziehen. Gut 2:28 Minuten benötigte ich, bis ich auf dem Bike saß und "alles raus ließ". Ein viel zu hoher Puls und Schmerzen überall ließen mich auf den ersten 15 KM verzweifeln. Einer nach dem anderen fuhr an mir vorbei - so schien es, ob wohl das Tempo für meine bescheidenen Verhältnisse sehr hoch war. Nachdem ich die erste Flasche Wasser schon nach 12 KM intus hatte, lief es besser und ich fühlte mich fitter. Die zwei Runden plus einer Zusatzschleife machten knapp 44 KM aus. Die reine Fahrzeit betrug dabei 1:16:30h - eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 34,51 KM/h bedeutet ebenso wie die Schwimmzeit eine neue Bestzeit für mich.
Das Laufen gestaltete sich nach 1:04h Wechselzeit recht schwierig. Ich bin wieder viel zu schnell angelaufen, hatte Durst ohne Ende und einen Puls bis zum Anschlag. Ich wähnte mich schon bei KM 5 - als ich die 3-KM-Marke passierte. Das raubte mir die letzte Motivation und ich zweifelte an einem Finish. Einen Vereinskollegen konnte ich überholen und versuchte die anderen auf Distanz zu halten trotzdem aber das Tempo zu reduzieren.
Nach weiteren 42:38 Minuten hatte ich die 10 KM hinter mich gebracht.
Insgesamt 02:26:22 h an "der Kotzgrenze". So verausgabt ich mich bislang nur bei Halbmarathons und einem 10 KM-Wettkampf.
Der restlichte Tag und die folgende Nacht war dahin. Magenkrämpfe und total am Ende. Zum ersten Mal habe ich auf einer Kurzdistanz meine persönliche Leistungsgrenze erreicht und überschritten.
Platz 27 insgesamt und Platz 7 in der M40 sprangen dabei heraus.
Die Splitzeiten:
Swim 1,5 K 0:23:42 ø 3,8 km/h 1:34m/100mtr
T-1 0:02:28
Bike 44 K 1:16:30 ø 34,51 KM/h 1:44 m/km
T-2 0:01:04
Run 10 K 0:42:38 ø 14,07 KM/h 4:17 m/km -
Nach langem Zögern (der Wetterbericht sagte bis zur Wochenmitte Regen voraus, und so richtig fit fühle ich mich auch nicht) bin ich am Samstag früh als Nachmelder an den Start der Mitteldistanz über 2 KM Schwimmen, 75,5 KM Radfahren und ca. 23,9 KM Laufen gegangen. der 8. Triathlon-Start in 13 Wochen.
Mit der Veranstaltung hatte ich schon im letzten Jahr gute Erfahrungen gemacht, als wir dort mit der Landesliga-Mannschaft starteten.
270 Männer und 38 Frauen gingen inklusive der 180 NRW-Ligastarter über die Mitteldistanz in Rennen, 19 sollten nicht finishen.
Um 8:45h fiel der Startschuß für die "Jedermänner", nachdem die Ligastarter bereits seit 15 Minuten um 20 Grad kühlen Wasser der Bevertalsperre der aufgehenden Sonne entgegen schwammen. Ich persönlich hatte erhebliche Mühe in dem diffusen Licht die Richtung beizubehalten und verlor mehr als einmal komplett die Orientierung, auch noch, nachdem wir bereits zweimal die Richtung gewechselt hatten und zurück zum Start/Ziel schwammen. Hier habe ich wohl einiges an Zeit liegen gelassen. Überhaupt fand ich zu keiner Zeit einen Rhythmus und hatte das Gefühl unheimlich schwerer Arme. Umso mehr überraschte mich die Schwimmzeit von "nur" 31:26 Minuten, bedeutete das doch einen Rückstand von nur 7 Minuten auf den schnellsten Schwimmer im Feld, allerdings auch nur die 148. Schwimmzeit.
Nach einem für mich blitzartigem Wechsel ging es bei noch kühlen Temperaturen auf die sehr anspruchsvolle Radstrecke. Der ständige Wechsel von moderaten Anstiegen (maximal 9%, durchschnittlich 3%) und schnellen Abfahrten machen ein gleichmäßiges Fahren, noch dazu auf dem Auflieger liegend, über weite Strecken fast unmöglich. Mein meinem normalen Rennrad wäre ich hier genauso gut über die Runden gekommen. 4 Runden sind auf dem welligen Kurs, der auf einigen Abfahren aufgrund schlechter Fahrbahndecke und 90-Grad-Kurven die volle Aufmerksamkeit erfordert, zu bewältigen. Offenbar ist es trotz der zum Glück trockenen und gut gesicherten Straßen zumindest zu einem wohl sehr heftigem Sturz gekommen.
2:24:58h (ich war jetzt auf Platz 180 zurück gefallen) dauerte für mich der Spaß, der erst nach KM15 so richtig zum Spaß wurde. Vorher hatte ich mit zu hohem Puls und brennenden Oberschenkelmuskeln zu kämpfen.
Die Belastungen der vorangegangenen Wettkämpfe in den letzen Wochen und Monaten (7 Triathlons, darunter 2 Lang- und 2 Mitteldistanzen sowie ein Marathon und 2 Halbmarathons) sind jetzt doch deutlich spürbar. Zudem war ich noch am Donnerstag 30,5 KM gelaufen.
Das war auch der Hauptgrund, warum ich den folgenden Halbmarathon (genau: 23,9 KM) zunächst sehr langsam und unter meinen Möglichkeiten anging. Ich hatte doch erhebliche Zweifel daran, dass ich die Laufstrecke beenden würde.
Nach einem rund 1 KM langem leichten Anstieg, ging es für 4 KM bergab, zum ersten Mal in den Zielbereich im Hückeswagener Stadion. Im Anschluß folgten 3 Runden um die Bever-Vorsperre, mit wechselndem Untergrund und nur einer wesentlichen Steigung, direkt nach jedem Stadiondurchlauf.
Nach 11 KM war ich mir sicher, dass ich den Halbmarathon ohne Probleme durchlaufen könnte und beschleunigte nun das Tempo. Endlich kam auch hier der Spaß hinzu. Bei jetzt rund 23 Grad konnte ich diverse Läufer überholen, wobei man nicht sehen konnte, zu welchem Lauf (zusätzlich gab es noch eine Sprintdistanz) zu gehörten bzw. in welcher Laufrunde sie sich befanden. 1:39:30h benötigte ich für den Laufkurs, durch die 98 "schnellste" Laufzeit konnte ich zumindest 38 Plätze im Gesamtklassement gutmachen.
Nach 4:37:30h überquerte ich zum 8. Mal in diesem Jahr eine Triathlon-Ziellinie. Nachdem ich das Schwimmen und Rad fahren schneller bewältigt hatte, als im letzten Jahr, war ich nur eine knappe Minute langsamer.
Spaß hat es gemacht, ich fühlte mich im Ziel weitaus besser, als vor einem Jahr.
Dieses Urgestein der deutschen Triathlon-Szene, es war die 26. Auflage, ist eine Empfehlung für diejenigen Wert, die gerne in hügeligem, welligen Terrain fahren. Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich die Leistungsdichte weiter verstärkt. Meine letzt jährige Zeit hätte mir nur 3 Plätze in der Ergebnisliste gebracht. Allerdings: Im letzen Jahr reichte die Zeit noch für einen 109. Platz...
Das gibt Hoffnung auf ein gutes Saisonende mit der Kurzdistanz in Riesenbeck in 14 Tag und der dann 4. Mitteldistanz in Köln am ersten September-Wochenende. Ob ich eine Woche später noch in Bad Rothenfelde starte, oder in Münster auf die Marathon-Strecke wechsele, werde ich jetzt bald entscheiden. Der Lauf-Saison-Ausklang wird der München-Marathon am 12. Oktober werden. Das Training dafür läuft bereits seit dem letzen Donnerstag.
Die Splitzeiten in Hückeswagen:
Swim 2KM 0:31:36
Wechsel 1 0:00:54
Bike 75,5 KM 2:24:58
Wechsel 2 0:01:36
Run 23,9KM 1:39:30
Ergebnis gesamt: : Platz 142 (Männer) AK.-Pl. 25 M40
Westdeutsche Meisterschaft: Platz 132. AK.-Pl. 22 M40
Top -
03.08.2008
Geschafft!
2 Langdistanzen in drei Wochen. Dazu noch ein gerüttelt Maß an Spaß und fertig ist die Anmeldung für 2009.
Na ja. Fast jedenfalls.
Nachdem wir vier bereits am Freitag Mittag in Glücksburg angereist waren, war nach einem schönen Samstag im Strandkorb gestern endlich einmal "Reiner-Döpke-Wetter".
Zunächst sah es nicht danach aus, nachdem es pünktlich zum Aufstehen angefangen hatte zu regnen. Die Temperaturen lagen am frühen Morgen schon bei 18 Grad - das konnte nicht schief gehen.
Um 5:45 h hatten mich Christine, Lisa und Jennie an der Wechselzone abgesetzt - ich glaube, ich war der einzige Triathlet mit Regenschirm :-))
Nach der kalten und nassen Erfahrung in Roth hatte ich meine Lektion gelernt, alle Kleider in wasserdichte Säcke verpackt und mir selbst eine dünne Plane zum überziehen mitgenommen. So konnte ich in aller Mutterseelen Ruhe mein Rad und meine Wechselzone vorbereiten, während andere noch mächtig am Schimpfen waren.
Wie die Veranstalter es versprochen hatten, ließ der Regen schon bald nach und die Stimmung in der Wechselzone stieg unaufhaltsam. Der Aufbau und Ablauf in der Wechselzone war ähnlich dem der Challenge Roth. Selbst die Kleiderbeutel waren die gleichen. Trotzdem gefiel mir der Ostseeman schon jetzt besser. Vielleicht lag es an den wärmeren Temperaturen oder/und an den kurzen Wegen.
Um halb sieben ging ich wie viele andere auch schon einmal zum Start an den Strand und genoss dort die noch gespannt - ruhige Stimmung des anbrechenden Morgens.
Pünktlich um 7 Uhr ertönte dann der Countdown zum Massenstart vom Strand an der Kurpromenade, und ab ging es in das salzige Wasser der Ostsee - dass was mich im letzten Jahr dazu bewogen hatte, mich zu diesem Event anzumelden!
Seit meiner Kindheit war ich nicht mehr in der Ostsee geschwommen.
Der Wind der letzen Stunden hatte das Wasser der Flensburger Förde ein wenig "rubbelig" gemacht - weit weniger, als ich erwartet hatte.
Die 3,8 KM Schwimmstrecke war ein zweimal zu durchschwimmender Dreieckskurs. Zunächst schwammen wir mit der Dünung, dann ging es genau in den Gegenwind und gegen die Wellen. Hier fiel mir und vielen anderen die Orientierung sehr schwer. Die Bojen waren zwischen den Wellentälern nicht bzw. spät zu erkennen. Auch das Schwimmen selbst strengte weitaus mehr an.
Dummerweise trafen mich um Laufe der ersten Schwimmrunde drei kleinere Feuerquallen ins Gesicht und an den Hals, was sich als langwieriges Ärgernis herausstellen sollte. Bis zu 30 Stunden halten die Hautirritierungen wohl an.
Wider Erwarten kam ich schon nach 1:11:16h aus dem Wasser - Immerhin als 28. der Einzelstarter (was vielleicht nicht für die Qualität des Starterfeldes, dafür aber für meinen Neoprenanzug spricht ;-)) )
Der erste Wechsel gestaltete sich recht kurz. Schon nach gut 4 Minuten saß ich im Sattel.
6 Mal war die nicht ganz einfache 30 KM-Runde zu durchfahren. Wer hier im äußersten Norden der Republik "plattes" Land erwartet, der irrt sich gewaltig. Es kamen knapp 1.200 Höhenmeter zusammen - mehr als beim Ironman in Frankfurt.
Dennoch ist das eine Radstrecke, die einfach Lust auf mehr macht - guter Asphalt und viele Abfahren auch denen man Tempo machen kann.
Trotzdem der Wind von Runde zu Runde zunahm, ließ der Spaß nicht wesentlich nach. Auch nicht, als es zu Beginn der letzen Runde anfing zu Regnen. Bei jetzt 20 Grad machte mir das nichts mehr aus. Die Temperatur fiel nur auf 18 Grad Grad - kein Vergleich zu dem Gefühl in Roth.
Wer es nicht glaubt: Auch in Glücksburg gibt es einen "Solaraer Berg" - sicher heißt der anders, er ist nicht so lang, nicht so steil und die Zuschauermassen sind nicht so dicht gedrängt - aber: die Stimmung ist da und macht Gänsehaut. Sechs Mal.
5:43:45 h waren vergangen, als ich nach einem kurzen Boxenstopp von 02:27 min in der Wechselzone, in dem mir mein Rad abgenommen wurde und ich die Laufschuhe anzog, auf die Marathonstrecke ging. An Position 38 der Einzelstarter.
Sonniges Wetter, etwas Wind gefühlte Temperatur von über 20 Grad - was will man mehr?
Die ersten beiden der insgesamt fünf 8,44-KM-Runden vergingen fast wie im Flug. Auch der erste Teil der dritten Runde. Dann begannen wieder die Schmerzen, denen ich auch schon in Roth ausgesetzt war. Irgendwo um die Halbmarathonmarke herum war denn aus mit Lustig und das Walking begann. Diesmal allerdings wesentlich unterhaltsamer als in Roth weil es schon mehr "Leidensgenossen" gab, und weil auch meine Laune durchaus oder trotzdem im grünen Bereich war. Es war abzusehen, dass ich die 2. Langdistanz in drei Wochen schaffen würde - kein Gedanke an einen Abbruch. Dazu trug auch meine Familie bei, die ich auf jeder Laufrunde traf und mit der ich kurz ein Schwätzchen ;-)) (= willkommener Anlaß zum Stehen bleiben) halten konnte.
Der Marathon steht mit 4:41:32h zu Buche (Platz 71).
Die Endzeit von 11.36.36h bescherte mir Platz 219 und den 56. meiner Altersklasse. Das ist aber unwichtig und nebensächlich.
Denn: ich bin jetzt
OSTSEEMAN !!

























Es gab also reichlich auf die Mütze, die mir dabei verrutschte und im
Gegensatz zum Neo vollief und auf dem Kopf hin- und herschwappte. Nach ca.
600 mtr konnte ich dann einigermassen rhythmisch schwimmen. Der Landausstieg
bzw. der Wiedereinstieg war sehr unangenehm. Ich verhakte mit unter Wasser
mit meinem rechten großen Zeh irgendwo (oder stieß gegen etwas). Inn der
Folge konnte ich mich mehr mit den Schmerzen als mit beim "gepaddel"
auseinandersetzten.







